Frisch verheirateter Kohlschreiber verliert Tennis-Match

Für Philipp Kohlschreiber dürfte es wohl etwas früher in die Flitterwochen gehen: Wenige Stunden nach seiner Hochzeit scheiterte der Titelverteidiger beim ATP-Tennisturnier in Kitzbühel in seiner Auftaktpartie. Nach einem Freilos in der ersten Runde unterlag der 34 Jahre alte Augsburger dem Usbeken Denis Istomin 7:5, 3:6, 1:6. Vor dem Match hatte Kohlschreiber in seiner österreichischen Wahlheimat seine langjährige Freundin Lena geheiratet.
Auch in Hamburg hatte Kohlschreiber zuletzt gleich verloren. Beim Sandplatz-Turnier in Kitzbühel, das er vor einem Jahr gewann, trat der Davis-Cup-Spieler nach Halsschmerzen angeschlagen an.
Der Weltranglisten-29. verpasste damit ein Viertelfinal-Duell mit Maximilian Marterer. Der 23-Jährige aus Nürnberg gewann sein Achtelfinale gegen den Kasachen Michail Kukuschkin 6:3, 6:4. Im Kampf um einen Platz im Halbfinale trifft er nun auf den Qualifikanten Istomin.
Deutsche Hockey-Damen verlieren WM-Viertelfinale
Die deutschen Hockey-Damen haben das Halbfinale bei der Weltmeisterschaft in London verpasst. Der favorisierte Olympia-Dritte scheiterte überraschend im Viertelfinale mit 0:1 (0:0) am Außenseiter Spanien. Den Siegtreffer für den Weltranglisten-Elften erzielte Carmen Cano (54. Minute). Für das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger war es nach einer verlustpunktfreien Vorrunde, in der die Deutschen Spanien noch mit 3:1 besiegt hatten, die erste Niederlage.
Die "Red Sticks" treffen nun am Samstag im Halbfinale auf den Sieger der Begegnung Irland gegen Indien. Deutschland hatte zuletzt bei der WM 2010 in Rosario/Argentinien unter den besten vier Nationen gestanden.
Vom FC nach Moskau: Polizei ermittelt wegen Rausch-Transfer

Die russische Polizei ermittelt gegen die frühere Klubleitung von Dynamo Moskau wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten beim Transfer des ehemaligen Bundesligaprofis Konstantin Rausch. Das bestätigte der Moskauer Fußballverein der Agentur R-Sport. Der Verteidiger war im Januar vom 1. FC Köln zu Dynamo gewechselt, um seine Chance auf einen WM-Einsatz für das russische Nationalteam zu erhöhen.
Bei dem Transfer zahlte Dynamo eine Vermittlungsgebühr an eine Firma, die angeblich dem damaligen Generaldirektor Jewgeni Murawjow nahestand. Murawjow wurde kurz darauf entlassen. Der Verein überprüfte intern den Vorgang und übergab das Ergebnis der Justiz. Die Kölner Klubführung habe Dynamo schriftlich versichert, dass nach ihrem Wissen in den Transfer keine Vermittlungsfirma eingeschaltet gewesen sei, meldete R-Sport.
Zehnkämpfer Kazmirek verpasst seine Heim-EM

Nach Zehnkampf-Vizeweltmeister Rico Freimuth hat auch der WM-Dritte Kai Kazmirek seine Teilnahme an der Leichtathletik-EM in der kommenden Woche in Berlin (6. bis 12. August) abgesagt. Während Freimuth wegen Motivationsproblemen fehlt, muss Kazmirek kurzfristig aufgrund muskulärer Probleme passen.Ärzte und Trainer hätten keine Chance mehr auf einen "risikofreien Einsatz" gesehen, teilte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mit. "Das ist natürlich tragisch", sagte Idriss Gonschinska, Leitender Direktor Sport im DLV: "Jetzt haben wir zwei Medaillengewinner der WM in London im Mehrkampf nicht im Team."
Für Kazmirek rückt der 20 Jahre alte Niklas Kaul in den deutschen EM-Kader. Er gilt als großes Talent, war 2016 U20-Weltmeister und ist auch U20-Weltrekordhalter. Zudem werden in Berlin Arthur Abele und Mathias Brugger an den Zehnkampf-Start gehen.
Italien bewirbt sich mit Trio um Olympia 2026
Italien bewirbt sich mit der Alpenortschaft Cortina, Mailand und Turin um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026. Das gab das Nationale Olympischen Komitee CONI bekannt. Beim "innovativen Projekt" werde keine Stadt Spitzenkandidat sein. Zuvor hatten Cortina und Mailand eine gemeinsame Bewerbung angestrebt, Turin hatte sich eine Einzelkandidatur vorbehalten. Nun bemühen sich die drei Orte also gemeinsam um den Zuschlag.
Die Skiwettbewerbe sollen unter anderem in Sestriere bei Turin und in der Valtellina-Region nördlich von Mailand ausgetragen werden. In Mailand selbst sind Curling, Eishockey, Shorttrack, Eisschnelllauf und Eiskunstlauf vorgesehen. In Val di Fiemme nahe Cortina sind die Austragung der Wettbewerbe im Skispringen und in der Nordischen Kombination geplant.
Videobeweis: Jahrhunderttalent "Koko" trägt Medaillen-Hoffnungen
Mit fünf Jahren fing sie an, nun läuft sie mit der Leichtathletik-Elite um Medaillen - und trägt die deutschen Hoffnungen bei der anstehenden Europameisterschaft in Berlin: n-tv trifft Konstanze "Koko" Klosterhalfen und lernt den Menschen hinter dem sportlichen Jahrhunderttalent kennen.
Jahrhunderttalent "Koko" trägt Leichtathletik-Hoffnung
DFL-Boss zur Özil-Affäre: DFB-Reformen ja, Rücktritte nein

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die Führung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen die Kritik in der Affäre um Mesut Özil verteidigt. "Ich sehe keinen Grund für irgendeinen Rücktritt. Ich habe aber verstärkt den Eindruck, dass es durchaus innerhalb des DFB möglicherweise Akteure gibt, die daraus gerne einen Anlass kreieren würden", sagte Seifert in seinem ersten Statement nach dem historischen WM-Aus bei der Weltmeisterschaft in Russland in Frankfurt am Main. Es gebe beim DFB zwar Reformbedarf, "allerdings eher mit Blick auf die Strukturen", fügte Seifert an.
Der 49 Jahre alte Seifert verteidigte den DFB vor allem gegen die Rassismus-Anschuldigungen. "Ich finde es völlig abwegig, handelnde Personen in Richtung Rassismus zu positionieren", sagte der DFL-Boss. Das Thema Migration und Integration habe während der WM beinahe sogar die deutsche Bundesregierung zerbrechen lassen, erinnerte Seifert. "Es wäre vom DFB schon sehr viel verlangt, wenn man so ein aufgeladenes und komplexes Thema gänzlich fehlerfrei behandelt."
Abfuhr für Vidal? Inter flirtet mit WM-Star Modric

Erst ein Leihgeschäft, dann die dauerhafte Verpflichtung: So sollte der Wechsel von Mittelfeldkämpfer Arturo Vidal vom FC Bayern zu Inter Mailand vonstatten gehen. Angeblich ist zwischen den Klubs sogar schon alles geklärt, verlautete kürzlich aus Italien. Nun verlautet allerdings, ebenfalls aus Italien: Der Vidal-Wechsel könnte noch platzen. Falls Inter nämlich Luka Modric von Real Madrid bekommen kann. Der 32-jährige Mittelfeldstratege, bei der WM zum besten Spieler des Turniers gewählt, soll laut transfermarkt.de der eigentliche Wunschspieler der Mailänder sein, heißt es unter Berufung auf den italienischen Transferexperten Gianluca di Marzio.
Demnach soll es sogar schon einen ersten Kontakt zu den Beratern von Modric gegeben haben, dessen Vertrag in Madrid noch bis 2020 läuft. In den kommenden Tagen sollen sie intensiviert - und Vidal abgesagt werden, falls die Gespräche erfolgreich verlaufen.
Für Hockenheim gibt's neue Formel-1-Hoffnung

Die Aussichten auf eine Fortführung des Deutschland-GP der Formel 1 sind möglicherweise besser als gedacht. Das deutete der Pressesprecher des Automobilclubs von Deutschland (AvD) an. Laut Malte Dringenberg sei es im Rahmen des Hockenheim-Rennens vor knapp zwei Wochen zu einem Treffen zwischen dem AvD, dem ADAC und den kommerziellen Rechteinhabern der Formel 1, Liberty Media, gekommen - und eine "gewisse Zuversicht" für die Fortführung des Rennens "nicht unbegründet".
Auf beiden Seiten bestehe demnach ein großes Interesse daran, das Rennen zu erhalten. Streitpunkt bleibt weiterhin die Finanzierung des Rennwochenendes. Die Streckenbetreiber wollen das Risiko nicht mehr alleine tragen. Bei den Antrittsgebühren, die im hohen einstelligen Millionenbetrag liegen, sei Liberty den Streckenbetreibern schon entgegengekommen. Laut AvD gebe es noch eine finanzielle Lücke in den Vorstellungen, "diese ist jedoch schließbar". Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer war in Hockenheim ebenfalls vor Ort und signalisierte seine Unterstützung im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Acht DLV-Athleten starten direkt im EM-Halbfinale
Gute Nachrichten für das Aufgebot des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) vor der Leichtathletik-EM in Berlin: Insgesamt acht deutsche Leichtathleten sind über die Sprintdistanzen direkt für das Halbfinale qualifiziert.

Wie der europäische Leichtathletik-Verband EAA mitteilte, sind Hürden-Europameisterin Cindy Roleder, die WM-Dritte Pamela Dutkiewicz sowie die Sprint-Hoffnungen Gina Lückenkemper und Tatjana Pinto sowie im Halbfinale der Heim-EM in Berlin (6. bis 12. August) gesetzt.
Auch Aleixo Platini Menga, Gregor Traber, Luke Campbell und Jessica-Bianca Wessolly müssen nicht in der ersten Runde antreten.
Jeweils die ersten zwölf Athleten der europäischen Jahres-Bestenliste über 100 Meter, 200 Meter, 400 Meter, 100/110 Meter Hürden sowie 400 Meter Hürden sind direkt für das Halbfinale gesetzt.
Wagner erwartet Hammer-Saison mit Huddersfield

Im letzten Jahr starteten Huddersfield Town mit Coach David Wagner als Aufsteiger und "größter Außenseiter aller Zeiten" in die Premier-League-Saison - und hielten sensationell die Klasse. Für die kommende Saison erwartet Wagner einen noch härteren Kampf ums Drinbleiben, denn: "Die finanziellen Unterschiede, die schon im letzten Jahr nicht in unsere Karten gespielt haben, die werden jetzt noch größer. Huddersfield sei weiterhin der Klub mit dem geringsten Etat in der Premier League, betonte der 46-Jährige in der "Sport Bild". Die Aufsteiger Wolverhampton Wanderers und FC Fulham hätten finanzielle Möglichkeiten, "die fernab von unseren Vorstellungskräften liegen".
Trotzdem äußerte sich Wagner, der die Terriers vor einem Jahr nach 45-jähriger Abstinenz zurück in die erste Liga geführt und dort Platz 16 unter 20 Teams belegt hatte, optimistisch. "Wenn wir es wieder schaffen, die Energie und Euphorie in der Stadt, im Stadion und im Verein herzustellen, dann können wir es schaffen."
Bayerns Boateng angeblich mit Tuchels PSG einig

Der Wechsel von Weltmeister Jérôme Boateng zu Paris St. Germain soll kurz bevor stehen. Angeblich ist sich der Noch-Abwehrchef des FC Bayern bereits mit PSG einig. Jetzt müssten sich die von Thomas Tuchel trainierten Franzosen nur noch mit den Münchnern auf eine Ablöse einigen, meldet das Portal parisunited.net.
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte sich kürzlich offen für einen Boateng-Abschied gezeigt. Er wisse auch, dass Boatengs Berater in Kontakt mit PSG stünden, sagte er am Rande der US-Tour: "Etwas Finales ist aber noch nicht entschieden."
Sammer fordert Fußball-Kompetenz in DFB-Spitze

Die Formulierung "Amateure" verwendete Matthias Sammer anders als Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zwar nicht. Aber auch der frühere DFB-Sportdirektor hat die aus seiner Sicht nicht ausreichende Fußball-Kompetenz in den Führungsgremien des DFB deutlich kritisiert - und strukturelle Veränderungen befürwortet. Im DFB müsse wieder mehr über Fußball geredet werden. "Wir brauchen Fußball-Kompetenz in den Top-Positionen", forderte der 50 Jahre alte Ex-Nationalspieler beim Internationalen Trainer-Kongress in Dresden und präzisierte: "Wir brauchen ein paar Leute, die die Identität des Fußballs geprägt haben und wissen, wie Erfolg geht."
Als Beispiel für die Notwendigkeit struktureller Veränderungen nannte er auch die Tatsache, dass Bundestrainer Joachim Löw nicht zur Trainertagung in Dresden erschienen war. Und dass schon vor der Analyse des WM-Scheiterns mit dem peinlichen Vorrunden-Aus festgestanden habe, dass die handelnden Personen im Amt bleiben. Sammer betonte aber auch, dass die Auswertung der WM eine Sache von Qualität, nicht von Geschwindigkeit sein müsse.
Ex-Boxer Schulz zählt junge Talente an

Der ehemalige Profiboxer und Publikumsliebling Axel Schulz hat fehlenden Ehrgeiz bei der neuen Boxergeneration ausgemacht. "Die kümmern sich nur um ihre Facebook-Seite und ihr Instagram-Profil", sagte Schulz der "Sport Bild": "Da freuen sie sich über ein paar Likes. Aber das ist nicht der richtige Weg. Sie müssen verstehen: Leistung im Ring steht über allem."
Der 49-Jährige rät dem Management von jungen Boxern ab, ihre Schützlinge zu früh in Titelkämpfe zu schicken. "Erst einmal müssen sie bescheiden bleiben. Jeder will gleich einen Titelkampf. Das ist Schwachsinn." Schulz fordert, die jungen Boxer sollten "geile Kämpfe machen, in denen es ausgeglichen zugeht". So sollten sie lernen und zugleich die Zuschauer begeistern. Schulz: "Da sollte es egal sein, ob es um irgendwelche Interconti-Titel geht, die eh keinen interessieren."
Tennis-Star Williams kassiert größte Klatsche ihrer Karriere

In ihrem ersten Auftritt nach dem gegen Angelique Kerber verlorenem Wimbledon-Endspiel hat Serena Williams die deutlichste Niederlage ihrer Karriere hinnehmen müssen. Gegen die Britin Johanna Konta verlor Williams in der ersten Runde des WTA-Turniers in San José nach nur 52 Minuten mit 1:6, 0:6. Nachdem sie ihr erstes Aufschlagspiel zum 1:0 gewonnen hatte, ging für die 36-Jährige nichts mehr.
Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin nahm die Klatsche gefasst auf. "Ich weiß, dass ich eine Million Mal besser spielen kann", sagte die ehemalige Weltranglisten-Erste: "Ich habe so viele Dinge im Kopf. Ich habe keine Zeit über so eine Niederlage schockiert zu sein." Ähnlich deutlich hatte Williams zuletzt vor vier Jahren beim 0:6, 2:6 gegen die Rumänin Simona Halep beim Masters in Singapur verloren.
Rummenigge kritisiert "Populismus" bei DFB-Boss Grindel

Eigentlich hat Karl-Heinz Rummenigge "ein gutes Verhältnis zu Herrn Grindel". Was ihn am Präsidenten aber stört: "Er neigt zum Populismus, um öffentlich Beifall zu bekommen. Das hängt womöglich damit zusammen, dass er nicht aus dem Fußball, sondern der Politik kommt." Das sagte der Vorstandschef des FC Bayern in der "Sport Bild", Fußballern ist Populismus ja bekanntlich fremd, und erneuerte damit seine jüngste Kritik. Was Rummenigge außerdem an Grindel stört: "Sein Twittern irritiert die gesamte Fußballbranche. Er sollte eben nicht sofort seine Dinge online kundtun. Das war auch beim Özil-Foto mit Erdogan der Fall: Das Bild war zehn Minuten auf dem Markt, da wurde von Grindel auch schon gezwitschert." Unter @dfb_praesident ist Grindel seit einigen Monaten auf Twitter aktiv.
Auf die Frage, ob Grindel weiter DFB-Präsident bleiben könne, antwortete Rummenigge ausweichend, nämlich: "Jetzt ist es in den nächsten Wochen zunächst einmal wichtig, die Kräfte zu bündeln, damit Deutschland die EM 2024 bekommt. Das würde dem deutschen Fußball sehr helfen. So könnte sich der deutsche Fußball wie 2006 wieder in der Fußballwelt präsentieren."
Rassismus-Skandal: Mancini fliegt aus Schweizer EM-Kader

Sprinter Pascal Mancini ist nach einem Rassismus-Skandal aus dem Schweizer Aufgebot für die Leichtathletik-EM in Berlin (6. bis 12. August) gestrichen worden. Der 29-Jährige hatte auf seinem Facebook-Profil Beiträge mit rechtsextremem Gedankengut verbreitet. Sein Verband entzog Mancini daraufhin "mit sofortiger Wirkung" die Lizenz, weil er gegen eine "unterzeichnete Vereinbarung wie auch gegen den Verhaltenscodex des Verbandes" verstoßen habe. Die Gesinnung des 100-Meter-Spezialisten war dem Verband schon vorher bekannt, nun wurde gegen ihn ein Disziplinarverfahren eröffnet.
Mancini gab sich nach seinem EM-Aus uneinsichtig und stilisierte sich in sozialen Medien als Opfer: "Sie werden nie das brennende Feuer der Wahrheit auslöschen, das in mir brennt."
RB Leipzig will für Bayern-Star seine Transferregeln brechen

Bis Julian Nagelsmann zur Saison 2019/20 als Trainer bei RB Leipzig übernimmt, regiert dort bekanntlich Ralf Rangnick als Coach und Sportdirektor in Personalunion durch. Ein großer Vorteil: Interne Abstimmungen über Transferziele entfallen, was sich im Fall von Nationalspieler Sebastian Rudy als äußerst nützlich erweisen könnte. Der WM-Teilnehmer vom FC Bayern soll nämlich laut "Sport Bild" der absolute Wunschspieler von Rangnick sein, der ihn deshalb gern nach Leipzig lotsen würde. Demnach gab es bereits ersten Kontakt mit Rudys Management.
Das Problem: Mit 28 Jahren und seinem mutmaßlich üppigen Bayern-Gehalt ist Rudy ein Spieler, den RB laut seiner Transferregeln gar nicht verpflichten dürfte. Die Leipziger Philosophie besagt nämlich, keine Spieler zu kaufen, die älter als 24 Jahre sind. Zudem soll das Maximalgehalt für einen Spieler die Grenze von rund vier Millionen Euro nicht überschreiten. Aber: Laut "Sport Bild" ist der Trainer Rangnick mit dem Sportdirektor Rangnick überein gekommen, Rudy zur Ausnahme der internen RB-Transferregeln zu machen. Beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Hoffenheim.
Völlig offen ist allerdings, ob Rudy nach nur einer Saison in München überhaupt schon nach Leipzig wechseln würde. Nach seinem ablösefreien Wechsel aus Hoffenheim im Sommer 2017 war Rudy in den wichtigen Spielen der vergangenen Saison nicht wie erhofft zum Einsatz gekommen. Sein Vertrag in München läuft aber noch bis 2020.
Update, 11:16 Uhr: Leipzigs Rangnick dementiert - und zwar so: "Unabhängig davon, ob Sebastian Rudy ein sehr guter Spieler ist - wie soll das für uns darstellbar sein? Damit beantwortet sich dieses Gerücht von selber. Darüber hinaus steht es einem nicht zu über Spieler anderer Vereine zu sprechen."
Hockey-Träume, RB will Bayern-Star, Schalker Bewährung
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
Frankreich fantastique, Kerber küsst, Thomas beseelt
Mourinho-Maulereien und Ein-Euro-Trainerablösen beim FC Bayern schön und gut: Der sportliche Höhepunkt dieses Mittwochs steigt natürlich in London. Ab 19 Uhr spielen die deutschen Hockey-Frauen dort um den Einzug ins WM-Halbfinale. Gegnerinnen sind zum zweiten Mal bei dieser WM die Spanierinnen, die in der Vorrunde mit 3:1 besiegt wurden. Weil auch die anderen beiden deutschen Vorrundenspiele mit Siegen endeten, geht das Team von Xavier Reckinger mit ordentlich Selbstvertrauen ins Spiel.
Was wird sonst noch wichtig?
In Champions und Europa League laufen die Qualifikationen. In der CL stehen neun Drittrunden-Rückspiele an, in der Europaliga eines. CS Fola Esch braucht dort gegen KRC Genk ein Fußballwunder, um das 0:5 aus dem Hinspiel noch zu drehen.
RB Leipzig will angeblich beim FC Bayern wildern. Wen genau die Sachsen gern aus München abwerben wollen, verraten wir ihnen in Bälde.
Amine Harit von Fußball-Bundesligist Schalke 04 ist nach seinem Autounfall im Juni in Marrakesch zu einer viermonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, berichten marokkanische Medien. Zudem muss der 21-Jährige eine Geldstrafe von 8600 Dirham, umgerechnet 780 Euro, zahlen. Harit war im Juni, kurz nach dem Ausscheiden Marokkos bei der WM in Russland, in seiner Heimat in einen Unfall mit Todesfolge verwickelt gewesen. Er hatte mit seinem Fahrzeug einen 30 Jahre alten Fußgänger erfasst und tödlich verletzt.
Falls es Ihnen gestern entgangen ist: Am Donnerstag starten in Glasgow die European Games, bei denen sieben Sportarten gegen Fußball kämpfen. Wie und warum, könnten Sie hier noch einmal nachlesen.
In diesem Sinne: In die Startblöcke - und ab!