RTL/ntv-TrendbarometerFDP ist den einen Punkt wieder los
Drei Wochen nach der Wahl von Wolfgang Kubicki zum neuen FDP-Vorsitzenden rutscht die Partei im Trendbarometer zurück unter die Fünf-Prozent-Hürde. An eine Rentenreform in diesem Sommer glaubt nur jeder vierte Deutsche. Und: Die Wirtschaftserwartungen verbessern sich leicht.
Die politische Stimmung in Deutschland ist weitgehend stabil - aber nicht stabil genug für die FDP. Drei Wochen nach der Wahl von Wolfgang Kubicki zum FDP-Vorsitzenden verlieren die Liberalen im Trendbarometer von RTL und ntv einen Punkt und liegen wieder unter der Fünf-Prozent-Hürde. In den vergangenen drei Wochen hatte die FDP im Trendbarometer fünf Prozent erreicht.
Die Union legt einen Punkt zu. Die Werte aller anderen Parteien sind im Vergleich zur Vorwoche unverändert - auch die der Linkspartei. Sollte die Wahl von Linken-Chef Luigi Pantisano und seine Äußerungen über die CDU sich auf die Umfrage auswirken, so würde das erst in der kommenden Woche zu sehen sein, weil der Befragungszeitraum bereits am 16. Juni begann.
Würde in dieser Woche ein neuer Bundestag gewählt, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: AfD 27 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent), CDU/CSU 22 Prozent (28,5 Prozent), Grüne 15 Prozent (11,6 Prozent), SPD 12 Prozent (16,4 Prozent), Linke 11 Prozent (8,8 Prozent), FDP 4 Prozent (4,3 Prozent), BSW 3 Prozent (4,98 Prozent), Sonstige 6 Prozent.
Der Anteil der Nichtwählerinnen und Nichtwähler sowie der Unentschlossenen liegt mit aktuell 25 Prozent weiter deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).
Weitgehend unverändert sind auch die Einschätzungen der politischen Kompetenz. Hier verliert die AfD einen Punkt, die Werte der anderen Parteien sind dieselben wie in der Vorwoche. Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werde, nennen jeweils 13 Prozent die CDU/CSU und die AfD. Die Grünen werden von 7 Prozent genannt, der SPD und den Linken billigen jeweils 5 Prozent politische Kompetenz zu. Auf sonstige Parteien entfallen 3 Prozent. 54 Prozent sagen, keine Partei werde mit den Problemen in Deutschland fertig.
Mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz sind unverändert lediglich 14 Prozent der Deutschen zufrieden. 84 Prozent sind unzufrieden. In der Vorwoche waren es 85 Prozent.
Wichtigstes Thema für die Deutschen ist mit 37 Prozent die Arbeit der Koalition, gefolgt vom Konflikt im Nahen Osten, den 34 Prozent zu den wichtigsten Themen rechnen. Die Fußball-WM liegt mit 24 Prozent auf Platz drei, die allgemeine ökonomische Lage mit 20 Prozent auf Platz vier.
Weiter hinten folgen der Krieg in der Ukraine (16 Prozent), die Situation in den USA (11 Prozent), Kriege und Konflikte allgemein (9 Prozent), die Diskussion um die Rente und um die Reform der Krankenkassen (jeweils 7 Prozent) sowie der G7-Gipfel im französischen Évian.
Dass es der Bundesregierung gelingen wird, in diesem Sommer eine weitreichende Rentenreform zu verabschieden, glauben nur 23 Prozent der Deutschen. 74 Prozent trauen dies der Bundesregierung nicht zu. Auch von den Anhängern der Regierungsparteien glaubt eine Mehrheit nicht an die Verabschiedung einer weitreichenden Rentenreform in diesem Sommer.
Unterdessen haben sich die wirtschaftlichen Erwartungen leicht verbessert. Während in der Vorwoche noch 11 Prozent davon ausgingen, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern, sind es in dieser Woche 13 Prozent. Von einer Verschlechterung gehen 63 Prozent aus - in der Vorwoche waren es 65 Prozent.
Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 16. und 22. Juni erhoben. Datenbasis: 2504 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zur Rentenreform wurden am 19. und 22. Juni erhoben. Datenbasis: 1004 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.
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