Fußball

20-Millionen-Handgeld, Fake News Haaland-Posse nimmt völlig absurde Züge an

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Seine Wechsel-Geschichte wird immer mehr zur Schlammschlacht: Erling Haaland von Borussia Dortmund.

(Foto: dpa)

Irrwitzige Zahlen, "Fake News" und ein wilder Anruf nachts um 1 Uhr: Der mögliche Wechsel von Dortmunds Erling Haaland zum FC Barcelona wird immer grotesker. Sein Berater und sein Vater sollen Honorare in Höhe von 20 Millionen Euro fordern. Haalands Agent bestreitet dies, die Schlammschlacht geht weiter.

Gerard Romero vom katalanischen Radionetzwerk "RAC1" ist ein meist gut informierter Sportjournalist. Nun will er erfahren haben, welche absurden Forderungen Erling Haalands Berater Mino Raiola für den Wechsel seines Star-Klienten von Borussia Dortmund an den FC Barcelona stellt. Demnach beansprucht der Agent für sich ein Honorar in Höhe von 20 Millionen Euro. Selbige Summe soll an Alf-Inge Haaland, den Vater des BVB-Stars, als Handgeld gehen. Als Gehalt stelle sich Raiola sogar 30 Millionen Euro netto pro Jahr für Haaland vor.

Überdies fordere das Haaland-Lager laut Romero den Verbleib von Superstar Lionel Messi, dessen Vertrag bei den Katalanen in wenigen Wochen ausläuft. Hinzu käme für Barcelona die Ablöse, die sich Schätzungen von spanischen Medien zufolge zwischen 150 und 180 Millionen Euro bewegen würde, weil Haalands Ausstiegsklausel für 75 Millionen Euro erst im Sommer 2022 greift. Wie die hoch verschuldeten und sportlich und institutionell krisenerschütterten Katalanen sich das leisten sollen, ist allerdings noch unklar.

"Wir haben keinen Parallelplan"

Berater Raiola reagiert empört auf die veröffentlichten Zahlen und bezeichnete Romeros Bericht als "Fake News", die sich "schnell und weit verbreiten". Dies wiederum ließ der Journalist nicht auf sich sitzen und rief Raiola nachts um 1 Uhr live in seinem Twitch-Stream an, wovon der Berater alles andere als begeistert war: "Du bist verrückt. Hör auf, mich anzurufen. Es ist nicht mal eine anständige Zeit, um anzurufen."

Erling Haaland muss langsam aufpassen, dass ihm die Posse um seinen Wechsel nicht über den Kopf wächst. Noch im Dezember 2020 hatte der Norweger immer wieder betont, dass er sich in Dortmund sehr wohlfühle und mit dem Team noch einiges vorhabe. Dann allerdings begann eine sportliche Talfahrt.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke geht derweil trotz einer drohenden Saison ohne Champions League von einem Verbleib des Torjägers in Dortmund aus. "Wir haben keinen Parallelplan. Wir werden das mit Erling, seinem Vater und seinem Berater Mino Raiola in Ruhe besprechen. Wir wollen ja auch, dass er gerne bei uns bleibt, dass er mit Überzeugung nächstes Jahr für den BVB Tore schießt. Es gibt da keinen Alternativplan", sagte Watzke im DAZN-Interview.

Der BVB könnte erstmals seit sechs Jahren die Teilnahme an der Champions League verpassen. Der Rückstand auf Eintracht Frankfurt beträgt sieben Spieltage vor Saisonende sieben Punkte. Am Dienstag (21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) steht das Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse bei Manchester City an.

Quelle: ntv.de, dbe

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