Neuer erklärt Protest gegen FIFA - und macht sich über neue Binde lustig
Kapitän Manuel Neuer hat die viel beachtete Geste der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Richtung FIFA mit den Werten des Teams begründet. "Wir lassen uns vielleicht die Binde nehmen, aber wir lassen uns niemals unsere Stimme nehmen. Und unsere Werte", sagte Neuer nach dem 1:2 gegen Japan. Die DFB-Profis hatten sich beim Mannschaftsfoto unmittelbar vor dem Anpfiff als Reaktion auf das Verbot der "One Love"-Kapitänsbinde demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten.
"Wir stehen für Menschenrechte ein. Das wollten wir damit zeigen", sagte Neuer, der mit einer von der FIFA vorgegebenen Kapitänsbinde aufgelaufen war. Die Idee sei im Mannschaftskreis entstanden. "Wir wollten unbedingt was machen, und wir haben überlegt, was man machen kann. Uns war klar, dass wir ein Zeichen setzen wollten", sagte Neuer. "Das ist ein Fingerzeig."
Das kurzfristige Verbot der "One Love"-Binde erst am Montag sei "vom Timing her" für ihn "Wahnsinn" gewesen, sagte der Bayern Torwart. Dass die FIFA-Binde bei ihm immer mal wieder kaum zu sehen war, begründete der DFB-Kapitän mit, dass diese so locker gesessen habe. "Guter Hersteller", sagte Neuer.
Spanisches Supertalent ist jetzt drittjüngster Torschütze der WM-Geschichte
Spaniens Supertalent Gavi ist mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 5:0 gegen Costa Rica (7:0) der jüngste WM-Torschütze seit Pele. Der Mittelfeldspieler war bei seinem Tor am Mittwoch 18 Jahre und 110 Tage alt, der brasilianische Superstar hatte bei der WM 1958 im Alter von 17 Jahren und 239 Tagen getroffen. Im Gesamtranking der jüngsten WM-Torschützen schob sich Gavi auf Rang drei, neben Pele war auch der Mexikaner Manuel Rosas im Jahr 1930 mit 18 Jahren und 93 Tagen etwas jünger.
Die jüngsten Torschützen bei einer WM
1. Pele (Brasilien) 17 Jahre und 239 Tage/WM 1958
2. Manuel Rosas (Mexiko) 18 Jahre und 93 Tage/WM 1930
3. Gavi (Spanien) 18 Jahre und 110 Tage/WM 2022
4. Michael Owen (England) 18 Jahre und 190 Tage/WM 1998
5. Nicolae Kovacs (Rumänien) 18 Jahre und 197 Tage/WM 1930
6. Dimitri Sitschew (Russland) 18 Jahre und 231 Tage/WM 2002
7. Lionel Messi (Argentinien) 18 Jahre und 357 Tage/WM 2006
8. Julian Green (USA) 19 Jahre und 25 Tage/WM 2014
9. Divock Origi (Belgien) 19 Jahre und 65 Tage/WM 2014
10. Martin Hoffmann (DDR) 19 Jahre und 88 Tage/WM 1974
DFB-Zentrale mit schwarzer Farbe besprüht
Klimaaktivisten der "Letzten Generation" haben schwarze Farbe an die Fassade des Campus des Deutschen Fußball-Bunds in Frankfurt gesprüht. "Schwarz wie das Öl, das Deutschland von blutigen Regimen einkauft", teilte die Protestgruppe zu ihrer Aktion vor dem 1:2 Deutschlands gegen Japan bei der Weltmeisterschaft in Katar mit.
WM-Auftakt wird für DFB-Elf zur "Vollkatastrophe"Im Kontext der WM solle damit gegen "blutige Deals der Bundesregierung und großer Konzerne wie der FIFA ein Zeichen" gesetzt werden. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Aktivisten vorübergehend festgenommen. Gegen sie werde wegen Sachbeschädigung ermittelt.
Mit Blick auf den umstrittenen WM-Gastgeber Katar und das Turnier fragte die "Letzte Generation": "Was ist das für Spaß? Was ist das für ein Spiel, wenn es auf dem Rücken des globalen Südens, auf dem Rücken der Armen, auf dem Rücken unserer Zukunft ausgetragen wird?"
Unfall während des Spiels: WM-Expertin trauert um ihre Mutter
Die WM-Fernsehexpertin Nadia Nadim trauert um ihre Mutter. Wie die ehemalige dänische Fußball-Nationalspielerin bei Instagram berichtete, kam ihre Mutter am Dienstag bei einem Unfall ums Leben, während Nadim beim britischen TV-Sender itv als Expertin für die WM-Partie zwischen Dänemark und Tunesien zu Gast war. Nach dem Spiel fehlte die 34-Jährige bei der anschließenden Diskussionsrunde.
"Worte können nicht beschreiben, was ich fühle", schrieb die ehemalige Spielerin von Manchester City und Paris Saint-Germain. "Ich habe die wichtigste Person in meinem Leben verloren und es passierte so plötzlich und unerwartet. Sie war erst 57." Demnach wurde Hadima Nadim von einem Lastwagen angefahren und dabei tödlich verletzt.
Als Kind hatte Nadia Nadim, die in Afghanistan geboren und aufgewachsen ist, bereits ihren Vater verloren. Er war General in der afghanischen Armee und wurde im Jahr 2000 von den Taliban getötet. Daraufhin floh Nadim mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Dänemark, wo sie als Teenagerin mit dem Fußballspielen begann.
Red Bull macht Verpflichtung von neuem Fahrer offiziell
Der australische Formel-1-Pilot Daniel Ricciardo kehrt zu Red Bull zurück, wenn auch nur als Zuarbeiter für Weltmeister Max Verstappen und Sergio Perez. Wie der Rennstall bekannt gab, soll der 33-Jährige im kommenden Jahr bei Tests und Simulationsarbeiten sowie bei kommerziellen Aktivitäten zum Einsatz kommen.
"Für mich persönlich ist es sehr reizvoll, für das beste Team der Formel 1 meinen Beitrag zu leisten, während ich gleichzeitig etwas Zeit habe, meine Akkus aufzuladen und mich neu zu fokussieren", sagte Ricciardo. Der 232-malige Grand-Prix-Starter hat bei McLaren nach zwei schwierigen Jahren für die kommende Saison keinen Vertrag mehr erhalten. Bei Red Bull fuhr er von 2014 bis 2018 und feierte in dieser Zeit sieben seiner acht Grand-Prix-Siege.
Mund-zu-Geste: FIFA verzichtet auf Strafe gegen DFB-Profis
Die viel beachtete Mund-zu-Geste vor Deutschlands WM-Start gegen Japan (1:2) wird keine Folgen für die Nationalspieler haben. Das teilte der Fußball-Weltverband FIFA wenige Stunden nach der Begegnung mit, zuvor hatte die Disziplinar-Kommission darüber beraten. Das deutsche Team hatte auf die Verbotspolitik der FIFA reagiert, vor dem Anpfiff in Ar-Rayyan stellte sich die Startelf vor den Augen von FIFA-Präsident Gianni Infantino zum Teamfoto auf, alle Spieler hielten sich dabei demonstrativ den Mund zu.
Im Fernsehen war die Aktion nur von der Seite zu sehen, das Weltbild zeigte sie nicht. Vorausgegangen war eine tagelange Diskussion um die "One Love"-Binde - diese trug Bundesinnenministerin Nancy Faeser demonstrativ auf der Tribüne. Die FIFA hatte den europäischen Nationen, deren Kapitäne die bunte Armbinde tragen wollten, mit Sanktionen gedroht. Der DFB, Bundestrainer Hansi Flick und die Politik reagierten empört.
Video-Highlights: WM-Auftakt wird für DFB-Elf zur "Vollkatastrophe"
WM-Auftakt wird für DFB-Elf zur "Vollkatastrophe"
Zunächst sieht alles nach einem erfolgreichen WM-Start für die deutsche Nationalmannschaft auf. Vom Punkt erzielt İlkay Gündoğan den Führungstreffer. Doch der Gegner aus Japan gibt sich nicht geschlagen - und belohnt sich kurz vor Schluss. Nun wartet Spanien als nächster Gegner.
Matthäus äußert Unverständnis über das, was Bundestrainer Flick macht
Lothar Matthäus hat nach der deutschen Auftaktpleite bei der Fußball-WM in Katar gegen Japan (1:2) Kritik an seinem Freund Hansi Flick geübt. "Ich stehe immer zu Hansi, aber ich habe in dem Spiel einiges nicht verstanden. Der Bundestrainer muss sich Fragen gefallen lassen", sagte der deutsche Rekordnationalspieler der "Bild".
Konkret: "Zum Beispiel die Frage nach der Aufstellung der Außenverteidiger. Warum spielt Kehrer nicht, der zuletzt immer gespielt hat? Die Gegentore fielen über Außen. Süle ist kein Außenverteidiger." Der Dortmunder hatte auf der rechten Seite etwas überraschend den Vorzug vor Kehrer (West Ham United) erhalten. Matthäus weiter über die wacklige Defensive: "Beim 1:2 steht Raum viel zu weit vorn, Verteidiger sind aber zum Verteidigen da. Dann wirkt Schlotterbeck überrascht, geht nicht aggressiv genug hin, Süle hebt das Abseits auf."
Alles rund um den enttäuschenden WM-Auftakt der DFB-Elf
Hoeneß greift DFB an und poltert gegen FIFA und Infantino
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Zusammenhang mit der "One Love"-Armbinden-Affäre Mutlosigkeit vorgeworfen. Die DFB-Führung habe sich "zu weit aus dem Fenster gelehnt mit der Ankündigung, konsequent zu sein, das Thema konsequent durchzuziehen. Und das haben sie am Ende nicht gemacht", sagte der Weltmeister von 1974 im Interview mit RTL Direkt und RTL Nachtjournal spezial.
Man hätte wissen müssen, dass der Weltverband FIFA laut Statuten die Binde bestimmen könne. "Sie haben nicht den Mut gehabt, der FIFA die Stirn zu zeigen. Das wäre dringend notwendig gewesen, denn für mich ist Gianni Infantino eine große Katastrophe für den Weltfußball, und da wäre eine wunderbare Chance gewesen, ihm zu zeigen: Bis hierher und nicht weiter", betonte Hoeneß.
Bericht: DFB-Trikot ist nicht so umweltfreundlich wie angekündigt
Das Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Katar ist nach Recherchen der "Zeit" und des Medien-Startups "Flip" offenbar nicht so nachhaltig wie vom Hersteller Adidas angegeben. Die Umweltschutz-Organisation "Parley for the Oceans" stellt deshalb sogar ihre Zusammenarbeit mit dem Konzern infrage.
Beide Medien hatten zuvor Lieferketten des Materials recherchiert und Wissenschaftler der Universität Hamburg mit einer Untersuchung der Trikots beauftragt. Das Ergebnis: Bei den ersten fünf Waschgängen verliere der schwarz-weiße Dress im Schnitt 68.000 Mikroplastik-Fasern. "Das ist wirklich beeindruckend schlecht", zitierte die "Zeit" die Leiterin der Forschungsgruppe Mikroplastik an der Uni Hamburg, Elke Fischer. "Diese Fasern landen mit dem Abwasser aus unseren Waschmaschinen in den Kläranlagen, die nicht in der Lage sind, das alles herauszufiltern. Damit geht es über die Flüsse direkt in unsere Meere."
Adidas nutzt bei der Produktion von Trikots und anderen Sportartikeln recycelten Plastikmüll. "Als Teil unserer Nachhaltigkeitsbemühungen arbeiten wir intensiv daran, Mikrofaserabrieb zu vermeiden", sagte ein Adidas-Sprecher.
Deutscher Schiedsrichter wartet bislang vergeblich auf WM-Einsatz
Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert muss weiter auf seinen ersten Einsatz bei der Fußball-WM in Katar warten. Auch für die Spiele am sechsten Turniertag am Freitag ist der Berliner vom Weltverband FIFA nicht berücksichtigt worden.
Seine drei weiblichen Kolleginnen wurden ebenfalls erneut nicht nominiert.
"Einen großen Hals auf die FIFA": Infantino lässt Hitzlsperger ausrasten
Die ehemaligen Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger und Bastian Schweinsteiger haben als TV-Experten ihren Unmut über die eskalierte Diskussion über die "One Love"-Kapitänsbinde und den Weltverband FIFA kund getan. "Mittlerweile habe ich nur noch einen großen Hals auf die FIFA", sagte Hitzlsperger in der ARD und fügte hinzu: "Ich finde es unfassbar, was sie sich herausnehmen."
FIFA-Präsident Gianni Infantino wisse "ganz genau, dass Europa gespalten ist. Er nutzt es bis zum letzten Tag aus. Ich finde es unterirdisch, dass die FIFA so tut, als wäre sie ein wohltätiger Verband. Es ist eine so desolate, disfunktionale Organisation, dass ich mich darüber aufregen muss."
Der frühere Weltmeister Schweinsteiger sah eine "katastrophale Machtdemonstration" und fühlte vor allem mit seinen ehemaligen Kollegen mit. "Ich muss schon sagen: Das ist nicht die Schuld der Spieler. Sie wollten die Binde tragen. Das finde ich ein Unding, die FIFA hätte die Binde zulassen sollen und fertig."
Die frühere Nationalspielerin Tabea Kemme nahm aber auch den DFB in die Pflicht. "Es zeigt einfach, inwiefern wir Haltung zeigen", sagte sie: "Sobald es unangenehm wird, gehen wir einen Schritt zurück. Wir sind enttäuscht, aber es ist keine Überraschung. Wir wissen, wie das System funktioniert."
Faeser zeigt sie deutlich: Mit "One Love"-Binde auf der Tribüne

Bundesinnenministerin Nancy Faeser trägt beim WM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Japan die für DFB-Kapitän Manuel Neuer verbotene "One Love"-Binde. Die SPD-Politikerin zeigte die Binde, die sie zunächst unter ihrem pinken Blazer trug, im Verlauf der ersten Halbzeit, als sie den Blazer auszog.
Gemeinsam mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf verfolgt Faeser die Partie.
Vor dem Anpfiff waren beide auch mit FIFA-Präsident Gianni Infantino zusammengetroffen. Der DFB hatte die FIFA für das "One Love"-Verbot scharf kritisiert.
Na, erinnern Sie sich an diese Spiele?
Die größten Blamagen und Sensationen der WM-Geschichte
Die argentinische Fußball-Nationalmannschaft hat sich in Katar gegen den krassen Außenseiter Saudi-Arabien eine der ganz großen Blamagen bei Weltmeisterschaften geleistet. Die Liste der Sensationen ist lang und auch deutsche Mannschaften sind immer wieder beteiligt.
FIFA verhindert Flick-Interview: Deutscher Reporter in Rage
Ein geplatztes Interview mit Bundestrainer Hansi Flick hat TV-Reporter Thomas Wagner schwer in Rage versetzt. "So ein Chaos habe ich in 25 Jahren als Reporter noch nie erlebt", wetterte der MagentaTV-Journalist kurz vor dem Anpfiff des WM-Auftaktspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Japan. Eigentlich sei alles mit der Medienabteilung des Deutschen Fußball-Bundes für den kurzen Termin mit Flick besprochen gewesen, dann habe kurzfristig ein Vertreter des Weltverbands FIFA interveniert. "Das ist schon bemerkenswert", sagte Wagner.
Der FIFA-Abgeordnete habe erklärt, am Spielfeldrand dürfe das Interview nicht stattfinden. Als Wagner in die Katakomben eilte, sei dort keine Kamera für ihn vorgesehen gewesen. Ein weiterer Versuch, Flick doch noch auf dem Rasen zum Gespräch zu bekommen, sei auch gescheitert. "Jetzt stehe ich hier alleine", stellte Wagner konsterniert fest und schimpfte: "35 Leute in FIFA-Anzügen und keiner weiß, was zu tun ist."
Hand vor den Mund: Das ist das Statement des DFB an die FIFA

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat vor ihrem WM-Auftaktspiel gegen Japan ein Zeichen gegen den Weltverband FIFA und dessen Verbotspolitik gesetzt. Unmittelbar vor dem Abpfiff im Khalifa International Stadium von Ar-Rayyan stellte sich die deutsche Startelf zum Teamfoto auf - alle hielten sich dabei demonstrativ den Mund zu.
Im Weltbild war die Aktion nur von der Seite zu sehen. Vorausgegangen war eine tagelange Diskussion um die "One Love"-Binde. Die FIFA hatte den europäischen Nationen, deren Kapitäne die bunte Armbinde tragen wollten, mit Sanktionen gedroht. Der Deutsche Fußball-Bund, Bundestrainer Hansi Flick und die Politik reagierten empört.
Noch ist es ein Unbekannter: Windhorst findet Käufer für Hertha-Anteile
Lars Windhorst hat einen Käufer für seine Anteile am Fußball-Bundesligisten Hertha BSC gefunden. "Wir sind fündig geworden. Wir sind positiv überrascht, dass es so schnell gegangen ist", sagte der 46-Jährige auf dem Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung" in Berlin.
Windhorst war mit seinem Unternehmen Tennor 2019 bei dem Berliner Klub eingestiegen und hatte im Laufe der Zeit 67 Prozent der ausgegliederten Profiabteilung für 374 Millionen Euro erworben. Nach zahlreichen Streitereien hatte er Anfang Oktober erklärt, sein Investment bei Hertha zu beenden und seine Anteile zu verkaufen.
Windhorst wollte den Namen des Käufers noch nicht nennen, kündigte aber eine zeitnahe Information an. "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagte der Unternehmer einen Tag nach seinem 46. Geburtstag. Die schnelle Lösung führte Windhorst auf sein "gutes Netzwerk" zurück, "das ich seit 30 Jahren intensiv pflege".
Hertha besitzt ein Vorkaufsrecht auf die Anteile, dürfte aber aufgrund der wirtschaftlichen Situation für einen Rückkauf allerdings nicht infrage kommen.
WM-Pech des FC Bayern immer heftiger: Verteidiger muss mit Trage vom Platz
Bei der Fußball-WM in Katar hat sich der nächste Profi des FC Bayern München verletzt. Einen Tag nach dem Kreuzbandriss des Franzosen Lucas Hernandez musste der marokkanische Außenverteidiger Noussair Mazraoui am Mittwoch im Spiel gegen Kroatien nach rund einer Stunde angeschlagen vom Feld. Der 25-Jährige zog sich die Blessur offenbar bei einem Kopfball zu. Nach einer Behandlung spielte Mazraoui zunächst weiter, musste kurz darauf aber mit einer Trage vom Platz gebracht werden.
Flick überrascht mit Startelf zum WM-Auftakt
Hansi Flick setzt gleich zum WM-Auftakt auf seinen Wortführer Thomas Müller. Der Profi von Bayern München steht nach verschiedenen gesundheitlichen Problemen in den vergangenen Wochen gegen Japan in der deutschen Startaufstellung.
Im Mittelfeld entschied sich der Bundestrainer neben Joshua Kimmich für İlkay Gündoğan. Kimmichs Münchner Klubkollege Leon Goretzka sitzt zunächst auf der Bank. Kai Havertz darf als Nummer neun ran.
Vor Kapitän Manuel Neuer im deutschen Tor verteidigt Niklas Süle wie zuletzt bei Borussia Dortmund rechts. Neben Abwehrchef Antonio Rüdiger besetzt Nico Schlotterbeck etwas überraschend das Zentrum, David Raum agiert links.
Müller wird flankiert von seinen Bayern-Mitspielern Serge Gnabry und Jamal Musiala.
Bundesliga-Geschäftsführer findet die FIFA "einfach nur peinlich"
Fredi Bobic geht davon aus, dass die Debatte um die vom Fußball-Weltverband FIFA verbotene "One Love"-Kapitänsbinde in anderen Ländern weniger Raum einnimmt als in Deutschland. "Ich glaube, in Deutschland wird darüber am meisten diskutiert. In den USA, wo ich gerade bin, ist das nicht so", sagte der Sport-Geschäftsführer des Bundesligisten Hertha BSC der Münchner "tz".
Er hätte aber gerne gesehen, "wie die FIFA reagiert, wenn alle Verbände zusammenhalten".
Die Teams wollten sich nun eben auf Fußball konzentrieren, "da muss man dann auch die Spieler verstehen."
Eines sei aber auch klar: "Was die FIFA macht, ist einfach nur peinlich."
Den Protest der iranischen Nationalspieler, die beim 2:6 gegen England ein politisches Zeichen setzten und während der Hymne demonstrativ schwiegen, könne man nicht mit der "One Love"-Aktion vergleichen, urteilte Bobic. "Die Iraner verbünden sich mit ihrem Volk, ihnen geht es darum, was in ihrer Heimat passiert - und nicht in Katar."
"Um Trophäen kämpfen": Guardiola bleibt Manchester City treu
Teammanager Pep Guardiola bleibt dem englischen Fußball-Meister Manchester City weiter treu. Wie der Klub mitteilte, verlängerte der 51-Jährige seinen Vertrag um zwei weitere Jahre bis zum Sommer 2025.
"Ich bin so froh, dass ich noch zwei weitere Jahre bei Manchester City bleiben kann", sagte Guardiola. "Ich kann mich nicht genug bei allen im Verein bedanken, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich bin glücklich und fühle mich hier wohl."
Er wisse, dass das nächste Kapitel des Vereins "großartig" werde. "Ich habe immer noch das Gefühl, dass wir gemeinsam mehr erreichen können, und deshalb möchte ich bleiben und weiter um Trophäen kämpfen", betonte der Trainer von Nationalspieler İlkay Gündoğan.
Der Spanier kam 2016 von Bayern München nach Manchester und wurde mit dem Klub seitdem unter anderem viermal englischer Meister und gewann einmal den FA-Cup.
"Tickende Zeitbombe": Ronaldos Lage musste eskalieren
Für den ehemaligen Fußball-Star Rio Ferdinand war die Trennung zwischen Manchester United und Cristiano Ronaldo nur eine Frage der Zeit. "Die Situation mit Ronaldo war wie eine tickende Zeitbombe. Ich denke, er hat sich gefühlt, als würde man ihn in eine Ecke drängen. Für den Verein war es eine missliche Situation", sagte er der BBC, für die er als Experte arbeitet. Am Dienstagabend war zwei Tage vor Ronaldos erstem WM-Spiel mit Portugal gegen Ghana öffentlich geworden, dass der 37-Jährige und United künftig getrennte Wege gehen. Wie es für Ronaldo weitergehe, wollte der inzwischen 44 Jahre alte Ferdinand nicht prognostizieren. "Das nächste Kapitel für Cristiano? Das hängt davon ab, was seine Motivation ist. In der Champions League spielen? Geld? Irgendwo weiter spielen, wo ein gutes Klima herrscht?", sagte er. Ferdinand spielte zwischen 2002 und 2014 bei United. Bei der WM in Katar ist er live vor Ort und verweilte am Dienstag beim Spiel Mexiko gegen Polen in Doha.
"One Love"-Statement vom DFB-Team nach Verbot? "Wir werden sehen"
"One Love"-Streit: Warum der DFB die FIFA verklagt

Eine deutsche Reaktion auf das Verbot der "One Love"-Binde erscheint rund um das erste WM-Spiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen Japan (14 Uhr/ARD, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) möglich. "Wir werden sehen. Das hat die Spieler sehr beschäftigt", sagte DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff wenige Stunden vor dem Anpfiff in der ARD und vermied dabei auf Nachfrage ein Dementi zu möglichen Aktionen.
Nach einem Treffen mit deutschen Fans bestätigte DFB-Präsident Bernd Neuendorf, dass der Verband derzeit "rechtliche Schritte" gegen das Verbot durch den Weltverband FIFA prüfe. Die Klage sei aber noch nicht unterwegs.
Die FIFA hat laut Neuendorf wenige Stunde vor dem Anpfiff auf DFB-Anfrage schriftlich erklärt, dass im Fall des Tragens der Binde "der Schiedsrichter reagieren" müsse: "Zudem behält sich die FIFA vor, die Disziplinarkommission anzurufen, die dann gegebenenfalls weitere Strafen verhängen könne".
Zwei WM-Überraschungen? Mit dieser Aufstellung könnte Deutschland starten
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Die WM in Katar ist bereits in vollem Gange, nun startet auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins Turnier. Auftaktgegner Japan kommt mit einigem an Bundesliga-Power daher, ntv-Sportmoderator Marcel Klein sieht aber auch die Herausforderung für die Mannschaft, das Drumherum auszublenden.
WM-Drama um Hernandez schockt den FC Bayern
Die Verantwortlichen von Bayern München haben mit Bestürzung auf die schwere Verletzung ihres französischen Verteidigers Lucas Hernandez bei der WM in Katar reagiert. "Wir sind alle geschockt und bedauern das sehr. Aber Lucas ist ein Kämpfer und wird stark zurückkommen. Er kriegt alle Unterstützung, die möglich ist", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic zu Sport1. Hernandez hatte am Dienstag in der neunten Minute des Spiels gegen Australien (4:1) einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten. Laut Sport1 wird der 26-Jährige "zeitnah" aus Doha abreisen und sich einer Operation in Innsbruck bei Kniespezialist Christian Fink unterziehen. Dieser hatte zuletzt auch Bayerns Topstar Sadio Mane behandelt, der wegen einer Verletzung am Wadenbeinköpfchen die WM mit dem Senegal verpasst. Hernandez wird mutmaßlich bis zum Saisonende ausfallen.
Peterka erzielt ein Blitztor für die Buffalo Sabres

Ein Blitztor nach 52 Sekunden Spielzeit steuerte Deutschlands Eishockey-Ass John-Jason Peterka von den Buffalo Sabres zum 7:2-Erfolg bei Rekord-Stanley-Cup-Champion Montreal Canadiens in der NHL bei. Der vierte Saisontreffer des 20-Jährigen bedeutete bereits die 2:0-Führung für die Gäste, nachdem Buffalo durch den Schweden Rasmus Dahlin nach 35 Sekunden in Führung gegangen war. Alex Tuch legte schnell nach, Buffalo erzielte drei Treffer in den ersten 2:13 Minuten, nur einmal ging es in der Klubhistorie schneller. Am 6. Januar 2010 benötigten Tyler Myers, der frühere deutsche Nationalspieler Jochen Hecht und Clarke MacArthur gegen Tampa Bay 2:11 Minuten. Von dem raschen Rückstand erhielten sich die Canadiens nicht mehr, verloren sang- und klanglos. Mit nunmehr neun Scorerpunkten aus 19 Spielen hat Peterka einen mehr als ordentlichen Saisonstart in der NHL hingelegt. Der Youngster kam in Montreal für die Sabres 15:15 Minuten zum Einsatz.
Gesundheitliche Gründe: Beckenbauer reist nicht zur Katar-WM

Deutschlands Fußball-Legende Franz Beckenbauer reist auch aus gesundheitlichen Gründen nicht zur derzeit laufenden Weltmeisterschaft nach Katar. Dies sagte der 77-Jährige dem Magazin "Bunte". Er fiebere mit dem DFB-Team von Bundestrainer Hansi Flick aber natürlich dennoch mit. "Ich drücke unserer Mannschaft vor dem Fernseher die Daumen." Beckenbauer sprach von gesundheitlichen Problemen. "Ich hatte auf einem Auge einen sogenannten Augeninfarkt. Rechts sehe ich leider nichts mehr. Damit komme ich klar. Und mit dem Herzen muss ich aufpassen." Der ehemalige Bayern-Profi bekomme derzeit viel Autogramm-Post, die er gerne beantworte. "Die Leute denken wohl, der lebt nimmer lang. Aber ich versuche, euch noch eine Weile erhalten zu bleiben", sagte Beckenbauer. Er wurde 1974 Weltmeister als Spieler und 1990 Weltmeister als Trainer. Fußball live und vor Ort sieht er nur noch selten.
Schröder bleibt ohne Punkt bei Lakers-Niederlage
Die Los Angeles Lakers haben erstmals in dieser NBA-Saison mit Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder auf dem Feld verloren. Gegen die Phoenix Suns gab es nach zwei Siegen in den beiden ersten Saisonspielen für den lange am Daumen verletzten Kapitän der deutschen Auswahl ein 105:115.
Auch eine erneut überragende Leistung von Anthony Davis konnte die Niederlage nach zuletzt insgesamt drei Siegen nicht verhindern. Davis verbuchte 37 Punkte, 21 Rebounds, fünf geklaute Bälle und fünf Blocks.
Schröder verfehlte alle sechs Wurfversuche, blieb ohne Punkte in der Offensive blass und konnte den Lauf der Suns in der zweiten Halbzeit nicht aufhalten. Beim Seitenwechsel hatten die Lakers noch 55:53 geführt.
Patrick Beverly wurde nach einem Bodycheck gegen DeAndre Ayton herausgeworfen und durfte die Partie nicht zu Ende spielen.
Bei den Suns waren Devin Booker und Mikal Bridges mit je 25 Punkten die besten Werfer.
Nur ein DFB-Star: Matthäus überrascht mit perfekter WM-Elf
Wäre Lothar Matthäus Trainer einer Auswahl der besten WM-Spieler, würde aus dem deutschen Team einzig Joshua Kimmich einen Platz in seiner Startelf bekommen. "Ich habe mich wirklich schwergetan beim Tüfteln, ich musste mich gegen den einen oder anderen Weltklasse-Spieler entscheiden. Ich glaube, dass ich eine gute Mischung aus jungen und erfahreneren Spielern gefunden habe", schrieb er in der "Sport Bild", für die er eine Aufstellung wählen sollte.
Im Tor entschied sich Matthäus für den Belgier Thibaut Courtois, seine offensive Dreier-Reihe besteht aus dem Brasilianer Vinícius Júnior, dem Polen Robert Lewandowski und Kylian Mbappé aus Frankreich. Dahinter wählte Matthäus die Kombination aus Kimmich mit dem Belgier Kevin De Bruyne und Lionel Messi aus Argentinien. Seine bevorzugte Viererkette besteht aus dem Kanadier Alphonso Davies, dem Niederländer Virgil van Dijk, Cristian Romero aus Argentinien und dem Marokkaner Achraf Hakimi.
"Wippie machen": Schlüpfriges Angebot von van Gaal an seine Frau?
Wirbel um ein vermeintlich schlüpfriges Angebot des niederländischen Nationaltrainers Louis van Gaal: Eine beim Training der Elftal eigefangene Szene zeigt den früheren Chefcoach des FC Bayern im Gespräch mit seiner Ehefrau Truus. In dem Clip unterbreitet ein schelmisch grinsender van Gaal seiner besseren Hälfte ein offenbar unmoralisches Angebot. "Du kannst in unser Hotel kommen. Komm in mein Zimmer. Einfach einen 'Wippie' machen!", sagt der Bondscoach. In den sozialen Netzwerken zumindest war für viele Fans sofort klar, dass "Wippie" der van Gaalsche Ausdruck für "Quickie" ist - ein Beispiel für seinen bekannten trockenen Humor.
Lewandowski hadert mit seinem bizarren WM-Fluch
Als die Flaute zum Fluch wurde, raufte Robert Lewandowski sich die Haare. Nicht mal vom Elfmeterpunkt wollte es klappen, der Pole bleibt ein Weltfußballer ohne WM-Tor - und für sein Team stand am Ende ein enttäuschendes 0:0 gegen Mexiko. Polen steht damit schon nach dem Start in Katar gehörig unter Druck. Das lag auch an Lewandowski, der einstige Bayern-Star verschoss einen Foulelfmeter und hing ansonsten 90 Minuten in der Luft. "Ich hatte mich entschieden, flach zu schießen, leider hat es nicht geklappt", sagte Lewandowski und gab sich ansonsten wortkarg zu seinem Fehlversuch: "Ich kann das besser." Er müsse nun am Samstag gegen Saudi-Arabien treffen.
Sein Trainer nahm ihn in Schutz. "So etwas passiert auch den größten Spielern, Maradona, Socrates, Platini, das ist Fußball", sagte Czeslaw Michniewicz, "es ist so schade. Ich weiß, wie sehr er sich ein Tor bei einer WM wünscht. Es ist nicht einfach für ihn." Auch nach seinem vierten Auftritt auf der größten Fußball-Bühne wartet Lewandowski also auf seinen ersten Treffer.
Schock für Frankreich: Bayern-Star schwer verletzt
Nächster personeller Rückschlag für Fußball-Weltmeister Frankreich: Bereits frühzeitig war Lucas Hernandez, Abwehrspieler von Rekordmeister Bayern München, beim 4:1 gegen Australien verletzt ausgewechselt worden. In der Nacht zum Mittwoch herrschte dann Klarheit: Hernandez steht bei der restlichen WM-Endrunde in Katar aufgrund einer Knieverletzung nicht mehr zur Verfügung. Dies berichtet die Nachrichten-Agentur AFP. Unmittelbar vor Turnierstart hatte Nationalcoach Didier Deschamps schon den Ausfall von Torjäger Karim Benzema verkraften müssen. Außerdem fehlen ohnehin Paul Pogba, der Leipziger Christopher Nkunku, N'Golo Kante und Presnel Kimpembe. "Wir haben sofort gemerkt, dass es etwas Schlimmeres ist", sagte Frankreichs Kapitän und Torwart Hugo Lloris nach dem Spiel gegen die Socceroos: "Das ist natürlich ein Rückschlag, aber wir machen weiter und blicken nach vorne."







