Fußball

Pressestimmen zum CL-Halbfinale "Geschichte, die deine Knochen zittern lässt"

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Ajax hatte alles in der Hand, doch dann kam Tottenham zurück.

(Foto: imago images / Pro Shots)

Ajax Amsterdam gewann das Hinspiel gegen Tottenham Hotspur mit 1:0 und führte im Rückspiel daheim zur Halbzeit mit 2:0. Und doch jubeln am Ende die Londoner. Dank eines Hattricks von Lucas Moura gewinnen sie in letzter Minute mit 3:2 in der Johan-Cruijff-Arena. Nach dem atemberaubenden 4:0-Sieg des FC Liverpool über den FC Barcelona am Dienstagabend hat die Fußball-Champions-League damit gleich die nächste Sensation erlebt. Die internationale Presse ist entsprechend angetan.

Großbritannien

The Guardian: "Als sich alles wendete, lagen da plötzlich sieben, acht, vielleicht sogar neun Ajax-Spieler flach auf dem Spielfeld, ihre Gesichter im Rasen vergraben, sie wollten nichts mehr sehen. Die Spurs, sie hatten es irgendwie geschafft, und in diesen Augenblicken wurden wir, einmal mehr, an den Glanz dieses Sports erinnert, daran, wie brutal Fußball sein kann und wie da immer mal wieder eine Geschichte geschrieben wird, die deine Knochen zittern lässt. Wir hatten zwei davon in dichter Folge, wenn man an Liverpools Zerstörung Barcelonas in der Nacht zuvor denkt."

The Daily Mail: "Danke, Fußball! Tottenham zog eines der besten Champions-League-Comebacks gegen Ajax durch. Spurs-Boss Mauricio Pochettino ging beim Abpfiff in die Knie."

The Sun: "Tottenhams Fans werden verrückt, als die Spurs das Champions-League-Finale nach einem sensationellen Comeback erreichen, gerade mal 24 Stunden nach dem Liverpool-Wunder. Tottenhams atemberaubender Sieg schafft ein innerenglisches Finale."

The Telegraph: "Lucas Moura vollbringt ein weiteres englisches Wunder, indem ein Hattrick Tottenham ins Champions-League-Finale schickt. Wenn alle Hoffnung verloren scheint, wenn das Rennen gelaufen scheint, wenn die Körper ausgelaugt und verbraucht scheinen, wenn man im Champions-League-Finale 3:0 hinten liegt mit weniger als 45 Minuten zu spielen - dann macht euch keine Gedanken."

The Independent: "Moura-Hattrick schickt heldenhafte Spurs zum Abenteuer ihres Lebens. Tottenham ist Champions-League-Finalist. Fünf Wörter, die vielleicht diesen Mahlstrom aus Drama und Intrige, Wendungen und Bredouillen, der in einem der dramatischsten Spielausgänge überhaupt gipfelte, angemessen wiedergeben können."

Niederlande

De Telegraaf: "Ajax wirft das Finale in der letzten Sekunde weg. Ajax' Traum ist auf äußerst schmerzhafte Weise geplatzt. Das Team von Trainer Erik ten Hag verlor in letzter Minute mit 2:3 gegen Tottenham Hotspur und verpasste das Finale der Champions League. (...) Der Traum von Amsterdam endete in einem Albtraum."

Algemeen Dagblad: "In der vierten Minute der Nachspielzeit schien Ajax nach einem Kopfball von Fernando Llorente das Spiel gewonnen zu haben. Aber etwas später lief es schrecklich schief. Lucas Moura schoss den Ball an Torhüter André Onana vorbei und stürzte die Johan-Cruijff-Arena in Trauer. 'Du bist so nah dran. Es ist unglaublich', sagte (Ajax-Kapitän) Matthijs de Ligt danach."

Volkskrant: "Ajax' Reise durch Europa, durch das Traumland des Fußballs, endete dramatisch in Amsterdam, kurz vor dem größten Klubfußball-Spiel überhaupt. Das Finale der Champions League, am 1. Juni im Wanda-Metropolitano-Stadion von Atlético, findet zwischen Tottenham Hotspur und Liverpool statt, nach dem beispiellosen Ende und den Tränen von Amsterdam."

Spanien

El País: "Tottenham wendet sein Schicksal mit einer Aufholjagd gegen Ajax. Das Team Pochettinos überwindet einen 2:0-Rückstand, um in letzter Minute das Finale zu erreichen mit einem Dreier von Moura, der das großartige Werk der holländischen Mannschaft zerstört."

Ás: "Die Geschichte war schon fast geschrieben. Man sprach von einem Finale der Genießer. Ajax hatte alles auf seiner Seite, nach dem Tor im Hinspiel schossen sie zwei in der ersten Halbzeit in Amsterdam. Aber Mauricio Pochettino schaffte es, die Seinen glauben zu lassen, dass nichts festgeschrieben ist und dass es auch eine Art zu leben ist, sich gegen das Schicksal aufzulehnen ."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Schützenfeste, Aufholjagden und 'verrückte' Partien: Es ist die unterhaltsamste Champions League aller Zeiten. Nach dem 4:0 Liverpools über Barcelona gab es auch im Halbfinale in Amsterdam eine verrückte Wende. Wenig Langeweile in dieser Ausgabe ..."

La Repubblica: "Mit einem Dreier des Brasilianers in der Nachspielzeit dreht die Mannschaft Pochettinos ein 2:0 in ein 2:3 und ist im ersten Champions-League-Finale ihrer Geschichte. Die Holländer geblendet von den Toren in der ersten Halbzeit."

Corriere dello Sport: "Ajax ausgeschieden nach einem weiteren verrückten Halbfinale. Die Holländer lagen vorne mit De Ligt und Ziyech und das Weiterkommen schien bombensicher. In der zweiten Halbzeit erzielt der Brasilianer einen unglaublichen Dreier und schickt die Spurs ins Finale."

Schweiz

Blick: "Wunder werden zur Normalität - zumindest in der Champions League. Die Tottenham Hotspurs liegen scheinbar aussichtslos 0:2 zurück, nachdem sie schon das Hinspiel 0:1 verloren hatten. Die Hypothek zur Pause? 0:3. Unmöglich, sagen die Einen - und werden eines Besseren belehrt."

Tagesanzeiger: "Schon wieder Wahnsinn" - Tottenham scheint geschlagen, liegt gegen Ajax zeitweise 0:2 zurück. Doch dann gibt es das nächste große Comeback dieser Champions-League-Saison."

Österreich

Krone: "Wahnsinn! Spurs putzen Ajax, nun Finale gegen Reds. Das Champions-League-Finale 2019 steht fest - und es ist ein rein englisches! Liverpool mit Kult-Coach Jürgen Klopp bekommt es am 1. Juni in Madrid mit Tottenham zu tun. Das Sensationsteam aus England setzte sich am Mittwoch in einem unfassbaren Thriller bei Ajax Amsterdam dank eines Treffers in der 96. Minute mit 3:2 durch."

Kurier: "Nach Krimi: Tottenham folgt Liverpool ins Champions-League-Finale. Es ist die Woche der Aufholjagden in Europas Fußball. 24 Stunden nach dem denkwürdigen 4:0-Sieg von Liverpool im Halbfinal-Rückspiel gegen Barcelona schaffte auch Tottenham nach einem 0:3-Rückstand noch den Einzug ins Finale am 1. Juni in Madrid."

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

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