Angestrebte WM-Bewerbung

DFB wartet Ende des Machtkampfs um Gianni Infantino ab

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02.09.2026 | 14:50 Uhr
Um FIFA-Präsident Gianni Infantino tobt ein Machtkampf im internationalen Fußball. Das hat auch Folgen für den DFB, der zögert nämlich noch mit seiner anvisierten WM-Bewerbung.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will mit Blick auf seine anvisierte Bewerbung um die Ausrichtung der WM-Endrunde 2038 oder 2042 das Ende des Machtkampfs um Präsident Gianni Infantino beim Weltverband FIFA abwarten. Bemühungen in diese Richtung ergäben erst nach der Wahl eines neuen FIFA-Präsidenten Sinn, sagte DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke dem Deutschlandfunk.

Die Neuwahl des Präsidenten steht beim FIFA-Kongress im März 2027 auf dem Programm. Neben anderen fordert vor allem die Europäische Fußball-Union (UEFA) den Rückzug Infantinos und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Hintergrund ist die Rolle des FIFA-Chefs beim inzwischen verworfenen Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu verkaufen. Ziel der UEFA ist es, den Schweizer vor seiner angestrebten Wiederwahl zum Aufgeben zu zwingen.

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Gerdes: "Weiterhin das Ziel, Infantino zu verdrängen"

Die bisherigen DFB-Überlegungen hinsichtlich einer dritten Männer-Endrunde in Deutschland nach 2006 und 1974 (Bundesrepublik) hat Präsident Bern Neuendorf kurz vor der zurückliegenden WM dem Bundesliga-Präsidium vorgestellt. Orientiert haben sich Pläne an den derzeit gültigen Vorgaben der FIFA, die für die 48 Teilnehmer 14 Stadien mit einem Fassungsvermögen von mindestens 40.000 Plätzen verlangen. Demnach wären Berlin, Leipzig, Köln, Hamburg, Hannover, Bremen, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Dortmund, Frankfurt, Kaiserslautern, Mönchengladbach, München und Stuttgart als Austragungsorte vorgesehen.

"Macht das Ganze ein bisschen nachhaltiger"

Laut Watzke gebe es außer Deutschland nicht allzu viele Länder, die in der Lage seien, eine Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften auszurichten: "Bei uns müssen anschließend keine Stadien zurückgebaut oder abgebrochen werden. Die Infrastruktur wäre nach wie vor voll und ganz da. Und das macht das Ganze auch ein bisschen nachhaltiger." Es ist allerdings offen, ob es bei 48 WM-Teilnehmern bleibt oder die Endrunde erneut aufgestockt wird und zukünftig 64 Teams an den Start gehen.

Mit Blick auf die Regularien ist zudem noch nicht ganz klar, ob 2038 oder erst 2042 für Deutschland in Frage kommt. Die Endrunden 2030 (Uruguay, Argentinien, Paraguay, Spanien, Portugal und Marokko) sowie 2034 (Saudi-Arabien) sind bereits vergeben.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid