Fußball

Sieg gegen Werder Bremen Mönchengladbach komfortabel an der Spitze

061d9e8c011314a689bc9d9b3ca7639c.jpg

Läuft für sie: Ramy Bensebaini, Matthias Ginter und Torschütze Patrick Herrmann.

(Foto: dpa)

Unbeeindruckt von der famosen Leistung des FC Bayern gegen den BVB ziehten die Mönchengladbacher ihre Kreise. Nach dem dreifachen Punktgewinn gegen den SV Werder Bremen bleibt die Borussia in der Tabelle der Fußball-Bundesliga ganz oben - vor den Leipzigern und den Münchnern.

Mit begeisterndem Power-Fußball wächst Borussia Mönchengladbach zu einem ernsthaften Titelkandidaten in der Fußball-Bundesliga heran. Der Spitzenreiter gewann 64 Stunden nach dem kräftezehrenden Sieg in der Europaliga gegen AS Rom auch sein viertes Liga-Heimspiel in Folge und baute die Tabellenführung durch das 3:1 (2:0) gegen den SV Werder Bremen mit 25 Punkten vor RB Leipzig und dem FC Bayern sogar aus. Die Bremer hingegen fielen nach sieben sieglosen Spielen in Folge auf Rang 14 zurück.

Vor 54.022 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Ramy Bensebaini (20.), der in der 87. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah, und Patrick Herrmann (22./59.) die Tore für die Borussia. Der Treffer des Bremers Leonardo Bittencourt (90.+3) war ohne Bedeutung. Gladbachs Trainer Marco Rose hatte nach dem intensiven Programm zuletzt wie angekündigt kräftig durchgewechselt und immerhin vier neue Spieler in die Startelf berufen.

Erstmals von Beginn an dabei war auch wieder Alassane Pléa nach überstandener Knieverletzung. Bei den Gästen musste Ömer Toprak kurzfristig passen, für ihn kam der genesene Sebastian Langkamp zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Auch Gladbachs Siegtorschütze gegen Rom, Marcus Thuram, musste trotz starker Belastung wieder ran und hatte bereits nach 36 Sekunden aus abseitsverdächtiger Position die erste große Chance. Wie gewohnt setzten die Gastgeber den Gegner früh unter Druck, mussten aber beim schnellen Umschaltspiel der Bremer immer wieder aufpassen.

Herrmann glänzt mit Doppelpack

Werders Torjäger Milot Rashica vergab die erste Möglichkeit und scheiterte an Torhüter Yann Sommer (3.). In einem Spiel zweier starker Offensivteams kamen die Gladbacher binnen gut zwei Minuten zur 2:0-Führung. Nach einem Freistoß von Laszlo Benes markierte Bensebaini per Kopf mit seinem ersten Treffer für Borussia das 1:0, nur zwei Minuten später war Herrmann gedankenschnell, als sein Kollege Thuram und Werders Torwart Jiri Pavlenka zusammenstießen und der Flügelspieler den Ball zum 2:0 ins leere Tor prallen ließ.

Dem Anschlusstreffer von Yuya Osako (28.) verweigerte Schiedsrichter Tobias Stieler nach Einsatz des Videobeweises wegen eines Foulspiels zuvor die Anerkennung. Die Bremer blieben aber dran und hatten durch den gefährlichen Rashica und Maximilian Eggestein weitere gute Chancen, doch Sommer parierte jeweils glänzend. Der starke Gladbacher Torhüter war auch in der 53. Minute auf dem Posten, als er einen nach Videobeweis gegeben Foulelfmeter von Davy Klaassen parieren konnte. Mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag sorgte Herrmann, der tags zuvor erstmals Vater geworden war, für die endgültige Entscheidung. Mit sechs direkten Torbeteiligungen - vier Treffer und zwei Vorlagen - hat Herrmann schon jetzt seinen Scorer-Wert aus der vergangenen Saison übertroffen.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

Mehr zum Thema