Formel1

Alonso wird zum Pechvogel Kühles Katalonien bremst Hamilton aus

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Schrecksekunde für Fernando Alonso - passiert ist ihm aber nichts.

(Foto: imago/Action Plus)

Die Formel-1-Fahrer legen beim Testauftakt in Barcelona zunächst ordentlich los. Doch die Bedingungen sind wahrlich nicht die besten, die Erkenntnisse sind daher am Ende begrenzt. Während Ricciardo der Schnellste ist, kriegt Alonso gleich am Anfang Probleme.

Nach der morgendlichen Bestzeiten-Jagd mit einem rasanten Red Bull hat die Formel 1 zum Testauftakt im kühlen und regnerischen Katalonien in den Schongang geschaltet. Titelverteidiger Lewis Hamilton kam nach der Mittagspause nicht an die schnellen Runden seiner Rivalen in den ersten vier Stunden heran. Der viermalige Weltmeister musste sich mit über zwei Sekunden Rückstand auf den Tagesschnellsten Daniel Ricciardo im Red Bull mit dem siebten Platz begnügen.

Zweiter wurde Valtteri Bottas, der mit dem neuen Silberpfeil gestartet war, vor Kimi Räikkönen im Ferrari. Den vierten Platz mit nur 41 Tausendstelsekunden Rückstand auf den Finnen belegte Nico Hülkenberg im Renault. "Der Eindruck ist positiv. Ich habe mich von Beginn an wohlgefühlt im Auto", sagte Hülkenberg. Er war als einziger deutscher Fahrer zum Auftakt im Einsatz, Sebastian Vettel übernimmt an diesem Dienstag den Ferrari.

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Für Daniel Ricciardo im Red Bull lief es in Barcelona gut.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Erst gegen Ende der morgendlichen Einheit hatten sich die Favoriten an die Spitze gesetzt. Zuerst Räikkönen, der 38 Jahre alte Finne wurde dann vom zehn Jahre jüngeren Landsmann Bottas im Mercedes verdrängt, und der vom gleichaltrigen Australier Ricciardo, der es auf insgesamt über 100 Runden brachte. Sein Red Bull trug nun auch nicht mehr die Tarnlackierung von der Präsentation, sondern das Rennoutfit. In 1:20,179 blieb er deutlich unter Hamiltons 1:21,765 Minuten zum Testauftakt vor einem Jahr.

Alonso verliert ein Rad

Auch Fernando Alonso unterbot die Bestzeit von ersten Testtag 2017 noch (1:21,339). Er wurde Fünfter. Und das, nachdem es für den leidgeprüften 36 Jahre alten Spanier vor spärlicher heimischer Kulisse gleich mit einem Dämpfer begonnen hatte. Nach nicht mal 35 Minuten stand Alonso mit seinem McLaren im Kiesbett vor der Zielgeraden. Mit nur drei Rädern. Eine Radmutter war schuld. Mit dem neuerdings von Renault-Power angetriebenen McLaren ging es nach einer Reparatur wieder auf die Strecke.

Viel los war dort aber nur bis zum Mittag. Hülkenberg hatte mit 73 sieben Runden mehr absolviert als die Renndistanz auf dem Kurs beträgt, Brendon Hartley von Toro Rosso hatte 72 Runden geschafft, Ricciardo und Bottas waren jeweils auf 60 gekommen, Räikkönen auf 58. Nur der pinke Force India, der wie der Toro Rosso erst unmittelbar vor dem Teststart vorgestellt worden war, blieb einmal stehen und musste abgeschleppt werden.

Wetter wird zum Spielverderber

Am Nachmittag war dagegen Sparkurs angesagt. Der Grund war einfach. "Es gibt kein Rennen, bei dem es so kalt sein wird wie hier", erklärte Hülkenberg, der am Nachmittag sein Cockpit für Kollege Carlos Sainz Junior freigemacht hatte. Der Spanier kam aber dann auch nur auf 26 Runden, Hamiton auf 25. Das war unter anderem gelegentlichem Regen und Streckentemperaturen von unter zehn Grad geschuldet. Alonso fuhr am Nachmittag noch 43 Runden, allerdings waren diese wie bei Hamilton und dem Rest des Feldes von überschaubarer Aussagekraft.

Wetterbesserung ist allerdings nicht in Sicht. Für Dienstag, wenn der viermalige Weltmeister Vettel in den neuen SF71 steigen wird, ist zwar kein Niederschlag, dafür aber eine Maximaltemperatur von fünf Grad vorhergesagt, am Mittwoch und Donnerstag soll es etwas wärmer werden, aber auch wieder regnen.

Bleibt den zehn Teams die Hoffnung auf die zweiten Testfahrten in der kommenden Woche vom 6. bis 9. März, ehe am 25. März in Melbourne die Saison mit dem Großen Preis von Australien startet.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa/SID

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