Fußball

"Muss man respektieren" FC Bayern bezieht Stellung zum Fall Kimmich

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Kahn bei der Premiere eine Doku-Serie über den Rekordmeister aus München.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Nach der Bundesregierung und dem Ethikrat schaltet sich nun auch der FC Bayern München in die Debatte um den ungeimpften Fußball-Profi Kimmich ein. Vorstandschef Kahn betont zwar eine "klare Haltung" - einen Impfzwang aber lehnt Vereinspräsident Hainer ab.

Die Vereinsführung des FC Bayern München will keinen öffentlichen Druck auf ungeimpfte Fußball-Profis wie Nationalspieler Joshua Kimmich ausüben. Vorstandschef Oliver Kahn und Präsident Herbert Hainer betonten aber zugleich die klare Corona-Position des deutschen Rekordmeisters. "Zunächst einmal ist es wichtig, dass wir eine klare Haltung haben, dass wir es allen nur empfehlen können, sich zu impfen. Das haben wir unterstrichen durch mehrere Aktionen", sagte Kahn vor der Premiere der Doku-Serie "FC Bayern - Behind The Legend" in einem Münchner Kino.

"Letztendlich muss man das respektieren, wenn der eine oder andere eben eine andere Meinung hat", ergänzte Kahn konkret zu Kimmich. "Es ist ganz wichtig - und es ist unsere Pflicht als Verein -, ständig Aufklärungsleistung zu zeigen."

"Der FC Bayern unterstützt die Impfaktion"

Vereinspräsident Hainer betonte ebenfalls einmal mehr die Bedeutung einer hohen Impfquote zur Bewältigung der Corona-Pandemie. "Der FC Bayern unterstützt die Impfaktion nachhaltig. Am Ende des Tages gibt es keinen Impfzwang bei uns. Es ist die Entscheidung eines jeden Einzelnen, und das muss man akzeptieren", sagte Hainer. "Joshua Kimmich hat ja gesagt, vielleicht lässt er sich ja auch noch impfen. Mich würde das freuen."

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Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß wollte sich auf dem Roten Teppich vor den Kameras und Reportern nicht konkret zu Kimmich äußern, der sich bislang nicht impfen ließ. Der 26-Jährige machte dafür bei seinem Bekenntnis am Wochenende in einem TV-Interview noch vorhandene persönliche "Bedenken" geltend. "Ich habe eine Meinung dazu, aber nur für ihn selber", sagte Hoeneß angesprochen auf Kimmich.

In den sechs Serienteilen der Doku über den FC Bayern gewährt Deutschlands Topclub Blicke hinter die Kulissen und ins Innenleben der Mannschaft. "Uns war es wichtig, Nähe und Momente für unsere Fans zu erzeugen, wie sie sie so vom FC Bayern noch nicht gesehen haben", sagte Kahn.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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