Rekord für Carlotta Wamser

Dem DFB-Team gehen die Bundesliga-Spielerinnen aus

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Auch Carlotta Wamser spielt jetzt in England. (Foto: picture alliance / DeFodi Images)
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31.08.2026 | 14:31 Uhr
Aus Leverkusen nach England: Carlotta Wamser trifft bei ihrem neuen Klub Manchester City auf zwei DFB-Kolleginnen. Der Wechsel der 22-Jährigen ist wohl ein Rekord. Doch für die Bundesliga bedeutet er nichts Gutes.

Die Bundesliga muss den Abgang einer weiteren Fußball-Nationalspielerin verkraften. Carlotta Wamser verlässt Bayer Leverkusen und wechselt zum englischen Meister Manchester City. Das gaben beide Vereine bekannt. Bis zu 650.000 Euro inklusive Boni könnten laut "Bild"-Zeitung als Ablöse für die 22-Jährige fließen, damit würde Wamser zum Rekordtransfer der Bundesliga aufsteigen.

Bei Man City, wo bereits die Nationalspielerinnen Rebecca Knaak und Sydney Lohmann aktiv sind, unterschrieb Wamser einen Vertrag bis 2030. "Mit dem Wechsel zu einem internationalen Top-Klub wie Manchester City geht für mich ein Traum in Erfüllung", sagte die in Mittelfeld und Abwehr variabel einsetzbare Wamser.

Das Angebot habe sich in einer Dimension bewegt, "die für sie, aber auch für uns als Klub gleichermaßen reizvoll ist und langfristig weitere Möglichkeiten für die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung eröffnet", sagte Leverkusens Lizenz-Direktor Thomas Eichin: "Vor diesem Hintergrund haben wir ihrem Wechsel-Wunsch entsprochen und dem Transfer zugestimmt."

Beim DFB als Ersatz für Gwinn reüssiert

Ihr Abgang kurz vor Ende des Transferfensters hatte sich am Sonntag angedeutet. Beim 1:2 im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg fehlte Wamser im Bayer-Kader und schaute in Zivil von der Tribüne aus zu. Wamser, die bei Bundestrainer Christian Wück vor allem als Außenverteidigerin zum Einsatz kommt, schaffte den Durchbruch im Nationalteam als Ersatz der verletzten Kapitänin Giulia Gwinn bei der EM 2025. Nach dem Turnier wechselte sie von Eintracht Frankfurt nach Leverkusen.

Vor Wamser waren in diesem Sommer bereits mehrere ihrer DFB-Kolleginnen auf die Insel gewechselt: Selina Cerci zum FC Arsenal, Nicole Anyomi zu den London City Lionesses und Vivien Endemann zum FC Liverpool. In der Women's Super League sind darüber hinaus Lea Schüller, Sjoeke Nüsken und Shekira Martinez aktiv. Bundestrainer Christian Wück und seine Assistentinnen Maren Meinert und Saskia Bartusiak werden künftig viel nach England jetten, um ihre Kandidatinnen im Stadion zu sehen. 

Zudem zog es Elisa Senß zu Real Madrid nach Spanien. Bislang liegt der teuerste Bundesliga-Abgang bei 600.000 Euro, die Arsenal Mitte Juli für Lisa Baum von RB Leipzig bezahlt haben soll.

Wück hatte schon vor Wamsers Wechsel gesagt: "Ich glaube, für die individuelle Entwicklung einer Spielerin ist ein Wechsel - egal ob national oder international - immer gut. Weil sie neuen Input bekommt, weil sie eine neue Mannschaft kennenlernt, weil sie sich durchsetzen muss in einem neuen Umfeld." Aber natürlich werde der Fußball-Standort Deutschland geschwächt, "wenn man die besten Spielerinnen nicht halten kann".

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid/dpa