Fußball

Zweiter Saisonerfolg dank Serdar Ein Geburtstagskind macht S04 zum Sieger

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Serdar ist schon in der 4. Minute erfolgreich.

(Foto: Pool via REUTERS)

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison: Der FC Schalke 04 gewinnt ein Spiel in der Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Grammozis hängt sich gegen den FC Augsburg richtig rein und bringt die frühe Führung tatsächlich ins Ziel. Doch Hoffnung macht das trotzdem nicht.

Kurz nach dem ersten Sieg als Schalke-Trainer hatte Dimitrios Grammozis plötzlich Vereinslegende Gerald Asamoah huckepack. Schwer erleichtert bejubelte das abgeschlagene Schlusslicht der Fußball-Bundesliga das späte Lebenszeichen im Abstiegskampf durch das 1:0 (1:0) gegen den FC Augsburg. Geburtstagskind Suad Serdar bewahrte den Königsblauen mit seinem Treffer in der 4. Minute noch ein kleines bisschen Hoffnung auf eine Wunder-Rettung. 13 Punkte beträgt sechs Spieltage vor Schluss nun der Rückstand auf den Relegationsplatz. "Wir müssen immer an uns glauben und Schritt für Schritt gehen", sagte Altstar Klaas-Jan Huntelaar.

Schalke 04 - FC Augsburg 1:0 (1:0)

Schalke: Fährmann - Becker, Stambouli, Thiaw - Aydin, Oczipka (74. Kolasinac) - Serdar, Mascarell, Bozdogan (78. Mustafi) - Harit (84. Paciencia) - Huntelaar (84. Hoppe). - Trainer: Grammozis

Augsburg: Gikiewicz - Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Gumny (71. Pedersen) - Rani Khedira (46. Strobl), Gruezo - Caligiuri (71. Niederlechner), Richter, Vargas (79. Gregoritsch) - Hahn (79. Benes). - Trainer: Herrlich

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Tor: 1:0 Serdar (4.)

Ziemlich enttäuschten schlurften indes die Augsburger vom Platz, nachdem sie eine Vorentscheidung im Rennen um den Klassenerhalt verpasst hatten. Sechs Zähler liegt der FCA noch vor Platz 16. Besonders geknickt war Torwart Rafal Gikiewicz. "Nach meinem Fehler ist unser Plan kaputt. Das tut mir leid, ich nehme diese Niederlage auf meine Kappe", sagte der 33 Jahre alte Pole.

Der frühe Patzer des sonst so sicheren Schlussmanns lieferte den Schalkern nach den vielen Tiefschlägen der vergangenen Monate einen willkommenen Lichtblick. Der erst zweite Saisonsieg durch das Tor von Serdar, der Sonntag 24 Jahre alt wurde und beim 2:2 im Hinspiel noch ins eigene Tor getroffen hatte, verhinderte auch eine weitere Negativmarke: In fünf aufeinanderfolgenden Heimspielen blieben die Gelsenkirchener zuvor ohne eigenes Tor. Den Liga-Rekord mit sechs torlosen Heimspielen behalten der SC Freiburg (Saison 2009/10) und der VfB Stuttgart (2014/15).

Der Kapitän lange nur auf der Bank

Die erste Überraschung gab es schon vor dem Anpfiff, denn Schalkes Coach Grammozis hatte eine Personalrotation vollzogen: Der leicht angeschlagene Kapitän Sead Kolasinac saß bis zur 74. Minute auf der Bank. Seit seiner Rückkehr im Winter vom FC Arsenal auf Leihbasis stand Kolasinac bis auf eine Verletzungspause ansonsten immer in der Startelf. Auch Keeper Frederik Rönnow war am Sonntag erstmals unter Grammozis außen vor, denn Ralf Fährmann kehrte sechs Wochen nach seinem Rippenbruch in die Startelf zurück.

Den ersten Akzent setzte aber der auch neu in der Startelf stehende Can Bozdogan. Seine Hereingabe von der linken Seite konnte Gikiewicz nicht festhalten und Serdar sorgte aus kurzer Distanz schon nach wenigen Minuten für das 2600. Bundesligator des Revierklubs. Zugleich der schnellste Schalker Führungstreffer in der Liga seit 2017.

Der Blitzstart des Gegners zeigte Wirkung bei den Gästen aus Augsburg. Die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich brauchte eine lange Anlaufzeit, um in die Partie zu kommen. Bis auf einen Schuss von Marco Richter (24.) und einem Distanzschuss von Vargas (31.) sprang zunächst nicht viel heraus. Für die Schalker vergab Serdar (36.) den möglichen zweiten Treffer, er schob den Ball aus rund 15 Metern am Tor vorbei.

Wunder ist unwahrscheinlich

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Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Augsburger den Druck, hatten mehr Zugriff auf das Spiel und drängten auf den Ausgleich. Doch sie taten sich schwer, eine Lücke gegen die stabile Schalker Hintermannschaft zu finden. Vargas (56.) scheiterte an Fährmann, Richter schoss den Ball nur eine Minute freistehend über die Latte und zehn Minuten später mit einem Fallrückzieher am Pfosten vorbei. Die Schalker aber, die durch Huntelaar (80.) noch eine gute Chance nach einem Freistoß hatten, retteten den zweiten Saisonsieg über die Zeit.

Erlöst von der Negativserie lagen sich Grammozis, Team-Koordinator Asamoah und Co-Trainer Mike Büskens in den Armen. Dennoch kann weiter nur ein großes Fußball-Wunder verhindern, dass der Revierklub in der nächsten Saison zweitklassig ist.

Quelle: ntv.de, Kaspar Kamp, dpa

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