"Habe keinerlei Erfahrung"

Klopp setzt beim DFB auf die spezielle Völler-Expertise

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Noch TV-Experte, aber wohl bald für den DFB an der Seitenlinie: Jürgen Klopp. (Foto: picture alliance / HMB Media)
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07.07.2026 | 23:42 Uhr
Nach dem frühen WM-Aus steht auch der Posten des DFB-Sportdirektors zur Debatte. Bleibt Rudi Völler? Ja. Auch, weil Trainer-Wunschkandidat Jürgen Klopp sich für ihn ausspricht. Dafür führt der Ex-Dortmunder auch seine mangelnde Erfahrung auf einem Gebiet an.

Der designierte Bundestrainer Jürgen Klopp zeigt Respekt vor seiner wohl künftigen Aufgabe und hat seine Gründe erläutert, warum er Rudi Völler ums Weitermachen als DFB-Sportdirektor gebeten hat. "Wenn es so kommen sollte, wäre es ja total hilfreich, jemanden dazuhaben, der die Abläufe kennt. Rudi mit seiner Fußball-Erfahrung, aber vor allem auch mit seiner langjährigen Arbeit im Verband. Während ich ja, wenn ich es werden würde, keinerlei Erfahrung habe. Ich habe weder Nationalmannschaft gespielt, noch irgendwann mal eine trainiert", sagte Klopp als Experte bei MagentaTV.

Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool ist Wunschkandidat des DFB. Nach dem WM-Aus des deutschen Teams im Sechzehntelfinale gegen Paraguay war Julian Nagelsmann als Bundestrainer nach großem öffentlichem Druck zurückgetreten. Der 66 Jahre alte Völler hatte sich Bedenkzeit erbeten, ob er in neuer Konstellation weitermachen wolle.

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"Wenn man dann liest, dass darüber nachgedacht wird, ob Rudi Völler mit mir kann im Fall des Falles, fand ich schon, dass es mal gut ist, dass wir mal miteinander direkt sprechen. Und da habe ich ihm gesagt: Also, an mir würde es nicht scheitern", sagte Klopp. Laut Völler habe dieses Telefonat am Samstag stattgefunden.

Klopp setzt auf die Langfristperspektive

Nach einigen weiteren Gesprächen, unter anderem mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, entschied sich Völler schließlich fürs Weitermachen. Beim österreichischen Getränkekonzern ist Klopp noch bis 2029 als "Head of Global Soccer" vertraglich gebunden.

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"Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass es am Ende auch funktionieren kann und wird", sagte Völler zu einer möglichen Zusammenarbeit. Klopp wies darauf hin, dass er auf seinen bisherigen Stationen stets langfristig gearbeitet habe.

"Ich war lange bei Vereinen und mir war nie nur die erste Mannschaft wichtig", sagte Klopp. "Das eine ist das nächste Spiel, das andere ist die Zukunft der kompletten Nummer. Um etwas zu verändern, muss man erstmal wissen, was wirklich passiert. Ich habe ja gar keine Ahnung, was passiert. Wer auch immer dahin kommt, muss sich das angucken."

Verwendete Quellen: ntv.de, lme/dpa