"Unterzahl, scheiße": Bundestrainer irrt sich und sorgt für Lacher
Normalerweise ist Handball-Bundestrainer Alfred Gislason ziemlich cool und abgeklärt. Die turbulente Schlussphase des dramatischen Viertelfinalsieges über Frankreich verwirrte aber selbst den Isländer. Seine Auswahl hatte sich bei den Olympischen Spielen gerade in die Verlängerung gekämpft, als der 64-Jährige eine letzte Auszeit nahm - und sich einen kuriosen Aussetzer leistete.
"Männer, Überzahl, okay?", startete Gislason seine Motivationsrede, bevor Spielmacher Juri Knorr seinen Vorgesetzten unterbrach und verbesserte: "Nein, wir spielen in Unterzahl." Gislason blickte kurz irritiert nach oben auf die Anzeigentafel und musste sich schließlich korrigieren. "Unterzahl, scheiße. Dann Sechs-gegen-Sechs."
In den sozialen Netzwerken sorgte die Szene schnell für viele Lacher. Auch Gislason dürfte über den Fauxpas schmunzeln. Schließlich konnte sein Team Frankreich 35:34 schlagen und zog ins Halbfinale ein.
Trotz Geschlechter-Debatte: Auch Boxerin Lin erreicht Finale
Auch Boxerin Lin Yu-Ting hält dem Druck in der Geschlechter-Debatte weiter stand und zieht ins Olympia-Finale ein. Einen Tag nach der Algerierin Imane Khelif gewann auch die 28-Jährige aus Taiwan ihr Halbfinale durch einen einstimmigen Punktsieg gegen die Türkin Esra Yildiz. Lin kämpft damit im Federgewicht am Samstag um Gold.
Die Kämpfe von Lin und Khelif werden von einer heftig geführten Startrecht-Kontroverse begleitet. Diese geht weit über den Sport hinaus und erfasst auch höchste politische Kreise. Beide Boxerinnen waren nach bislang nicht näher spezifizierten Geschlechter-Tests vom Verband IBA, der vom Internationalen Olympischen Komitee nicht mehr anerkannt wird, von der WM 2023 ausgeschlossen worden.
Das IOC nannte es eine "willkürliche Entscheidung ohne ordnungsgemäßes Verfahren" und ließ Khelif und Lin in Paris teilnehmen. Das im Pass angegebene Geschlecht sei für viele Sportarten maßgeblich für die Zulassung zu den Wettbewerben, lautete eine Begründung.
Kompromisslos niedergestreckt: Flitzer stört Olympia-Spiel
Ein Flitzer hat unmittelbar vor Spielschluss die Abläufe beim olympischen Basketball-Viertelfinale zwischen Gastgeber Frankreich und Deutschland gestört. In kurzer Hose und einem T-Shirt mit einem Liedtext von Rapper Eminem betrat der Mann in der Schlussminute das Parkett in der Pariser Arena. Der Mann wurde von den Sicherheitskräften unmittelbar und kompromisslos niedergestreckt. Die Zuschauer, die wegen des 84:71 der französischen Basketballerinnen eigentlich euphorisiert waren, pfiffen.

Was für ein Anliegen der Mann auf dem Spielfeld hatte, war unklar. Er streckte beide Arme aus und präsentierte sich dem wenig begeisterten Publikum in der Bercy Arena. Das TV-Bild schaltete schnell weg, der Mann war in der Übertragung nur kurz zu sehen.
Bericht: Zukunft von Marco Reus ist fix
Der frühere Fußball-Nationalspieler Marco Reus setzt seine Karriere in den USA in der Major League Soccer MLS fort. Laut Transferexperte Fabrizio Romano wechselt der langjährige Profi des Bundesligisten Borussia Dortmund zum US-Klub Los Angeles Galaxy. Der ablösefreie Deal sei abgeschlossen, nachdem die erste Vereinbarung im Juli bekannt gegeben worden war. Reus soll einen Vertrag bis Dezember 2025 plus Option auf Verlängerung erhalten.
Der 35-Jährige werde in den kommenden Tagen zum Medizincheck und zur Vertragsunterzeichnung an die Westküste der USA fliegen. In Los Angeles hatten einst auch die Fußball-Stars David Beckham oder Zlatan Ibrahimovic unter Vertrag gestanden. Reus hatte beim BVB nach zwölf Jahren keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Der gebürtige Dortmunder hat nach eigener Aussage noch mal Lust "auf ein neues Abenteuer".
Auf Olympiasieg folgt nächster Erfolg für 3x3-Basketballerin
Olympiasiegerin Sonja Greinacher ist nach dem Triumph von Paris als wertvollste Spielerin (MVP) des 3x3-Basketballturniers ausgezeichnet worden. Das gab der Weltverband FIBA bekannt. Greinacher hatte gemeinsam mit Svenja Brunckhorst, Marie Reichert und Elisa Mevius sensationell die Goldmedaille geholt.
"Sunny G" war trotz einer Handverletzung mit 56 Punkten beste Scorerin aller Teams, dazu gelang der 32-Jährigen im Finale gegen Spanien der entscheidende Korb. In die Mannschaft des Turniers schafften es neben Greinacher Sandra Ygueravide aus Spanien und Hailey Van Lith von Bronze-Gewinner USA.
Fußballklub verliert Hauptsponsor wegen "wiederholter Fan-Krawalle"
Der Hauptsponsor Splendid Drinks hat sich erstmals zur Kündigung seines Vertrags mit dem FC Hansa Rostock geäußert und dabei "die wiederholten Fan-Krawalle" bei dem Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga als Grund für diesen Schritt bestätigt.

"Leider haben die wiederholten Ereignisse im Fanumfeld des Vereins Hansa Rostock dazu geführt, dass die Partnerschaft mit dem Verein negative Auswirkungen auf die Wahrnehmung unseres Unternehmens hatte", heißt es in einer Stellungnahme des Getränkekonzerns. "Daher sahen wir uns gezwungen, Konsequenzen zu ziehen, um die Integrität und das positive Image unseres Unternehmens und der Marke 28 Black zu schützen."
Splendid Drinks wirbt seit 2022 auf den Trikots des FC Hansa für seinen Energydrink "28 Black". Die "Ostsee-Zeitung" hatte am Dienstag über die Kündigung des bis 2025 laufenden Sponsorenvertrags berichtet. Demnach hat das Unternehmen seine Zahlungen an den Klub und zahlreiche Werbemaßnahmen bereits eingestellt. Der Schriftzug des Energydrinks bleibt auf den Trikots.
Enttäuschter Undav bekommt wohl Wunsch erfüllt
Deniz Undav steht nun offenbar doch dicht vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart. Sky und die "Bild" berichteten von einer Einigung zwischen Undavs Stammverein Brighton and Hove Albion und dem VfB. Demnach sei der deutsche Vizemeister bereit, eine Ablösesumme in Höhe von "rund 30 Millionen Euro plus Boni" für den Nationalspieler zu bezahlen, der bereits in der Vorsaison auf Leihbasis in Stuttgart gespielt hatte. Der "Kicker" schrieb etwas zurückhaltender, dass es "ganz nach einer Einigung" aussehe.
Undav hatte seit Wochen betont, dass er gerne dauerhaft für den VfB spielen würde. Er sei von Brighton enttäuscht, sagte er jüngst. Die Stuttgarter, für die Undav in der vergangenen Spielzeit 19 Pflichtspieltreffer erzielte, sind jedoch seit geraumer Zeit bemüht, den Stürmer fest zu verpflichten. Da Torjäger Serhou Guirassy zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund gewechselt ist, könnte sich Undav gute Chancen auf einen Stammplatz beim VfB ausrechnen.
FC Bayern steht kurz vor erwünschtem Abschied von Offensivspieler
Bayern Münchens Flügelstürmer Bryan Zaragoza steht angeblich kurz vor einem Abschied zum FC Valencia. Der 22-jährige Spanier soll zu dem Erstligisten verliehen werden, wie Sky berichtet. Zaragoza habe daher heute im Training des FC Bayern gefehlt.

Der Offensivspieler war erst im Februar vorzeitig vom FC Granada gekommen und hatte einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2029 erhalten. Zaragoza konnte sich aber nicht durchsetzen, angesichts der großen Konkurrenz in der Offensive des deutschen Fußball-Rekordmeisters soll er sich möglichst bei einem anderen Verein weiterentwickeln.
"Bryan ist ein Spieler, bei dem wir überlegen, dass wir ihm Spielpraxis geben wollen. Wir überlegen jetzt, die richtige Leihe zu finden", hatte Sportvorstand Max Eberl zum Abschluss der Südkorea-Reise der Bayern in Seoul vor wenigen Tagen gesagt. Das Gesamtpaket für Zaragoza aus Ablöse und Leihgebühr kostete die Bayern rund 17 Millionen Euro. Unter Ex-Coach Thomas Tuchel kam der Angreifer nur auf sieben Bundesligaspiele.
1499 Euro für kurze Taxifahrt: Olympia-Offizieller abgezockt
Ein Pariser Taxifahrer soll bei einem Vertreter der Olympia-Delegation für eine kurze Fahrt statt 14 Euro satte 1499 Euro abkassiert haben. Der Olympia-Vertreter aus Katar habe nur kurz von einem Restaurant im Zentrum zum Eiffelturm gewollt, berichtete die Zeitung "Le Parisien" unter Verweis auf die Polizei. Der 31-Jährige habe den vom Taxameter ausgewiesenen Betrag von 14 Euro per Kreditkarte beglichen, aber bald darauf festgestellt, dass bei ihm gut das 100-Fache der Summe abgebucht wurde. Daraufhin schaltete er die Polizei ein. Ermittelt wird wegen Betruges.
Schon im vergangenen Jahr war in Paris ein Taxifahrer festgenommen worden, der reihenweise ausländische Touristen abgezockt und in einem Fall selbst den hundertfachen Tarif abgebucht haben soll. Statt 15,40 Euro kassierte er bei einem Spanier heimlich 1540 Euro ab. Die kontaktlose Bezahlfunktion an seinem Kartenlesegerät funktioniere nicht, gaukelte der Fahrer den Touristen vor. Während diese gutgläubig ihre Pin eingaben, verdeckte der Fahrer mit seiner Hand den erhöhten Betrag, den er in das Gerät eingegeben hatte.
"Brutal bitter": DFB-Profi hatte an EM-Aus zu knabbern - auch wegen Social Media
Nationalspieler David Raum hat das Viertelfinal-Aus bei der Heim-EM länger verdauen müssen. "Es hat schon ein bisschen gedauert, muss ich sagen. Vor allem, weil nach dem Spiel ja noch sehr viel aufkam", sagte der Abwehrspieler vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig etwas über vier Wochen nach der 1:2-Niederlage gegen Spanien nach Verlängerung.
Vor allem die Szene, als Spaniens Marc Cucurella den Ball im Strafraum an die Hand bekam, es aber keinen Elfmeter gegeben hatte, hatte nach der Partie für heftige Diskussionen gesorgt. Da seien die Medien und die sozialen Netzwerke "natürlich brutal. Egal, wo man hingeschaut hat, hat man die Szene noch mal gesehen", berichtete Raum. Es habe aber gut getan, dass das ganze Land und viele Leute hinter ihnen gestanden hätten. "Das hat einem einfach geholfen, weil es gezeigt hat, dass wir doch etwas erreicht haben. Für uns war es brutal bitter, aber nach und nach hat man sich dann doch darüber gefreut, was man ausgelöst hat", sagte Raum.
FC Bayern begrüßt letzte Urlauber zurück
EM-Finalist Harry Kane und Alphonso Davies haben beim FC Bayern die Vorbereitung aufgenommen. Wie die Münchner mitteilten, absolvierten der Stürmer und der Außenverteidiger nach der Rückkehr aus dem Urlaub zunächst am Morgen die obligatorische medizinische Untersuchung. Am Nachmittag stand dann die Leistungsdiagnostik auf dem Programm. In den kommenden Tagen werden der Engländer Kane und Davies aus Kanada auch wieder ins Mannschaftstraining des deutschen Fußball-Rekordmeisters einsteigen.
Stürmerstar Kane hatte auf der Südkorea-Tour der Münchner genauso wie Davies gefehlt, der kurz zuvor noch bei der Copa América im Einsatz gewesen war. Der 31-jährige Kane hatte sich mit Rückenproblemen und anderen Wehwehchen durch die letzten Saisonwochen in München und für England bei der EM geschleppt. Mit den Three Lions unterlag er erst im Endspiel den Spaniern, danach hatte Kane Urlaub.
Dumm gelaufen: Australischer Athlet will Kokain kaufen, Polizei schnappt zu
Die Olympischen Spiele 2024 werden dem australischen Hockey-Spieler Tom Craig womöglich noch länger in schlechter Erinnerung bleiben. Erst schieden seine als Mitfavoriten in den Wettbewerb gestarteten Kookaburra im Viertelfinale gegen die Niederlande aus, dann schnappte die französische Polizei zu und nahm den 28-jährigen Australier in Gewahrsam.

Craig soll laut übereinstimmenden Medienberichten am Dienstag versucht haben, Kokain zu kaufen und soll, wie eine weitere Person, noch während des Kaufvorgangs von der Polizei gestoppt worden sein. Beide wurden in Gewahrsam genommen. Das Australische Olympische Komitee (AOC) bestätigte den Vorfall, ohne die Identität des Spielers zu enthüllen. Das AOC teilte weiter mit, dass keine Anklage erhoben worden sei.
Craig gewann 2021 mit Australien die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio. Er hat über 100 Länderspiele absolviert.
Krause nach Olympia-Finale: "Es tut mehrfach weh"

Krause nach Hindernislauf: "Es tut mehrfach weh"
Beim olympischen Hindernislauf-Finale über 3000 Meter muss sich Gesa Felicitas Krause ihren Konkurrentinnen geschlagen geben und erreicht als Vorletzte die Ziellinie. Im Anschluss zeigt sie sich enttäuscht: "Mit dieser Leistung kann man allen ein kleines Geschenk machen - das ist mir nicht gelungen."
Kuriose Szene: Massensturz beim 5000-Meter-Lauf
Massensturz in der Leichtathletik: Nach einem Gerangel auf der Zielgeraden im ersten Vorlauf über die 5000 Meter sind gleich vier Läufer im Stade de France hingefallen. Im Kampf um den Einzug ins Finale am Samstag (20 Uhr) kam es im engen Feld zu kleineren Rempeleien, der Brite George Mills verlor dadurch das Gleichgewicht - am Ende lagen er und drei weitere Kollegen auf der lila Bahn. Später redete Mills wild auf Hugo Hay ein, weil er den Franzosen offenbar für den Sturz verantwortlich machte. Schon eine Runde zuvor war Mohammed Ahmed (Kanada) zu Fall gekommen.
Auch der zweite Vorlauf mit Norwegens Superstar Jakob Ingebrigtsen verging nicht ohne Zwischenfall, ebenfalls auf der Zielgeraden kam ein Läufer zu Fall. Ingebrigtsen zeigte sich von dem Chaos einen Tag nach seiner Pleite über die 1500 Meter, als er nur Vierter wurde, unbeeindruckt und schaffte es locker in den Endlauf.
Ganz bitter: Gold-Traum platzt, weil Athletin zu schwer ist
Der Gold-Traum der indischen Ringerin Vinesh Vinesh bei den Olympischen Spielen in Paris ist auf dramatische Art und Weise geplatzt. Die 29-Jährige war beim Wiegen am Morgen des zweiten Wettkampftages zu schwer und wurde disqualifiziert. "Trotz aller Bemühungen des Teams die ganze Nacht über" habe sie "einige Gramm mehr" als die maximal erlaubten 50 Kilogramm gewogen, teilte Indiens Olympia-Delegation mit.
Sogar Indiens Premierminister Narendra Modi meldete sich zu Wort und reagierte bestürzt auf das Olympia-Aus der Athletin. "Vinesh, Sie sind ein Champion unter Champions! Sie sind Indiens Stolz und eine Inspiration für jeden einzelnen Inder", schrieb er bei X. "Ich wünschte, Worte könnten das Gefühl der Verzweiflung ausdrücken, das ich erlebe. Gleichzeitig weiß ich, dass Sie Widerstandsfähigkeit verkörpern." Er hoffe, dass die Sportlerin stärker zurückkommen werde und drücke ihr die Daumen, so Modi. Vinesh war am Dienstag als erste indische Ringerin überhaupt in ein olympisches Finale eingezogen.
Olympiasiegerin erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Verband

Die südkoreanische Badminton-Spielerin An Se Young hat kurz nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille zu einer Generalkritik gegen das südkoreanische Nationalteam ausgeholt. In einem Interview mit der amtlichen Nachrichtenagentur Yonhap sagte die 22-Jährige unter anderem, dass der südkoreanische Verband die Doppel-Spielerinnen systematisch gegenüber den Athletinnen im Einzel bevorzugen würde. Zudem habe der Verband in der Vergangenheit ihre Aufstellung bei mehreren Terminen kurzfristig gestrichen, ohne diese Entscheidung jemals begründet zu haben. Bei anderen Gelegenheiten wurde sie trotz starker Knieschmerzen zur Teilnahme an Spielen gedrängt. Gleichzeitig betonte die Weltranglisten-Erste, ihre Kritik bedeute nicht, dass sie vom südkoreanischen Nationalteam zurücktreten werde. Stattdessen hoffe sie, dass die Leute im Verband und im Nationalen Olympischen Komitee "die Verantwortung für diese Probleme übernehmen".
Während DFB-Drama: Plötzlich taucht Pferde-Clip von Thomas Müller auf
Die ARD hat die plötzliche Einblendung eines Clips von Bayern-Profi Thomas Müller mit einem Pferd während der Übertragung des Olympia-Halbfinals der deutschen Fußballerinnen als "technischen Fehler" erklärt. "Wir haben während des Fußballspiels das Studio-Interview mit Christian Kukuk aufgezeichnet und wollten den Clip mit Thomas Müller zuspielen", sagte ARD-Teamchef Gerd Gottlob der Deutschen Presse-Agentur. "Durch einen technischen Fehler ist dieser Clip dann auf den Sender geraten."
Während der Übertragung der Partie der deutschen Auswahl gegen die USA war am Dienstagabend in der elften Minute plötzlich für einige Sekunden Ex-Nationalspieler Müller zu sehen gewesen, wie er mit einem vor ihm stehenden Pferd synchrone Bewegungen mit den Beinen ausführt. "Jetzt sehe ich hier gerade Thomas Müller mit einem Pferd, ich glaube, der war nicht eingeplant", sagte Kommentatorin Stephanie Baczyk hörbar überrascht. In den sozialen Netzwerken kommentierten viele Nutzer den Fauxpas verwundert und belustigt.
"Schmeckt grundsolide" - Schwimmstar witzelt über Problem-Seine

Pünktlich vor den olympischen Freiwasserrennen ist die Seine freigegeben worden, und Florian Wellbrock und seine Magdeburger Kollegen nutzten die Chance. "Besser als gedacht", bilanzierte der Tokio-Olympiasieger seinen "ersten Kontakt mit der Seine" am Mittwochmorgen. "Es war so weit alles okay, hat grundsolide geschmeckt", meinte der 26-Jährige, der zusammen mit Oliver Klemet und Leonie Märtens in den Stadtfluss gesprungen war. Doppel-Europameisterin Leonie Beck verzichtete dagegen auf den Kontakt mit der braunen Brühe, die wegen ihrer schlechten Wasserqualität seit Monaten für Diskussionen gesorgt hatte.
Die Bedingungen in der Seine waren besser als zuletzt. Die Bakterienbelastung war "im grünen Bereich", wie DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann dem Sportinformationsdienst bestätigte. Die Strömung wurde in der Flussmitte mit 0,8 Metern pro Sekunde und am Ufer nur mit der halben Geschwindigkeit gemessen. Das Wasser war deutlich wärmer als befürchtet: zwischen 22 und 24 Grad. "Die Wassertemperatur ist auch stimmig", meinte Wellbrock, "und jetzt nach dem Einstieg freue ich mich mehr auf das Rennen als vorher."
Die sportlichen Schlagzeilen am späten Vormittag
Bitterer Bericht: BVB droht langer Ausfall von Guirassy
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Dass Serhou Guirassy dem BVB nicht zum Pflichtspielbeginn am 17. August im DFB-Pokal und auch nicht zum Bundesliga-Auftakt zur Verfügung stehen würde, war schnell klar, nachdem die Borussen beim Medizincheck eine Knieverletzung beim Guineer festgestellt hatten, sich aber dennoch für den Deal entschieden. Der "Sport Bild" zufolge fällt das Problem allerdings erheblich größer aus, als angenommen. Ging man zunächst wohl davon aus, dass der Torjäger Anfang September wieder ins Spielgeschehen eingreifen könne, will die Sportzeitschrift nun erfahren haben, dass Guirassy deutlich länger zum Zuschauen verdammt ist.
Der Neuzugang stünde somit an den ersten vier Spieltagen nicht zur Verfügung. Laut "Sport Bild" gehen die Bosse derzeit davon aus, dass Guirassy am 27. September gegen den VfL Bochum mit von der Partie ist. Die "Bild" berichtet sogar von einer Ausfallzeit bis "mindestens Anfang Oktober". Besonders problematisch: Mit Sébastien Haller und Youssoufa Moukoko stehen zwar noch zwei nominelle Mittelstürmer im BVB-Kader, beide gelten aber offen als Verkaufskandidaten. "Sport Bild" schreibt sogar, dass man nicht mehr mit dem Duo plant.
Nach bitterem Finale: Verlässt Gesa Krause den Wassergraben?
Gesa Felicitas Krause sprach mit feuchten Augen über dieses olympische Finale, diesen großen Traum, der gut 15 Monate nach der Geburt ihr Tochter wahr geworden war - und doch so bitter endete. "Es ist ein frustrierendes Ergebnis", sagte die Vize-Europameisterin mit brüchiger Stimme nach ihrem 14. Platz von Paris: "Damit muss ich jetzt einfach leben."
Gut möglich, dass das schließlich schwer enttäuschende Erlebnis im Stade de France mit ihrem letzten großen Hindernis-Auftritt in Erinnerung bleibt. Ihre Zukunft auf der Bahn ließ die 32-Jährige offen. Zwar werde sie "nicht mit dem Sport aufhören", bekräftigte Krause. Doch angesprochen auf einen möglichen Wechsel auf die Straße sagte sie: "Ich habe das ja schon einmal angedeutet, aber ob das jetzt direkt passiert, weiß ich noch nicht."
Zunächst will die ehemalige WM-Dritte sich sammeln, "neu sortieren" und sich "neue Ziele" setzen: "Und dann fällt die Entscheidung, ob es im nächsten Jahr über die Hindernisse gehen wird oder über eine andere Distanz. Wenn, dann wird es doch deutlich länger als das, was ich bisher gemacht habe", erläuterte Krause.
Matthäus knallhart: Deutscher Meister wird nicht der FC Bayern
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus glaubt fest an die erfolgreiche Titelverteidigung von Doublesieger Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga. "Als Favorit geht Leverkusen in die Saison. Nicht nur, weil sie ungeschlagener Meister und Pokalsieger sind. Sie haben auch klare Vorteile gegenüber Bayern, Dortmund und anderen", sagte Matthäus im Interview mit der "Sport Bild": "Trainer Alonso ist fast zwei Jahre da. Die Mannschaft konnte beisammengehalten und sinnvoll ergänzt werden."
Aus Sicht von Matthäus könnten dazu auch Borussia Dortmund und RB Leipzig in den Meisterschaftskampf eingreifen. "Leipzig könnte, wie fast jedes Jahr, für eine Überraschung sorgen. Aber an Leverkusen führt normalerweise kein Weg vorbei."
Silberware wartet: Robert Lewandowski huldigt Barcelona-Trainer Hansi Flick
Stürmerstar Robert Lewandowski sieht in Hansi Flick den richtigen Trainer für eine erfolgreiche Saison beim FC Barcelona. "Ich bin sehr glücklich und zufrieden, wieder mit Hansi zu arbeiten. Ich glaube, dass wir eine super Saison haben und am Ende eine Trophäe in der Hand halten", sagte der frühere Weltfußballer im Interview mit der "Sport Bild".

Flick passe zum FC Barcelona, "das merkt man schon in den ersten Wochen", so Lewandowski. In ihrer gemeinsamen Zeit beim FC Bayern hatten der Pole und Flick unter anderem das Triple 2020 gewonnen. "Er geht offen auf die Spieler zu und legt einen großen Wert auf die Physis: Das kann einer Mannschaft in schweren Phasen einer Saison oder eines einzelnen Spiels helfen. Die Mannschaften von Hansi waren immer topfit."
Die Katalanen beendeten am Dienstagabend (Ortszeit) ihre US-Tour in der Saisonvorbereitung mit einer 3:4-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen die AC Mailand, nach 90 Minuten hatte es in Baltimore 2:2 gestanden. Lewandowski erzielte beide Treffer für den spanischen Topklub.
Matthäus hält nächsten Transfer des FC Bayern für "unnötig"

Lothar Matthäus erkennt in einem Wechsel von Jonathan Tah von Bayer Leverkusen zum FC Bayern ein altbekanntes Motiv. "Eigentlich braucht Bayern Tah gar nicht - wenn überhaupt, um Leverkusen zu schwächen", sagte der TV-Experte in einem Interview der "Sport Bild". Laut Medienberichten näherten sich die beiden Klubs nach wochenlangem Stillstand zuletzt wieder an und ein Transfer des Nationalspielers vom Meister zum Rekordmeister steht bevor.
Man habe bei der Europameisterschaft gesehen, wie stabil Dayot Upamecano spielt, "wenn man ihm Vertrauen schenkt", außerdem gebe es noch Minjae Kim, Eric Dier, Hiroki Ito, Josip Stanisic könne ebenfalls innen spielen und "vielleicht bleibt auch noch Matthijs de Ligt", argumentierte Matthäus. Seiner Meinung nach dürfte der Transfer aber ohnehin noch an den Ablöseverhandlungen scheitern. "Leverkusen muss Tah ja nicht verkaufen, ist hier in einer starken Position", sagte er.
Von "allen ausgebuht": Schröder freut sich auf hitziges Duell
Deutschlands Basketball-Kapitän Dennis Schröder hat keinerlei Bedenken wegen der erwarteten euphorischen Kulisse im Olympia-Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich. Der 30 Jahre alte Aufbauspieler erinnerte an das Vorrunden-Duell, das der Weltmeister vor knapp einer Woche deutlich mit 85:71 gewonnen hatte. "Lille war großartig mit 27.000 Fans. Alle haben mich ausgebuht gegen Frankreich. Die ganze Erfahrung hier ist großartig", beschrieb Schröder. Die K.-o.-Phase wird komplett in Paris ausgetragen. Zu viel befassen möchte sich Schröder mit dem Gegner um NBA-Supertalent Victor Wembanyama nicht. "Wir schauen nur auf uns. Wir haben über die vergangenen Jahre einen großartigen Job gemacht. Ich gebe alles, damit der Traum wahr wird", sagte der Kapitän.
Olympia-Triathletin meldet sich nach heftigem Virusinfekt
Die belgische Triathletin Claire Michel hat sich beim Einzelrennen am vergangenen Mittwoch beim Schwimmen in der Seine nicht mit dem E.Coli-Virus infiziert. "Bluttests haben ergeben, dass ich mich mit einem Virus infiziert habe (nicht mit E. Coli)", teilte sie auf Instagram mit. Sie fügte hinzu, dass sie "drei Tage lang unter Erbrechen und Durchfall litt, was mich ziemlich leer machte". Nach der Erkrankung von Michel hatte Belgien seine Mannschaft vom Mixed-Wettbewerb am Montag zurückgezogen.
Auch die Mannschaften aus der Schweiz und aus Norwegen hatten nach den Einzelrennen von kranken Sportlerinnen und Sportlern berichtet. Beide stellten dabei jedoch keinen direkten Zusammenhang mit der problematischen Qualität des Wassers der Seine her. "Ich war von Freitag auf Samstag über Nacht etwa zwölf Stunden lang krank", berichtete der Norweger Vetle Bergsvik Thorn der Nachrichtenagentur AFP. Er wisse aber nicht, "ob es eine Lebensmittelvergiftung war oder von der Seine kam".










