Formel1

Unerlaubte russische Flagge? Schumacher-Auto ist Fall für Doping-Fahnder

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Mit diesem Wagen fährt Mick Schumacher in seiner allerersten Formel-1-Saison.

(Foto: picture alliance/dpa/Haas F1 Team)

Weiß, Blau, Rot: Es braucht nicht viel Fantasie, in Haas' neuem Formel-1-Auto die russische Flagge zu erkennen. Was Fans schon erzürnt, wird nun ein Fall für die WADA. Denn Mick Schumachers Kollege Nikita Mazepin darf eigentlich nicht unter der russischen Fahne fahren.

Die "Russland"-Lackierung von Mick Schumachers erstem Formel-1-Boliden als Stammpilot schlägt hohe Wellen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) teilte dem britischen Fachmagazin "Autosport" mit, man sei sich "dieser Angelegenheit bewusst und untersucht sie mit den zuständigen Behörden."

Der US-amerikanische Haas-Rennstall hatte am Donnerstag die Lackierung seiner Boliden vorgestellt und damit für Aufsehen gesorgt. Der VF-21 ist komplett in Weiß, Rot und Blau gehalten. Auf Frontflügel und Motorabdeckung ist mit wenig Fantasie die russische Flagge zu erkennen. Diese ist im Zuge der Zwei-Jahres-Sperre durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Dopingmanipulationen ebenso bis Dezember 2022 aus dem Weltsport verbannt wie unter anderem die russische Hymne.

Steiner: "Wir sind ein amerikanisches Team"

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Das Team habe "die Lackierung mit der FIA abgeklärt", teilte der Automobil-Weltverband am Donnerstag mit und führte aus: "Das CAS-Urteil verbietet nicht die Verwendung der Farben der russischen Flagge." Teamchef Günther Steiner erklärte: "Wir haben diese Lackierung besprochen. Natürlich können wir die russische Flagge nicht als russische Flagge zeigen, aber wir können die Farben auf einem Auto verwenden. Und es ist der Athlet, der die russische Flagge nicht zeigen darf, nicht das Team. Wir sind ein amerikanisches Team."

Angesprochener Athlet ist Nikita Mazepin, Schumachers Stallkollege in der am 28. März beginnen Saison. Der 22-Jährige wiederum hat indirekt mit der Farbgebung zu tun: Der neue Titelsponsor des klammen Rennstalls ist Ural-Kali, der Chemiekonzern des russischen Milliardärs Dimitri Mazepin. Dieser ist der Vater von Nikita Mazepin.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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