Politik

Forsa-Analyse Neue SPD-Spitze genießt wenig Vertrauen

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Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken sollen's richten.

(Foto: REUTERS)

Die SPD wählt beim Parteitag eine neue Führung. Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sollen übernehmen. Dabei gehen die beiden mit einer Hypothek in die Wahl: Die Wähler trauen ihnen bislang wenig zu, wie eine Forsa-Analyse zeigt.

Das designierte SPD-Führungsduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans geht mit wenig Zutrauen der Wähler an den Start. Wie eine Forsa-Analyse* zeigt, trauen nur 18 Prozent der Befragten den beiden zu, die SPD in "die neue Zeit" zu führen. Bei SPD-Wählern sind es immerhin 32 Prozent.

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Eine der größten Herausforderungen der neuen Parteispitze dürfte es sein, die verschiedenen Strömungen in der SPD zusammenzuführen. Doch auch hier ist das Urteil der Befragten recht eindeutig: Nur 11 Prozent denken, dass Esken und Walter-Borjans dies gelingt. Auch die SPD-Wähler sind wenig zuversichtlich: Nur 26 Prozent beantworten die Frage danach mit Ja.

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Von dem bisherigen Auftreten der bislang eher unbekannten Politiker sind nur 24 Prozent derjenigen Befragten überzeugt, die die ersten öffentlichen Termine verfolgt haben. Für SPD-Wähler sah das schon besser aus: 38 Prozent fanden es gut. SPD-Abwanderer dagegen konnten die beiden nicht für sich gewinnen.

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Verfolgen Esken und Walter-Borjans den richtigen Kurs, um verlorenes Vertrauen in die SPD zurückzugewinnen? 28 Prozent der Befragten glaubt, das Heil der Sozialdemokraten liege in einem "Linkskurs", 48 Prozent glaubt eher an den Erfolg eines pragmatischen "Mitte-Kurses". Bei SPD-Wählern dagegen gibt es eine knappe Mehrheit für eine linke Ausrichtung: 46 zu 43 Prozent.

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Diskutiert wird in und über die SPD auch, ob es für die SPD besser wäre, die Große Koalition zu verlassen und in die Opposition zu gehen. Davon ist mit 28 Prozent der Befragten jedoch nur eine Minderheit überzeugt. Auch bei den SPD-Abwanderern wird dies nicht als die richtige Strategie angesehen. Am wenigsten Freunde findet der Gang in die Opposition bei den Wählern der SPD.

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Ein Streitpunkt innerhalb der SPD ist die Frage, ob der Staat neue Schulden aufnehmen soll oder nicht. Sowohl bei allen Befragten als auch bei den Wählern der SPD ist die schwarze Null jedoch nach wie vor recht populär. Esken und Walter-Borjans plädieren offen für ein Investitionsprogramm, wodurch die schwarze Null nicht mehr zu halten wäre.

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Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 2. – 4. 12. 2019 erhoben. Datenbasis: 1.502 Befragte.

* In einer ersten Fassung des Artikels hieß es, die Forsa-Analyse sei im Auftrag von RTL und n-tv entstanden. Tatsächlich lag die Umfrage RTL und n-tv lediglich exklusiv vorab vor.

Quelle: ntv.de, jog