Fußball

Heynckes-Nachfolger gesucht Bayern liebäugelt mit Freiburg-Coach Streich

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Zwei, die sich schätzen und mögen. Christian Streich könnte die Nachfolge von Jupp Heynckes bei den Bayern antreten.

(Foto: imago sportfotodienst)

Ein Erbe für das Traineramt beim FC Bayern München scheint noch nicht gefunden. Bundestrainer Löw kann aus Vertragsgründen nicht, Klopp fühlt sich in Liverpool pudelwohl. Ein loser Kontakt soll jedoch zu Freiburgs Trainer Streich bestehen.

Die ultimative Lobhudelei von Jupp Heynckes auf Christian Streich war gerade mal ein paar Stunden alt, da erschien sie plötzlich in einem völlig neuen Licht. Streich, allseits hochgeachtetes Trainer-Urgestein beim SC Freiburg, ist angeblich ein Kandidat für die Heynckes-Nachfolge bei Bayern München. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung haben die Bayern im Februar "lockeren Kontakt" mit dem 52-Jährigen aufgenommen, nachdem sie schon im Sommer vorgefühlt haben sollen.

Die Gerüchte kamen ausgerechnet vor dem direkten Duell zwischen beiden Teams am Sonntag in Freiburg auf (18 Uhr). Heynckes hatte Streich am Freitag über den grünen Klee gelobt. "Er arbeitet seit 23 Jahren beim SC Freiburg. Wenn man jedes Jahr die besten Spieler abgibt und trotzdem ein Team zusammenstellt, das den Klassenerhalt sichert, ist das überragend", sagte Heynckes: "Mir gefällt das, wie er mit seinen Jungs arbeitet. Da ist viel Empathie dabei. Er ist ein außergewöhnlicher Trainer."

Der 72 Jahre alte Triplecoach der Bayern hatte mehrfach angekündigt, nach Saisonende seine Karriere endgültig zu beenden und sich auf seinen Bauernhof in Schwalmtal zurückzuziehen. Laut Bild hätten die Bayern bei Streich angefragt, weil zwei weitere Kandidaten nicht unmittelbar zur Verfügung stünden: Bundestrainer Joachim Löw und Liverpools Teammanager Jürgen Klopp. Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim) oder Niko Kovac (Eintracht Frankfurt) gelten angeblich als zu unerfahren, Thomas Tuchel (vereinslos) als nicht mehrheitsfähig.

Streich also als Übergangslösung? Der mitunter knorrige Fußballlehrer ist nie aus dem Freiburger Dunstkreis hinausgekommen. Seine aktive Karriere als Fußballer begann und endete beim Freiburger FC, kurz danach, im Jahr 1995, startete er bei den A-Junioren des SC Freiburg seine Trainerkarriere. 2007 wurde er zunächst Assistent von Chefcoach Robin Dutt, bevor er 2011 das Cheftraineramt bei den Profis übernahm. Streich blieb Freiburg immer treu, unter anderem holte sich im Jahr 2013 Schalke 04 einen Korb. Ob Streich auch in der Weltstadt München beim Weltverein FC Bayern zurechtkäme, ist die große Frage.

Die SC-Chefetage war über die Berichterstattung alles andere als erfreut. "Jemand setzt etwas in die Welt, andere schreiben es ab. Das können wir nicht verhindern", sagte Sportvorstand Jochen Saier bei "Sport1". "Aber wir werden sicherlich nicht über jedes Stöckchen springen, das uns hingehalten wird, und freuen uns auf ein interessantes Spiel gegen Bayern München."

Quelle: n-tv.de, Jörg Mebus, sid