Fußball

Achter Rauswurf der Saison VfL Wolfsburg feuert Trainer Ismaël

Schon zweimal steht Valérien Ismaël als Trainer des VfL Wolfsburg vor dem Rauswurf, rettet sich aber immer wieder. Nun vollzieht der akut abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist die Trennung von seinem Trainer doch. Voraus geht eine 40-stündige Hängepartie.

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich von Trainer Valérien Ismaël getrennt. Das bestätigte der Verein am Abend offiziell, nachdem zuvor bereits mehrere Medien übereinstimmend die Entlassung vermeldet hatten.

"Nach Abwägung aller Fakten und Umstände sind wir überein gekommen, dass die Trennung die richtige Maßnahme ist, um die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen", sagte Sportdirektor Olaf Rebbe: "Wir haben uns in der Entscheidungsfindung nicht in erster Linie von dem jüngsten Ergebnis gegen Bremen leiten lassen, sondern vor allem auch die Eindrücke und Resultate aus den letzten Wochen und Monaten in die Bewertung miteinfließen lassen." Voraussichtlich am Montag will der VfL den Nachfolger präsentieren.

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Entlassen: Valerien Ismael in Wolfsburg.

(Foto: imago/regios24)

Die Entlassung des 41 Jahre alten Franzosen ist bereits der achte Trainerwechsel in der laufenden Saison. Ismaël hatte erst am 18. Oktober vergangenen Jahres die Nachfolge von Dieter Hecking angetreten, eine Trendwende aber nicht einleiten können. In 15 Spielen kassierten die Wolfsburger neun Niederlagen.

Nach der 1:2-Niederlage am Freitagabend gegen Werder Bremen liegt der VfL nur noch zwei Zähler vor dem Relegationsplatz. Die Wolfsburger Verantwortlichen hatten danach ein Treuebekenntnis zu Ismaël vermieden. "Es geht um Ergebnisse, und die stimmen gerade nicht. Wir müssen bewerten, wie wir die nächsten Wochen erfolgreich gestalten können", hatte Sportchef Rebbe nach der Niederlage gegen Bremen bereits gesagt. Am Wochenende gab es beim VfL mehrere Krisensitzungen, lange ohne offiziell kommuniziertes Ergebnis. Erst rund 40 Stunden nach dem Werder-Spiel folgte aus Wolfsburg die offizielle Bestätigung für die Trennung.

Schon zwei Mal angezählt

Schon vor diesem Wochenende hatte der Franzose in Wolfsburg zwei Mal kurz vor der Entlassung gestanden. Im November rettete ihn aber ein Sieg beim SC Freiburg, kurz vor Weihnachten hielten ihn zwei Erfolge gegen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach im Amt. Doch obwohl die Niedersachsen den Kader im Winter noch einmal mit vielen Millionen verstärkten, steckt der Pokalsieger von 2015 weiter mitten im Abstiegskampf.

Von den vergangenen sechs Pflichtspielen wurde nur eines gewonnen, zuletzt gab es am Freitagabend trotz drückender Überlegenheit ein 1:2 gegen Werder Bremen. Mit 22 Punkten und Platz 14 ist die Situation für Wolfsburg sehr prekär.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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