Fußball

MSV gibt Lebenszeichen in Liga 2 HSV patzt daheim, Paderborn überholt Union

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Gegen den FC Erzgebirge Aue hat der Hamburger SV zuhause nur ein Unentschieden erreicht.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Vier Wochen vor Saisonende in der 2. Fußball-Bundesliga bleibt der Aufstiegskampf nervenaufreibend. Erster Verfolger des zweitplatzierten Hamburger SV ist nun der SC Paderborn - auch, weil der 1. FC Union erneut nicht siegt. Für Schlusslicht MSV Duisburg sieht's nicht mehr ganz so düster aus.

Holstein Kiel - SC Paderborn 1:2 (0:0)

Der SC Paderborn hat im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga ein weiteres nachhaltiges Achtungszeichen gesetzt. Das Team von Trainer Steffen Baumgart gewann das Verfolgerduell der 2. Liga mit 2:1 (0:0) bei Holstein Kiel und verbesserte sich vier Spieltage vor Saisonschluss auf Relegationsrang drei.

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Der SC Paderborn rund um Jamilu Collins (m.) und Philipp Klement (r.) ist auf den dritten Platz der 2. Fußball-Bundesliga gesprungen.

(Foto: dpa)

Kai Pröger (57.) und Christopher Antwi-Adjei (82.) erzielten vor 13.129 Zuschauern im Kieler Holstein-Stadion die Tore für die Ostwestfalen. Masaya Okugawa (47.) hatte die "Störche", die ihre Aufstiegsambitionen nach der dritten Heimniederlage wohl abschreiben müssen, in Führung gebracht. Die beiden offensivstarken Vertretungen lieferten sich wie schon beim 4:4 im Hinspiel einen offenen Schlagabtausch. Nach dem stürmischen Beginn beruhigte sich die Partie etwas, weil sich beide Teams weitestgehend neutralisierten.

Die Tore gab es so erst im zweiten Abschnitt. Okugawas Führungstreffer unmittelbar nach der Pause steckten die Paderborner ungerührt weg. Erst traf Pröger aus der Distanz zum Ausgleich. Dann legte Antwi-Adjei mit seinem sechsten Saisontreffer für die beste Rückrundenmannschaft der 2. Liga zum verdienten Sieg nach.

Hamburger SV - FC Erzgebirge Aue 1:1 (0:1)

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Der Hamburger SV hat auf dem Weg zum Wiederaufstieg in die Bundesliga erneut gepatzt. Die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf musste sich vor 52.354 Zuschauern im heimischen Volksparkstadion gegen Erzgebirge Aue mit einem 1:1 (0:1) begnügen und liegt nach dem fünften Spiel in Folge ohne Sieg als Tabellenzweiter nur noch zwei Punkte vor dem SC Paderborn auf dem Relegationsrang.

Das Tor für Aue erzielte Philipp Zulechner nach einem krassen Fehler von Torwart Julian Pollersbeck (43.). Manuel Wintzheimer, der fünf Tage zuvor gegen den 1. FC Köln sein erstes Saisontor erzielt hatte, schaffte den Ausgleich (53.). Die Auer stoppten ihre Serie von zuvor vier Niederlagen.

Der HSV war zwar die spielbestimmende Mannschaft, konnte sich aber nur wenige zwingende Torchancen erarbeiten. Die Abwehrreihe der Auer hatte die HSV-Offensive weitgehend im Griff. Nach dem Ausgleich setzte HSV-Trainer Wolf alles auf Offensive und brachte Lasogga und Hwang sowie schließlich auch Ideen- und Passgeber Hunt. Der Kapitän scheiterte in der 86. Minute per Freistoß an der Latte.

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Union Berlin 1:1 (0:1)

Auch der 1. FC Union Berlin hat einen Big Point im Aufstiegsrennen verpasst. Die Eisernen musste sich trotz zwischenzeitlicher Überzahl bei der SpVgg Greuther Fürth mit einem 1:1 (1:0) begnügen, verloren nach einer Führung zwei wichtige Zähler und rutschten auf den vierten Platz ab. Joshua Mees (35.) sorgte per Kopf für die Führung der Berliner, Marco Caligiuri (67.) glich für die Franken vor 9650 Zuschauern aus.

Fürth hatte ab der 38. Minute nach der Roten Karte für Torjäger Daniel Keita-Ruel aufgrund einer Tätlichkeit an Felix Kroos mit zehn Mann auskommen müssen. In der 70. Minute sah Berlins Nicolai Rapp wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Die Berliner sind jetzt fünf Spiele ohne Sieg, während die Fürther auch im sechsten Spiel in Folge zu Hause ungeschlagen blieben.

MSV Duisburg - SV Sandhausen 2:2 (0:1)

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Gegen den SV Sandhausen hat der MSV Duisburg ein Remis erkämpft.

(Foto: dpa)

Mit einer Aufholjagd gegen den SV Sandhausen hat der MSV Duisburg wieder ein Lebenszeichen gesendet. Im Kellerduell kam das Schlusslicht gegen den SV Sandhausen zu einem 2:2 (0:1) und verließ durch den Punkt zumindest vorübergehend den letzten Platz. Die Führung durch Andrew Wooten (28., 62./Foulelfmeter) glichen Havard Nielsen (71.) und Kevin Wolze (88./Handelfmeter) noch aus.

Duisburg hat vier Spieltage vor Saisonende acht Punkte Rückstand zum Tabellen-15., aber vorerst nur vier zum Relegationsplatz. Dagegen konnte Sandhausen, mit 14 Punkten aus den vergangenen sechs Partien, durch das Remis den Abstand zur Abstiegszone vorübergehend auf vier Zähler vergrößern.

In dem für Duisburg so wichtigen Heimspiel zeigte das Team erst spät die nötige Leidenschaft und kam somit über den einen Punkt nicht hinaus. Lange Zeit mühten sich die "Zebras" vergeblich, um nach dem 0:1 die kompakte Sandhäuser Abwehr vor ernsthafte Probleme zu stellen. Erst in der Schlussphase, als erneut Wooten vom Elfmeterpunkt auf 2:0 für die Gäste erhöht hatte, konnten Nielsen per Drehschuss und Wolze per Handelfmeter den Rückstand noch aufholen.

Quelle: n-tv.de, cri/sid/dpa

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