Fußball

Kein Treffer seit Berater-Tour Erling Haalands Minuten sind schon gezählt

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Torflaute? Dieses Wort kennt Erling Haaland vom BVB normalerweise gar nicht.

(Foto: Groothuis/Witters/Pool/Witters)

"Fem hundre og attifem minutter" sind es, rechnen norwegische Medien vor. Seit 585 Minuten wartet Erling Haaland auf einen Treffer. Das Pikante an der Torflaute: Der Stürmer trifft nicht mehr, seit sein Berater Mino Raiola durch halb Europa tourte. Dortmund plant derweil weiter seine Zukunft.

Das Zählen von torlosen Minuten blieb Erling Haaland in seinem jungen Stürmer-Leben bislang erspart. Der Norweger traf einfach immer, egal wann, egal wo. Doch das hat nun ein Ende. "Fem hundre og attifem minutter", 585 Minuten also, sei der Knipser von Borussia Dortmund inzwischen ohne Tor, rechneten norwegische Medien zuletzt vor. Eine halbe Ewigkeit also im Universum des Erling H.

Eine zweite Rechnung geht so: Seit Berater Mino Raiola mit Haalands Vater Alf-Inge auf große Europa-Tour ging und Topklubs in Spanien und England besuchte, hat das Objekt der Begierde das Tor nicht mehr gefunden. Die Reise durch den halben Kontinent nahm dabei teilweise absurde Züge an und sorgte für Aufregung bei vielen Fans. Nach seinem Doppelpack gegen Köln am 20. März ging Haaland je zweimal in der Bundesliga und der Champions League sowie in allen drei WM-Qualifikationsspielen leer aus.

"Natürlich ist man es gewohnt, dass er fast zum Vergnügen Tore schießt, und das in jedem einzelnen Spiel", sagte BVB-Trainer Edin Terzic zuletzt über die Flaute des 20-Jährigen. Sorgen mache ihm das aber nicht. "Er ist jung, er ist ein Mensch. Es gibt Zeiten, da trifft man eben nicht", so Terzic. Manchmal eben auch sieben Pflichtspiele in Folge.

"Wir planen mit ihm"

Dabei hatte Haaland zuvor eine sensationelle Quote von einem Tor pro Spiel. "Sieben Spiele ohne Treffer können sich im jungen Leben des Erling Braut Haaland schnell wie ein ganzes Jahr anfühlen", schrieb die norwegische Online-Zeitung "Nettavisen". Dem Zählen ein Ende bereiten kann Haaland am Sonntag im Heimspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de). Es wird höchste Zeit: Im Kampf um die Champions-League-Plätze braucht der BVB dringend die alte Kaltschnäuzigkeit seines besten Torschützen. Denn sollten die Westfalen die Königsklasse verpassen, könnte auch Haaland schneller weg sein, als dem Klub lieb ist.

Michael Zorc will davon freilich nichts hören. "Fakt ist: Ohne unsere Unterschrift geht nichts. Wir planen mit ihm, unabhängig davon, ob wir uns für die Champions League qualifizieren oder nicht", sagte der BVB-Sportdirektor erst am Mittwoch, fügte aber auch an: "Dass er sich grundsätzlich Gedanken macht, wie es weitergeht, ist normal. Ich finde, da ist nichts Verwerfliches dran." Am Ende geht es wohl nicht zuletzt um das liebe Geld. Haaland besitzt noch einen Vertrag bis 2024, der erst im Sommer 2022 eine Ausstiegsklausel von rund 75 Millionen Euro enthält. Nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" könnte diese leistungsbezogen noch auf mehr als 80 Millionen Euro steigen.

In diesem Sommer dürfte eine Ablösesumme indes weit höher liegen, viele Vereine kommen für einen solchen Betrag nicht in Frage. Als heißester Kandidat gilt derzeit Manchester City, was Spekulationen Tür und Tor öffnet. So wird bereits Andre Silva von Eintracht Frankfurt als Haaland-Nachfolger beim BVB gehandelt, angeblich ist der Portugiese für 30 Millionen Euro zu haben. Noch aber ist das alles Zukunftsmusik. "Unsere Saison ist noch nicht vorbei", sagte Haaland zuletzt.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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