Politik

Attacke gegen Vater von Ted Cruz Trump zieht Verbindung zu Kennedy-Mörder

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Im Gegenzug zu der Attacke auf seinen Vater nennt Ted Cruz seinen Konkurrenten einen "pathologischen Lügner".

(Foto: dpa)

Die Schlammschlacht zwischen Donald Trump und seinem Konkurrenten Ted Cruz geht in die nächste Runde. Opfer der neuerlichen Verbalattacke ist diesmal der Vater von Cruz: Die Retourkutsche folgt allerdings umgehend.

Der US-Vorwahlkampf der Republikaner hat noch einmal an Schärfe und Bitterkeit zugelegt. Präsidentschaftsbewerber Donald Trump griff eine Meldung des Boulevardblattes "National Enquirer" auf und brachte den Vater seines Erzrivalen, Rafael Cruz, mit dem Attentäter von John F. Kennedy in Verbindung.

Ted Cruz reagierte überaus empört, nannte Trump einen "pathologischen Lügner" und warnte, die USA könnten in einen Abgrund stürzen, sollte Trump zum Präsidenten gewählt werden. Zur neuerlichen verbalen Eskalation kam es während der möglicherweise entscheidenden Vorwahl im Bundesstaat Indiana. Räumt Trump dort ab, hätte Cruz kaum noch Chancen, dem Multimilliardär die Nominierung als Spitzenkandidat streitig zu machen.

Trump übernahm in einem Telefoninterview des Senders Fox News die Darstellung des "Enquirer", Rafael Cruz sei kurz vor dem Mord an Kennedy mit dem Attentäter Lee Harvey Oswald zusammen gewesen. Dem Blatt zufolge zeigt ihn ein Bild mit Oswald beim Verteilen von Pro-Fidel-Castro-Flugblättern in New Orleans im Jahr 1963 - ein paar Monate vor Kennedys Ermordung in Dallas. "Was hatte er mit Lee Harvey Oswald zu schaffen, kurz vor dem Tod?" fragte Trump. "Es ist schrecklich." Das Wahlkampfbüro hat den Aussagen des "Enquirer" allerdings widersprochen und mitgeteilt, der Mann auf dem Foto sei nicht Rafael Cruz.

In der Vergangenheit hatte sich Rafael Cruz in den Augen von Trump unbeliebt gemacht als er die christliche Wählerschaft dazu aufgefordert hatte, für seinen Sohn und nicht für den "bösen Trump" zu stimmen. Frühere Aussagen Trumps bezeichnete Cruz in dem Zusammenhang als "respektlos" und "schrecklich". Wie die Zeitung "The Examiner" berichtet, soll Cruz Senior sich in den vergangenen Tagen mehrfach mit Pastoren in Indiana getroffen haben, die sich im Anschluss auf die Seite des Texaners Cruz schlugen.

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa

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