Fußball

"Missachtung der Vereinswerte" FC St. Pauli trennt sich von Cenk Sahin

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In der laufenden Saison kam Sahin bislang nur in der ersten DFB-Pokalrunde zum Einsatz. Dabei wird es wohl auch bleiben.

(Foto: imago images / Agentur 54 Grad)

In einem Instagram-Post äußerte Cenk Sahin seine Unterstützung für die türkische Militär-Offensive in Syrien. Fußball-Zweitligist FC St. Pauli zieht deshalb Konsequenzen und stellt den Profi frei. Der 25-Jährige weilt aktuell in seiner türkischen Heimat - und könnte dort einen neuen Verein finden.

Der FC St. Pauli wird den türkischen Fußball-Profi Cenk Sahin nicht mehr einsetzen. Nach erneuten Gesprächen zwischen den Verantwortlichen des Vereins und dem Spieler wird Cenk Sahin vom Trainings- und Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung freigestellt. Zur Entscheidungsfindung trugen vor allem die "wiederholte Missachtung der Werte des Vereins sowie der Schutz des Spielers bei", teilte der Zweitligist mit. Sahin hatte am vergangenen Freitag bei Instagram die Syrien-Offensive der Türkei begrüßt und seine Solidarität bekundet.

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Der Vertrag mit dem 25 Jahre alten Mittelfeldspieler soll zunächst seine Gültigkeit behalten. Die Hamburger erteilen Sahin, der mit einer Ablösesumme in Höhe von 1,3 Millionen Euro der zweitteuerste Profi der Vereinsgeschichte ist, eine Trainings- und Gastspielerlaubnis. Damit darf er sich in seiner türkischen Heimat, wo er sich derzeit aufhält, einem anderen Verein anschließen. Laut türkischen Medien sollen Zweitligist Boluspor und Viertligist Nevsehir Belediyespor Interesse haben. Ein Transfer ist jedoch erst im Winter möglich, Sahins noch bis 2021 laufender Vertrag wurde noch nicht aufgelöst.

Sahin hatte in seinem Post geschrieben: "Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!", hieß es in seinem Post. Daraufhin hatten die Fans des FC St. Pauli den Verein aufgefordert, sich sofort vom Spieler zu trennen. Nach zahlreichen Gesprächen "mit Fans, Mitgliedern und Freund*innen, deren Wurzeln in der Türkei liegen" sei der Vereinsführung bewusst geworden, "dass wir differenzierte Wahrnehmungen und Haltungen aus anderen Kulturkreisen nicht bis ins Detail beurteilen können und sollten", heißt es in der Mitteilung. "Ohne jegliche Diskussion und ohne jeglichen Zweifel lehnen wir dagegen kriegerische Handlungen ab. Diese und deren Solidarisierung widersprechen grundsätzlich den Werten des Vereins."

Quelle: n-tv.de, tsi/dpa

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