Fußball

Dortmunds Stürmer heiß begehrt Watzke spricht Klartext zu Haaland-Abgang

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Die schwachen Leistungen der Dortmunder ließen Haaland zuletzt zunehmend verzweifelt wirken.

(Foto: Groothuis/Witters/Pool/Witters)

Die Qualifikation für die Champions League scheint unerreichbar für Borussia Dortmund. Die gilt aber als Voraussetzung dafür, dass Erling Haaland ein Schwarzgelber bleibt. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke meldet sich nun deutlich zu Wort und gibt eine klare Prognose ab.

FC Barcelona, Real Madrid, Manchester City - fast täglich wird Erling Haaland mit einem klangvollen Klub in Verbindung gebracht. Die Spekulationen über die Zukunft des Sturmjuwels nehmen durch die drohende Saison ohne Champions League für Borussia Dortmund immer weiter zu, doch einen Panikverkauf schloss Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aus.

"Egal, was diese und die nächste Spielzeit passiert, wir müssen keinen Kredit beantragen, keine Notverkäufe machen oder Entlassungen vornehmen. Wir haben da keinen Druck, was eine gute Ausgangsposition in der heutigen Zeit ist", sagte Watzke im DAZN-Interview vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League (21 Uhr im Liveticker bei ntv.de) bei Manchester City.

Die finanziellen Folgen einer Saison ohne Königsklasse würden den BVB in Corona-Zeiten dennoch schwer treffen. Haaland hat aber in erster Linie die sportliche Perspektive im Blick. Der 20-Jährige will sich bei seiner Jagd nach Rekorden mit den Besten messen. Eine Saison ohne Champions League? Für die norwegische Urgewalt eigentlich unvorstellbar.

Sein Vater Alf-Inge und sein Berater Mino Raiola waren daher vor den Osterfeiertagen schon einmal in Europa unterwegs, um erste Gespräche mit interessierten Vereinen zu führen. Watzke gibt sich dennoch gelassen. "Wir werden das mit Erling, seinem Vater und seinem Berater in Ruhe besprechen. Wir wollen ja auch, dass er gerne bei uns bleibt, dass er mit Überzeugung nächstes Jahr für den BVB Tore schießt", sagte der BVB-Boss und betonte: "Es gibt keinen Alternativplan."

Klausel für den Sommer 2022

Bei einer entsprechenden Ablösesumme könnten aber auch die Dortmunder schwach werden, zuletzt standen 150 Millionen Euro im Raum. Doch wer kann sich in der Pandemie eine solche Investition überhaupt leisten? Zu der Ablösesumme würden noch Handgelder für den Berater und die Haaland-Seite hinzukommen. Das üppige Gehalt des Stürmers ist auch noch nicht eingerechnet.

"Wir kaufen keinen Angreifer zu den Preisen, die derzeit diskutiert werden", sagte City-Teammanager Josep Guardiola: "Das ist unmöglich für uns. Das können wir uns nicht leisten." Barcelona ist hoch verschuldet. Der Erzrivale Real Madrid liebäugelt mit einer Verpflichtung des französischen Weltmeisters Kylian Mbappé von Paris St. Germain.

Im nächsten Sommer wäre Haaland deutlich günstiger zu haben. In seinem bis Juni 2024 laufenden Vertrag ist eine Ausstiegsklausel für 2022 in Höhe von 75 Millionen Euro verankert. Das Risiko: Die Interessenten dürften Schlange stehen, man müsste das beste Gesamtpaket aus sportlicher Perspektive und finanziellem Anreiz auf den Tisch legen.

Der beste Ausweg für den BVB wäre es, wenn Haalands Tore den Vizemeister doch noch in die Königsklasse führen würden. Ansonsten wird die Frage nach Haalands Zukunft in den nächsten Wochen immer öfter gestellt werden.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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