Sorgen bei Werder Bremen

Schon am ersten Spieltag schlägt die Krise voll zu

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Eine Bundesliga-Rückkehr zum Vergessen für Niclas Füllkrug. (Foto: picture alliance / Pressefoto Rudel)
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31.08.2026 | 12:08 Uhr
Der Schlüsselspieler schwer verletzt, der geliebte Rückkehrer mit schlechtem Spiel, vier Tore am ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga kassiert: Für Werder Bremen kommt es direkt zum Auftakt in die neue Saison ganz dicke. Eins aber können sie an der Weser.

Nach nur einem Wochenende ist die Aufbruchstimmung erst mal wieder dahin. Verletzungs-Schock, 1:4-Klatsche in Freiburg, verkorkstes Füllkrug-Comeback - viel schlechter hätte der Saisonstart für den SV Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga nicht laufen können. Und am Samstag kommt RB Leipzig, das gleich mal ein 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach hingelegt hat. Geht's für die Hanseaten gerade so weiter wie in der vergangenen Spielzeit, in der sie nur mit großer Mühe noch die Liga gehalten hatten?

"Ich sehe es gar nicht so negativ, ich bin gar nicht so bedröppelt", sagte Niclas Füllkrug nach seiner missglückten Bundesliga-Rückkehr. "Wichtig ist, dass wir jetzt eben nicht nervös werden", forderte Sportgeschäftsführer Clemens Fritz. Zumindest die Anfangsphase der Partie in Freiburg würde ihn zuversichtlich stimmen, erklärte Trainer Daniel Thioune. Womöglich könnten diese 20 Minuten ja "die Basis sein, dass wir Woche für Woche vielleicht dann auch zulegen".

"Dürfen vielleicht ein bisschen weinen"

Werder droht erneut eine schwierige Saison - nach dem verletzungsbedingten Aus von Mittelfeld-Star Jens Stage erst recht. Medienberichten zufolge soll der 23-jährige Niederländer Youri Regeer von Ajax Amsterdam kommen und helfen, die Lücke zu schließen. Eins zu eins ersetzen können die Bremer ihren dänischen Topmann, der wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel mehrere Monate fehlen wird, aber wohl nicht. Vor allem nicht in puncto Torgefahr. Das wissen sie. Und das gaben sie entsprechend zu verstehen.

"Eine Art Worst Case" sei der Ausfall von Stage, meinte Angreifer Füllkrug. Die schwere Verletzung des 29 Jahre alten Schlüsselspielers habe alle "total betroffen gemacht", sagte Coach Thioune. Werders Spiel sei zuletzt "sehr, sehr Jens-lastig" und "auf ihn zugeschnitten" gewesen, führte der Trainer weiter aus. "Für den Moment dürfen wir vielleicht auch ein bisschen weinen."

Füllkrug bleibt blass

Generell sollten die Bremer allerdings schauen, dass sie schnell wieder den Blick nach vorn richten - und die nötigen Automatismen in ihr Spiel bekommen, wie auch Routinier Füllkrug erkannte. Dem 24-maligen Nationalspieler fehlte in Freiburg die richtige Bindung zum Spiel. In der ersten Halbzeit blieb er weitgehend blass, in der zweiten vertändelte er den Ball in aussichtsreicher Position - und nach einer Stunde wurde er schließlich ausgewechselt.

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Der auf Leihbasis von West Ham United zurückgekehrte 33-Jährige sei "in einer ordentlichen körperlichen Verfassung", meinte Trainer Thioune. Es sei aber klar, dass Füllkrug "noch nicht diese Intensität gehen" könne. Dafür würden ihm zu viele Einsatzminuten aus den vergangenen Monaten fehlen. Es sei "wichtig, dass er möglichst schnell im Vollbesitz seiner Kräfte ist, dann voll angreifen und seine Qualitäten voll abrufen kann", sagte Thioune über Füllkrug. Schließlich ist der ja die große Hoffnung der Bremer in der Offensive.

"Es wird ein herausforderndes Jahr, aber das kann auch Spaß machen", meinte Füllkrug selbst. Zumindest eines kann man Werder nach dem Fehlstart nicht absprechen: das Bemühen um Zuversicht.

Verwendete Quellen: ntv.de, Christoph Lother, dpa