Politik

Widerstand stärker als gedacht USA: Kreml-Truppen laufen Zeitplan hinterher

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Die russischen Truppen kommen in der Ukraine langsamer voran als gedacht.

(Foto: picture alliance/dpa/Sputnik)

Die russische Offensive in der Ukraine verläuft schleppend. Das Pentagon glaubt, dass die Truppen Moskaus bereits "ein paar Tage" hinter ihrem Zeitplan zurückliegen. Das liege auch am hartnäckigen Widerstand, heißt es aus Washington. Ähnlich äußert sich auch der Generalinspekteur der Bundeswehr.

Die US-Regierung geht davon aus, dass Russland bei seinem Angriff auf die Ukraine "hinter dem Zeitplan zurückliegt". Die russischen Soldaten seien auf Widerstand gestoßen, mit dem sie nicht gerechnet hätten, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. "Wir glauben, dass sie ein paar Tage hinter dem zurückliegen, was sie erwartet haben." Allerdings sei es gefährlich, da etwas hineinzuinterpretieren oder etwas zu prognostizieren, warnte Kirby. Er sagte außerdem, dass die US-Regierung aktuell keine Bedrohung für Nato-Alliierte durch die russische Armee sehe.

Ähnlich äußerte sich auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn. "Was wir erleben, ist ein sehr tapfer kämpfendes Heer der ukrainischen Streitkräfte, unterstützt durch die Zivilbevölkerung und durch eine kluge Aufstellung", sagte Deutschlands ranghöchster Soldat am Abend im ZDF. Die Ukraine habe sich lange auf diesen Angriff vorbereiten können. "Insofern stockt im Moment das Vordringen der russischen Streitkräfte", sagte Zorn. Bisher sei allerdings erst etwa ein Drittel der an der ukrainischen Grenze aufmarschierten russischen Soldaten in dem angegriffenen Land im Einsatz.

"Das heißt, es sind noch Kräfte, wir nennen das zweite und dritte Welle, verfügbar", sagte Zorn. Man gehe davon aus, dass diese mit Unterstützung durch Artillerie und durch Luftwaffe eingesetzt würden. Erwartet würden dann auch entsprechend mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung.

Kirby betonte: "Wir werden den ukrainischen Streitkräften zur Seite stehen, so wie wir es getan haben, so wie es andere Nato-Verbündete getan haben. Und wir werden weiterhin Wege finden, um ihnen zu helfen, sich selbst zu verteidigen." Er werde aber keine "Inventarliste" bekanntgeben, da dies für die Sicherheit der Ukrainer nicht nützlich wäre.

Weiter bekräftigte Kirby, dass eine diplomatische Lösung weiterhin möglich sei, wenn Russlands Präsident Wladimir Putin das wolle. "Es gibt nichts anderes als vielleicht seine eigene Sturheit, die Herrn Putin davon abhält, hier das Richtige zu tun." Es sehe danach aus, als wolle Putin diesen Weg nicht wählen, so Kirby. Er übe Gewalt gegen einen Nachbarstaat aus, "der für ihn keine Bedrohung darstellt".

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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