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Köln-Bosse mächtig sauerBundesliga-Stadionsprecher ätzt über Mikro gegen Schiedsrichter

07.03.2026, 22:23 Uhr
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Michael Trippel ist seit 1999 der Stadionsprecher in Köln. (Foto: dpa)

Er schimpft - und das volle Stadion hört zu: Kölns Stadionsprecher platzt wegen des Schiedsrichters in der Bundesliga-Partie gegen Borussia Dortmund der Kragen. Sportchef Kessler hat dazu eine klare Meinung.

Beim unglücklichen 1:2 des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund hat sich Stadionsprecher Michael Trippel den Unmut des eigenen Vereins zugezogen. Sportchef Thomas Kessler kritisierte den Stadionsprecher deutlich für dessen deutliche Kritik am Schiedsrichterteam bei zwei strittigen Entscheidungen.

"Pfui. Widerlich", hatte Trippel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit über das Stadion-Mikrofon geschimpft, nachdem Schiedsrichter Daniel Siebert dem Kölner Jamai Simpson-Pusey die Rote Karte wegen groben Foulspiels (45. Minute +2) gezeigt hatte. Siebert hatte zunächst die Gelbe Karte gezückt, seine Entscheidung aber nach Ansicht der Videobilder revidiert.

Als dem Dortmunder Yan Couto in Nachspielzeit der zweiten Halbzeit der Ball im eigenen Strafraum an den Arm gesprungen war, es aber weder einen Elfmeterpfiff noch ein Einschreiten des Video-Schiedsrichters gab, platzte dem Kölner Stadionsprecher endgültig der Kragen. Nach Spielende schrie er ins Mikrofon: "Ich werde Ärger kriegen, aber ich sage es: In der 95. Minute hat es ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum gegeben und das guckt sich noch nicht einmal einer an!" Damit löste er wütende Reaktionen der Kölner Fans aus.

Für Kessler zu viel des Guten. "Es ist nicht richtig, dass ein Stadionsprecher im Rahmen eines Bundesliga-Spiels seine Emotionen über das Mikrofon preisgibt", sagte Kessler und kündigte an: "Da werden wir sicher im Nachgang drüber sprechen."  Seit 1999 ist Trippel bei den Kölnern im Amt.

In der Frage nach dem Platzverweis gab der Kölner Sportchef Siebert recht. Für den nicht gegebenen Elfmeter hatte er allerdings kein Verständnis. "Ich finde, man kann das Handspiel aus dem Spiel heraus sehen. Wenn er das nicht sieht, gibt es immer noch einen VAR. Das ist ein Elfmeter", schimpfte Kessler.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid

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