Fußball

DFB-Elf vor "neuer Zeitrechnung" Löw ernennt Süle zum neuen Abwehrchef

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw startet nicht unumstritten in das Nationalmannschaftsjahr. Ohne die drei ausgebooteten Bayern-Stars, dafür aber mit dem neuen Abwehrchef Niklas Süle tritt die DFB-Elf im Testspiel gegen Serbien an. Ausgerichtet ist dabei aber alles auf die EM-Qualifikation.

Joachim Löw hat vor den ersten Länderspielen des Jahres eine "neue Zeitrechnung" bei der Fußball-Nationalmannschaft ausgerufen. "Wir stehen vor einer neuen Herausforderung", sagte der Bundestrainer nach der Ausmusterung des Bayern-Trios Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller. Sein Ziel: Aus vielen jungen Spielern wieder ein titelfähiges Team zu formen. "Dieser jungen Mannschaft muss ich das Gefühl entgegenbringen, dass ich ihr als Trainer das absolute Vertrauen gebe." Das gelte auch bei Rückschlägen.

So könnten sie spielen

Deutschland: Neuer - Ginter, Süle, Rüdiger - Kehrer, Kimmich, Goretzka, Kroos - Brandt, Werner, Sané

Serbien: Dmitrovic - Rukavina, Milenkovic, Veljkovic, Bogosavac - Maksimovic, Matic - Tadic, Milinkovic-Savic, Kostic - Mitrovic

Schiedsrichter: Madden (Schottland)

Das Testländerspiel an diesem Mittwoch in Wolfsburg gegen Serbien sei ein wichtiger Probelauf für den Start in die EM-Qualifikation am Sonntag in Amsterdam (beide ab 20.45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de sowie bei RTL). "Alles ist ausgerichtet auf die Partie gegen Holland. Die Woche steht in diesem Zeichen." Es gehe um eine souveräne Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 und nicht darum, sich "irgendwie durchzuwursteln".

"Verstehe, mit Druck umzugehen"

Mit dem Druck nach dem verkorksten WM-Jahr könne er gut umgehen. "Dass man liefern muss als Nationaltrainer, weiß ich schon", sagte Löw. "Ich verstehe, mit Druck umzugehen." Serge Gnabry vom FC Bayern wird gegen Serbien nicht spielen. Der nach einer Erkältung erst am Dienstag zum Team gereiste Angreifer sei "nicht eingeplant", sagte Löw. Die übrigen 22 Akteure des Kaders stehen zur Verfügung.

Wer gegen die Serben im Tor stehen wird, ist offen. "Da haben wir noch keine Entscheidung getroffen", sagte der Bundestrainer über die Wahl zwischen Kapitän Manuel Neuer und Herausforderer Marc-André ter Stegen. Löw plant den Münchner Rechtsverteidiger Joshua Kimmich auch beim Neubeginn weiter im defensiven Mittelfeld ein. Das habe sich bewährt. Als neuen Abwehrchef bestimmte der Bundestrainer den Münchener Niklas Süle. Neben ihm sollen Antonio Rüdiger und Matthias Ginter verteidigen. "Diese drei können die Stabilisatoren der neuen Defensive sein."

Quelle: n-tv.de, ara/dpa

Mehr zum Thema