Fußball

Coman fällt aus - und nun? Wie Ribéry dem FC Bayern helfen soll

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Plötzlich wieder im Rampenlicht: Franck Ribéry.

(Foto: imago/DeFodi)

Tja, Luxus war gestern beim FC Bayern. Nach der Verletzung von Kingsley Coman fehlt einer, der schnell ist und auch dribbeln kann. Doch Moment, was ist mit Franck Ribéry? Kann er noch einmal mit Arjen Robben auf den Flügeln wirbeln wie einst im Triplejahr?

Nach der Verletzung von Kingsley Coman wird Franck Ribéry beim Fußball-Bundesligisten FC Bayern nun zeigen müssen, wozu er auch mit fast 35 Jahren noch fähig ist. Wochenlang fällt der 21 Jahre alte Coman nach einer Operation wegen des gerissenen Syndesmosebandes am linken Sprunggelenk aus. Der in der Champions League zuletzt nur als Ersatzmann aufgebotene Ribéry steht plötzlich wieder im Rampenlicht. Dagegen muss Coman sogar um seine WM-Chancen in der mit vielen Offensivkönnern besetzten Équipe Tricolore bangen.

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Er fehlt: Kingsley Coman.

(Foto: imago/Philippe Ruiz)

Ribéry links, Robben rechts - die Flügelzange glorreicher Spielzeiten wie im Triplejahr 2013 könnte jetzt doch noch einmal mehr gefordert sein. "Wir werden noch viel Freude an ihnen haben. Ich weiß, dass diese Spieler noch ganz wichtig sind", hatte Jupp Heynckes gesagt, bevor Coman sich verletzte. Der Trainer ahnte wohl schon am Samstag nach dem 0:0 gegen die Berliner Hertha Schlimmeres, wenngleich spontan eine teilweise Entwarnung übermittelt worden war. Doch Coman fällt nun lange aus, Nationaltorhüter Manuel Neuer fehlt immer noch, dazu ist James Rodríguez angeschlagen - der Luxus eines fast kompletten Kaders ist für Heynckes erst einmal vorbei.

Für das Viertelfinale der Champions League in der ersten April-Hälfte können die Münchner garantiert nicht mit Coman planen. Höchstens im Saisonendspurt wird der junge Franzose noch einmal eingreifen können. Dabei war der 2015 verpflichtete Turbodribbler in dieser Spielzeit so stark wie nie bei den Münchnern. "Coman hat sich prächtig entwickelt", lobte Heynckes. Über die Qualitäten des bereits seit 2007 für die Münchner wirbelnden Ribéry brauchte er nicht lange zu referieren: "Über Francks Stärken zu reden, ist überflüssig."

Können es Rib & Rob noch?

Die Statistiken sehen Coman in dieser Saison leicht im Vorteil. Beim 5:0 gegen Besiktas Istanbul stand dieser in der Startelf und schoss ein Tor. "Eine Momentaufnahme" sei das gewesen, sagte Heynckes, als neben Ribéry auch Robben erst als Joker für den verletzten James ran durfte. Man dürfe Robben und Ribéry nie unterschätzen, betonte er. Im Triplejahr 2013 seien die beiden mitentscheidend für den ganz großen Erfolg gewesen, erinnerte Heynckes. Doch können Rib & Rob das auch fünf Jahre später noch? Zwei große Karrieren neigen sich dem Ende zu, die beiden 34 Jahre alten Profis kämpfen auch um eine Verlängerung ihrer auslaufenden Verträge. Mit Toren, Tricks und Tempo, vor allem bei den großen internationalen Aufgaben, wollen sie Eigenwerbung betreiben.

"Ab April kommen die Spiele - und dann musst du da sein", sagte Robben, der seit 2009 für die Bayern stürmt. Links ist Ribéry nun eigentlich unersetzlich, einen klassischen Robben-Backup für die rechte Seite haben die Bayern auch nicht. Natürlich kann Heynckes auch James oder Kapitän Thomas Müller auf den Außenpositionen aufbieten, Flügelspieler sind sie aber nicht. Für die Zukunft beobachten die Bayern weiter den Markt auch für diese Position.

Der bis 2023 unter Vertrag stehende Coman ist ein elementarer Baustein. Dazu kommt der an Hoffenheim verliehene U21-Europameister Serge Gnabry im Sommer zurück. So bitter der Ausfall für die Bayern ist, auch im Triplejahr ließen sich die Münchner von einer schwerwiegenden Verletzung nicht stoppen. Toni Kroos erlitt seinerzeit im Viertelfinal-Hinspiel gegen Juventus Turin einen Muskelbündelriss. Nach seinem Aus kam Robben zurück in die Startelf. Und der Holländer war es, der im Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund in der 89. Minute das 2:1-Siegtor erzielte.

Quelle: ntv.de, Christian Kunz und Klaus Bergmann, dpa