Politik

Assad lobt gemeinsame Erfolge Putin: Fremde Truppen Syriens "Hauptproblem"

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Russlands Präsident Putin lobte bei einem Treffen mit Syriens Präsident Assad die gemeinsamen Anstrengungen im Bürgerkrieg.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der Bürgerkrieg in Syrien ist medial weniger präsent, er schwelt aber noch immer. Bei einem Treffen mit Assad macht Russlands Präsident Putin auch das Hauptproblem dafür aus: ausländische Truppen, die kein UN-Mandat besäßen. Ob er damit einen Nachbarstaat meint, ist unklar.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Anwesenheit ausländischer Truppen in Syrien kritisiert. Nach einem Treffen Putins mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad erklärte der Kreml, das "Hauptproblem" Syriens sei die Einmischung durch fremde Truppen. Ausländische Streitkräfte halten sich laut Putin "ohne UN-Beschluss" und ohne die Zustimmung von Damaskus in Teilen des Landes auf. Dies sei ein Verstoß gegen das Völkerrecht, erklärte der russische Präsident.

Bei dem Treffen mit Assad am Montag lobte Putin dem Kreml zufolge die "gemeinsamen Anstrengungen" Russlands und Syriens in dem Konflikt und erklärte, die Streitkräfte hätten 90 Prozent des Landes wieder unter die Kontrolle der Regierung gebracht. "Die Terroristen haben sehr großen Schaden erlitten." Der Bürgerkrieg in Syrien dauert nun bereits zehn Jahre.

Assad hofft auf Rückkehr Geflüchteter

Der syrische Machthaber lobte seinerseits die "bedeutenden Erfolge" beider Länder, darunter die "Rückkehr von Flüchtlingen, die gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen". Nach Angaben der syrischen Präsidentschaft nahmen an dem Treffen in Moskau auch der syrische Außenminister Faisal Mekdad und der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu teil.

Russlands politische und militärische Unterstützung für Syrien ist ein Streitpunkt in den Beziehungen Moskaus zum Westen, der Moskau deshalb mit Sanktionen belegt hat. Seitdem die syrischen Regierungstruppen mit Unterstützung aus Russland und dem Iran wieder große Teile des Landes unter Kontrolle haben, versucht die Regierung, das Land als sicher darzustellen und Flüchtlinge zur Rückkehr zu bewegen. Die Türkei unterstützt dagegen die Rebellen und hat seinerseits Soldaten nach Syrien verlegt.

Quelle: ntv.de, als/AFP/rts

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