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Sport
Ohne Sakko:  Emil Forsberg, Marcel Sabitzer und Timo Werner.
Ohne Sakko: Emil Forsberg, Marcel Sabitzer und Timo Werner.(Foto: imago/Picture Point LE)
Dienstag, 21. November 2017

Torfestival im Fürstentum: RB Leipzig stürmt ins Glück

Die Rasenballsportler müssen in Monaco unbedingt gewinnen, um sich die Chance auf das Achtelfinale der Fußball-Champions-League zu erhalten. Und was machen die Leipziger? Sie starten furios in die Partie, legen nach - und dürfen vor dem letzten Spieltag wieder hoffen.

Mit dem ersten Auswärtssieg in der Königsklasse hat RB Leipzig die Chance auf das Achtelfinale gewahrt und sich zumindest schon das Ticket für die Europaliga gesichert. Der Fußball-Bundesligist fertigte in der Champions League den Vorsaison-Halbfinalisten AS Monaco mit 4:1 (4:1) regelrecht ab. Ein Eigentor von Jemerson brachte die Gäste schon in der sechsten Minute in Führung, Doppeltorschütze Timo Werner (9./31./Foulelfmeter) und Naby Keita (45.) machten nach dem Turbo-Start schon zur Halbzeit alles klar. Die Monegassen konnten durch ihren Superstar Radamel Falcao lediglich verkürzen (43.). Monacos Fürst Albert war ebenso enttäuscht wie die anderen AS-Fans im Stade Louis II.

Monaco - Leipzig 1:4 (1:4)

Tore: 0:1 Jemerson (6., Eigentor), 0:2 Timo Werner (9.), 0:3 Timo Werner (31., Foulelfmeter), 1:3 Falcao (43.), 1:4 Keita (45.)
AS Monaco: Subasic - Raggi, Glik, Jemerson, Jorge - Fabinho, Moutinho (83. Carrillo) - Tielemans, Lopes (66. Ghezzal) - Keita Balde (59. Diakhaby), Falcao. - Trainer: Jardim
RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg - Keita, Kampl - Sabitzer (35. Demme), Forsberg (79. Laimer) - Poulsen, Timo Werner (58. Bruma). - Trainer: Hasenhüttl
Schiedsrichter: Alberto Undiano Mallenco (Spanien)
Zuschauer: 9029
Gelbe Karten: Moutinho, Jemerson (2), Fabinho (2), Jorge (2) – Poulsen
Torschüsse: 10:10 - Ecken: 7:5
Ballbesitz: 50:50 Prozent
Zweikämpfe: 91:117

Unmittelbar vor dem Duell löste der türkische Meister Besiktas Istanbul mit einem 1:1 gegen den FC Porto das Ticket für die K.o.-Runde. Die Türken führen die Gruppe G nun mit elf Punkten an. Für die Leipziger ist das Ergebnis ernüchternd, denn Monaco muss am 6. Dezember in Porto antreten. Die Portugiesen hatten das Direktduell mit RB gewonnen; beide Teams haben sieben Zähler. "Ich glaube, dass wir heute einfach mal dran sind", hatte Hasenhüttl vor dem Anpfiff bei Sky gesagt. Und er lag richtig. Der 50-Jährige setzte auf volle Offensivkraft - und auf den zuletzt treffsicheren Timo Werner.

Energisch, kämpferisch und aggressiv

Der Nationalspieler erzielte im DFB-Trikot zuletzt sieben Tore in zehn Spielen. An seine Seite stellte er den beim 1:1 in Leverkusen noch geschonten Dänen Yussuf Poulsen. Hasenhüttl erklärte das Duell an der Côte d'Azur zum Endspiel. Und so ging sein Team vor lediglich 9000 Zuschauern im Stade Louis II, darunter 1200 Fans aus Leipzig, auch in die Alles-oder-nichts-Partie: energisch, kämpferisch und aggressiv in den Zweikämpfen. Gegen die erschreckend schwachen Monegassen, die in der Vorsaison noch bis ins Halbfinale der Königsklasse gestürmt waren, bot der Bundesligist eine abgeklärte und vor der Pause überragende Leistung. Bei zwei Treffern bekam RB aber Hilfe: Nachdem Kevin Kampl Marcel Sabitzer auf der rechten Seite steil schickte, spitzelte Jemerson den Querpass von Sabitzer ins eigene Tor.

Nach einem erneuten Patzer des Pechvogels aus Brasilien reagierte Kampl blitzschnell und passt auf den startenden Werner, der aus 13 Metern traf. Nach Werners Elfmetertor und Falcaos Treffer sorgte Keita unmittelbar vor dem Pausenpfiff für die Vorentscheidung. Getrübt wurde der hochverdiente Sieg nur durch die Verletzung Sabitzers. Der Österreicher rutschte bei einem Torschuss aus und fiel unglücklich auf die Schulter (33.). Direkt vom Spielfeldrand wurde er ins Krankenhaus gefahren. Diagnose: Schulter ausgekugelt. Für ihn kam Geburtstagskind Diego Demme. Zehn Minuten später verkürzte Falcao (43.) per Kopfball zum 1:3. Leipzig zeigte sich unbeeindruckt und erhöht praktisch im Gegenzug auf 4:1. Mit einer Körperdrehung nahm Keita einen Pass von Marcel Halstenberg auf, tanzte die unsichere AS-Abwehr aus und verwandelte aus 15 Metern.

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Quelle: n-tv.de