Fußball

Problem ist neue Einreisesperre Fällt Leipzigs CL-Spiel gegen Klopp aus?

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Nagelsmann und Co. wissen noch nicht, ob und wenn ja, wo sie spielen werden.

(Foto: imago images/Christian Schroedter)

Im Achtelfinale der Champions League trifft RB Leipzig auf den FC Liverpool - eigentlich. Denn es könnte sein, dass die neue Einreisesperre der Bundesregierung den Spielplan durcheinanderwirbelt. Es ist unklar, ob die Partie wie geplant stattfinden darf.

Durch die von der Bundesregierung verhängte Einreisesperre für Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten herrscht Unklarheit über die Champions-League-Partie zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool. Laut der am Samstag in Kraft getretenen Verordnung dürfen Menschen aus Großbritannien bis zum 17. Februar nicht mehr in die Bundesrepublik einreisen. Das Achtelfinal-Hinspiel ist für den 16. Februar in Leipzig angesetzt. Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf Anfrage auf das Bundesinnenministerium, von dort gab es bislang keine Stellungnahme.

Zwar gibt es in der Verordnung Ausnahmen, Profisport ist dort allerdings nicht aufgelistet. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums wollte sich bei der ARD-Sportschau nicht zu Einzelfällen äußern. Generell gelte aber, dass es nur die Ausnahmen geben werde, die in der Verordnung explizit erwähnt seien, hieß es in dem Bericht. Eine aberwitzige Besonderheit meldete die Sportschau: Falls Trainer Jürgen Klopp als deutscher Staatsbürger einen gemeldeten Wohnsitz in Deutschland hat, dürfte er einreisen. Für den Rest seines Teams dürfte dies allerdings nicht gelten - sie müssten in England bleiben.

RB Leipzig hat Kenntnis von der neuen Verordnung, teilte aber auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, noch keinen Kontakt zur zuständigen Europäischen Fußball-Union Uefa aufgenommen zu haben. Dies solle in den kommenden Tagen jedoch geschehen. Von der Uefa gab es zunächst keine Stellungnahme.

Eine mögliche Lösung ist ein Tausch des Heimrechts - es könnte zunächst in Liverpool gespielt werden. Das Rückspiel ist eigentlich für den 10. März an der Anfield Road geplant. Die Statistik zeigt zwar, dass häufiger die Mannschaft mit dem Heimrecht im Rückspiel in die nächste Runde einzog, doch ohne Zuschauer - das zeigen Statistiken - ist der Heimvorteil ohnehin aufgehoben. Dementsprechend ist es wahrscheinlich, dass der FC Liverpool dieser einfachen Lösung zustimmen würde.

Die Bundesregierung hat aus Sorge um eine weitere Verbreitung von mutierten Coronaviren weitreichende Einreisesperren verhängt. Diese gelten unter anderem für Menschen aus Großbritannien, Südafrika, Portugal, Brasilien und Irland. Es gibt ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen. Ausnahmen gelten unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebende Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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