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Yussuf Poulsen soll seine Pressing-Stärke gewinnbringend für das RBL-Team einsetzen.
Yussuf Poulsen soll seine Pressing-Stärke gewinnbringend für das RBL-Team einsetzen.(Foto: dpa)
Dienstag, 21. November 2017

"Ein offener Schlagabtausch": RB Leipzig macht Druck gegen den Druck

Will RB Leipzig seine Premierensaison in der Fußball-Champions-League nicht nach der Gruppenphase beenden, braucht's zwei Siege aus den nächsten beiden Spielen - und einen schnellen Lerneffekt. Der Trainer setzt dennoch auf volle Attacke.

Bei Regen und vier Grad ließ Trainer Ralph Hasenhüttl seine Spieler am Montag zum Abschlusstraining in Leipzig antreten. Es wurde kaum geredet, die Stimmung war angespannt. Allen Profis war klar, dass wohl nur ein Sieg bei der AS Monaco (20.45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale der Champions League erhält. Gegen Mittag hob der Charterflieger dann von Leipzig Richtung Südfrankreich ab. "Es wird sicher ein Spiel, das mit einem offenen Schlagabtausch enden wird. Jede Mannschaft wird voll auf Sieg spielen müssen, weil ansonsten die Chance auf ein Weiterkommen praktisch dahin ist", sagte Hasenhüttl.

Monaco - Leipzig, 20.45 Uhr

AS Monaco: Subasic - Raggi, Glik, Jemerson, Jorge - Fabinho, Tieleman - Rony Lopes, Joao Moutinho, Balde - Falcao; Trainer: Jardim.
RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg -  Kampl, Keita - Sabitzer, Forsberg - Poulsen, Werner; Trainer: Hasenhüttl.
Schiedsrichter: Undiano Mallenco (Spanien)

Einen Lerneffekt erhofft sich RB aus dem Leverkusen-Spiel am Wochenende, das trotz eines 2:2 für Torhüter Peter Gulacsi eine gefühlte Niederlage war. Zweimal hatte RB geführt und 40 Minuten in Überzahl gespielt. "Wenn wir führen, müssen wir besser verteidigen - mit allen Mitteln, die wir haben", sagte der Ungar. Hasenhüttl pflichtete ihm bei: "Wir müssen unsere Grundtugenden wieder bringen. In Leverkusen haben wir nach Führungen mindestens einen Gang zurückgeschaltet."

In der Königsklasse lief es bislang nicht rund. Beim 1:1 im Hinspiel gegen Monaco hatten die Sachsen zu Hause wichtige Punkte liegen gelassen, die jetzt in der Abrechnung fehlen. Damals habe man noch nicht gewusst, wo man im Wettbewerb steht, sagte Abwehrspieler Willi Orban dem "Kicker": "Wir gehen mit viel mehr Mut an die Sache heran." Wahrscheinlich aber benötigen die Leipziger zum Weiterkommen auch im letzten Gruppenspiel einen Sieg. Am 6. Dezember ist Besiktas Istanbul zu Gast. "Ich traue uns auch zu, zweimal zu gewinnen", meinte Orban, obwohl der deutsche Vizemeister beim 0:2 in Istanbul viel Lehrgeld zahlen musste.

Poulsen soll den Druck erhöhen

Im Sturm wird Hasenhüttl in Monaco neben Nationalspieler Timo Werner wahrscheinlich Yussuf Poulsen als zweite Spitze aufbieten. Poulsen ist im Pressing stark, soll schon früh Bälle erobern. Auch in der Mittelfeldzentrale wird RB wohl auf Attacke setzen und die offensivere Variante mit Naby Keita und Kevin Kampl bringen. Der zuletzt ebenfalls starke, aber leicht angeschlagene Diego Demme müsste damit zunächst auf der Bank Platz nehmen.

In Monaco treffen die Leipziger auf einen unberechenbaren Gegner. In der Champions League ist der Vorjahres-Halbfinalist in der Gruppe G mit nur zwei Punkten noch hinter Leipzig Letzter, in der Liga rangiert das Team von Trainer Leonardo Jardim trotz eines 1:1-Ausrutschers am Wochenende in Amiens auf Rang zwei. Am Sonntag kommt Paris Saint-Germain zum Schlagerspiel ins Fürstentum.

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Quelle: n-tv.de