"Sehr ärgerlich"

Merz' peinlicher DFB-Kommentar war eine Panne

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30.06.2026 | 22:55 Uhr
Friedrich Merz verwirrt die deutsche Öffentlichkeit mit einer unpassenden Analyse zum blamablen WM-Aus des DFB-Teams. Der Spott folgt schnell. Nun heißt es aus der Regierung: Alles war eine ärgerliche Panne.

Der viel kritisierte Kommentar von Bundeskanzler Friedrich Merz zum WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft war Angaben aus Regierungskreisen zufolge eine Kommunikationspanne. Bei der auf X gesendeten Nachricht habe es einen "Abstimmungsfehler" gegeben, hieß es am Abend. Das sei "leider sehr ärgerlich". Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Das 3:4 der deutschen Mannschaft nach Elfmeterschießen gegen den Außenseiter Paraguay war von Medien als "Trauerspiel", "Blamage" und "Armutszeugnis für Fußball-Deutschland" bezeichnet worden. Keine halbe Stunde nach Abpfiff lief auf dem offiziellen Kanzler-Account "Bundeskanzler Friedrich Merz" trotzdem ein recht positiver Kommentar.

"Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel", hieß es dort. "Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch." Die Verbreitung dieser Version war den Angaben zufolge aber ein Versehen.

"Weiß gar nicht, was schlimmer war"

Spöttische Kommentare hatten nach der Partie nicht lange auf sich warten lassen. Die Wortkombination "Welches Spiel" trendete rasch auf X. Auch die politische Konkurrenz reagierte mit Häme. "Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse", schrieb etwa die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Merz sah sich veranlasst, dagegenzuhalten. "Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark", konterte er die Kritik auf X. "Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott."

Merz wird immer wieder vorgeworfen, schlecht zu kommunizieren. Der X-Beitrag passt da ins Bild vieler Menschen. Der CDU-Politiker hat seit längerer Zeit mit miserablen Umfragewerten zu kämpfen. Im vergangenen Trendbarometer von RTL/ntv zeigten sich nur 14 Prozent der Deutschen mit ihm zufrieden. 84 Prozent sind unzufrieden.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/dpa