Politik

72-Jähriger stirbt nach Feier Toter Bordellbesitzer siegt in Nevada

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War oft im TV zu sehen: Dennis Hof.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Mit einer klaren Mehrheit kann sich Zuhälter Dennis Hof bei den Regionalwahlen in Nevada gegen die Kandidatin der Demokraten durchsetzen. Er könnte nun also ins Unterhaus des US-Bundesstaates einziehen. Es gibt aber ein Problem: Hof ist tot.

In Nevada ist ein Toter in das Parlament des US-Bundesstaats gewählt worden. Nach Angaben der Wahlseite des sogenannten Silver State setzte sich der Republikaner Dennis Hof im Wahlbezirk 36 mit einer deutlichen Mehrheit von 68 Prozent gegen die demokratische Kontrahentin durch. Das ergab zumindest die letzte Hochrechnung.

Der 72-jährige Bordellbesitzer war allerdings Mitte Oktober nach seiner Geburtstagsfeier tot in seinem Etablissement "Love Ranch Vegas" in Parhump nordwestlich von Las Vegas gefunden worden, wie das "Review-Journal" berichtete.

Die Kandidaten bleiben in den USA auch im Falle ihres Todes auf der Wahlliste stehen, sofern die Partei keine andere Person nominiert. Im Wahlkampf hatte der selbst ernannte "Trump von Pahrump" Steuer-Erlasse und den Schutz des Waffenrechts gefordert, wie das US-Magazin "The New Yorker" über Hof Anfang November schrieb. Sprüche wie "Ich werde für Ihre Waffen kämpfen" waren Bestandteil der Wahlwerbung des Mini-Trumps.

Zuvor war gegen Hof wegen Menschenhandels und mutmaßlicher Vergewaltigung ermittelt worden. In Nevada waren die Auszählungen am Mittwochmorgen (Ortszeit) noch nicht komplett abgeschlossen. Sobald die Sieger der Wahlbezirke offiziell erklärt werden, bleibe Hofs Sitz zunächst vakant, schrieb das "Review-Journal". Später werde eine Kommission aus den drei Countys des Wahlbezirks Nye, Lincoln und Clark einen Nachfolger benennen.

Hof ist ein durchaus prominenter Kandidat. Einst war er Tankstellenbesitzer, später dann mehrfacher Bordellbetreiber. Er trat öfters im Fernsehen auf. Hof wurde aber auch immer wieder scharf kritisiert: Ihm wurden Betrug und sexuelle Nötigung vorgeworfen.

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Quelle: n-tv.de

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