Politik

Göring-Eckardt im "Frühstart" "Sind Auswirkungen der Klimakatastrophe"

Die Fraktionschefin der Grünen im Deutschen Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, zeigt sich betroffen über die Folgen der Unwetter in Deutschland. Die Klimakatastrophe sei schon hier bei uns angekommen, sagt sie im "ntv Frühstart".

Im Westen Deutschlands haben die anhaltenden Unwetter zu einer Katastrophe geführt. Die Fraktionschefin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, weist in dem Zusammenhang auch auf den Klimawandel hin, der in Deutschland angekommen sei. "Es hat Tote gegeben. Das ist etwas, wo ich erstmal mit vollem Herzen bei den Menschen bin, um die es da geht", sagte Göring-Eckardt im "ntv Frühstart". Die Grünen-Politikerin betonte mit Blick auf die zunehmenden Extremwetter-Ereignisse in Deutschland: "Das sind schon Auswirkungen der Klimakatastrophe und das ist ein weiterer Aufruf sich klarzumachen: Das ist schon da, das ist schon hier bei uns."

Göring-Eckardt appellierte daran, nun "dringend Veränderung herbeizuführen" und ins Handeln zu kommen. In Richtung des CSU-Chefs Markus Söder, der zuletzt argumentiert hatte, dass die Grünen nicht bereit seien, Deutschland zu führen, sagte Göring-Eckardt: "Wir sind bereit dazu, es gibt nämlich auch nicht mehr viel Zeit. Alle anderen sind gerade dabei, sich davon zu verabschieden, beherzt die Klimakrise anzugehen. Das Ergebnis haben wir gerade besprochen, auch in unserem Land."

"Menschen müssen über ein Impfangebot stolpern"

Mit Blick auf den zuletzt langsameren Impffortschritt in Deutschland, sprach sich Göring-Eckardt gegen einen erhöhten Druck auf Menschen aus, die sich derzeit nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen. Stattdessen müssten die Menschen "aus dem Haus gehen und über ein Impfangebot stolpern. Das ist jetzt die Aufgabe", so die Fraktionschefin der Grünen. Hier nannte Göring-Eckardt Parkplätze vor Supermärkten, Fußgängerzonen und auch auf dem "Schulhof" für Jugendliche, die geimpft werden können.

Zudem brauche es bessere Informationen, die auch wirklich bei den Menschen ankommen: "Jetzt haben sich alle impfen lassen, die sowieso Bescheid wissen, die sowieso solidarisch sind. Es wird zur sozialen Frage werden und das genau will ich nicht." In der Debatte um Impfanreize hatte sich der Ärztepräsident Klaus Reinhardt dafür ausgesprochen, Ungeimpften ab Herbst keine kostenlosen Corona-Tests mehr anzubieten. Dazu sagte Göring-Eckardt: "Wir sind noch nicht so weit. Erstmal muss man alles das gemacht haben, was möglich ist, bevor man anfängt, welches Druckmittel man denn jetzt einsetzt."

Im Kontext der Lage von Kindern und Jugendlichen erneuerte Göring-Eckardt ihre Forderung nach einem "Kinder- und Schulgipfel." Die Grünen-Politikerin sagte: "Die Situation von Kindern, Jugendlichen und Familien ist so lange im Hintertreffen gewesen, dass man wenigstens jetzt einen großen Gipfel machen muss, um das zu bewältigen." Dieser könne auch "im Rahmen einer Ministerpräsidentenkonferenz" stattfinden, so Göring-Eckardt. Allerdings sei das Zutrauen Göring-Eckardts in eine MPK "aus der Vergangenheit nicht so groß".

Quelle: ntv.de, psa

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