Nächste WM-Schande

Diese DFB-Elf hat einfach alles zerstört

Ben-RedelingsVon Ben Redelings
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30.06.2026 | 12:09 Uhr
Es ist ein tiefes Gefühl der Traurigkeit, der Wut und der Leere, das sich bei den deutschen Fußballfans breitgemacht hat. Diese Nationalmannschaft hat mit den Teams von früher nichts mehr gemein. Leider.

"Von Deutschland ist nichts mehr übrig. Nicht einmal mehr im Elfmeterschießen." Die spanische "Marca" spricht aus, was viele deutsche Fans in diesen Stunden fühlen. Denn mit dem "Desaster" (Jürgen Klinsmann) von Boston hat die DFB-Elf weit mehr zerstört, als nur ein weiteres WM-Turnier vor die Wand zu fahren. Für Generationen von deutschen Fußballfans ist dieser erneute sportliche Tiefpunkt nur noch sehr schwer zu ertragen. Denn mit der verheerenden Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay ist nun endgültig klar, dass eine lange schöne Zeit unwiderruflich vorbei ist. "Von Deutschland ist nichts mehr übrig." Eine bittere Erkenntnis, die eine tiefe Traurigkeit hervorruft und sehr nachdenklich macht.

"Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch." Mit diesem Post hat Bundeskanzler Friedrich Merz (wohl) unfreiwillig den deutschen Fußballfans mitten ins Herz gestoßen. Denn dieser Beitrag ist nicht nur sachlich falsch und lächerlich, sondern zeigt, wie groß die Probleme dieses Landes wirklich sind. Wenn man nicht einmal im Moment der größten Niederlage, so deutlich muss man es sagen, fähig ist, dieses katastrophale Ereignis mit dem richtigen Gefühl einzuordnen, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Menschen wütend werden.

DFB ist sich immensen Schadens gar nicht bewusst

Und diese Wut hat sich die deutsche Nationalmannschaft und insbesondere ihr Trainer Julian Nagelsmann durch ihre weltfremde, bockige und seltsam abgehobene und entrückte Art (leider) redlich verdient. Wer es, wie der Bundestrainer, nicht einmal schafft, im Angesicht dieses sportlichen Offenbarungseids einfach einmal Klartext zu reden und vor allem die Schuld erst einmal bei sich selbst zu suchen und ehrlich und aufrichtig um Entschuldigung zu bitten, für die Scheiße, Entschuldigung, die er, sein Team und die Mannschaft da angerichtet haben, der hat auf diesem Posten nichts, aber auch rein gar nichts verloren.

Denn man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich der DFB-Tross nicht annähernd im Klaren darüber ist, welchen immensen Schaden das gesamte Team nicht nur für den Fußball, sondern für die ganze Nation angerichtet hat. Der Hohn und der Spott, der aktuell über Deutschland ausgekübelt wird, so fair und ehrlich muss man sein, ist vollkommen berechtigt.

ntv-Reporter rechnet schonungslos mit Nagelsmann ab

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Menschen dieses Landes, die das Glück hatten, zu einer Zeit aufgewachsen zu sein, als der deutsche Fußball in der Welt ein besonderes Ansehen hatte, haben die letzten Tage genau zugehört, als Gary Lineker sich zu Wort gemeldet hat und das Gekicke der DFB-Elf vernichtend, aber richtig einordnete: "Ich denke, dass dies eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften ist, die ich je gesehen habe. Deutschland lebt von seiner Vergangenheit."

"Am Ende gewinnt immer Deutschland" ist lange vorbei

Und warum haben die Fans da genau hingehört? Weil die englische Legende mal einen Satz gesagt hat, der für ganze Generationen eine Art innere Gewissheit war: "Fußball ist ein Spiel von 22 Leuten, die rumlaufen, den Ball spielen, und einem Schiedsrichter, der eine Reihe dummer Fehler macht, und am Ende gewinnt immer Deutschland." Es ist mittlerweile ein Jahrzehnt her, dass man diesen Satz mit einem Lächeln im Gesicht und einem warmen Gefühl im Herzen hören konnte.

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Ja, so blöd es sich auch anhören mag, aber man konnte sich früher auf den deutschen Fußball verlassen. Und genau deshalb tut dieses seltsam leidenschaftslose Ergeben in eine sportliche Katastrophe nach der anderen so weh. Was bleibt, sind Fragen. Viele Fragen. Zum Beispiel: Was ist da nur los? An welcher Stelle ist diese Mannschaft, ist diese Nation falsch abgebogen? Wo ist diese Gewissheit, dieses Selbstverständnis, dieses "Mia san mia", wie die Bayern sagen würden, nur geblieben? Es ist nichts mehr übrig. Einfach nichts mehr da, von dem, was uns so viele wunderbare Jahre ausgezeichnet hat.

Wenn man in die Gesichter der eigenen Kinder schaut, wird einem erst bewusst, was für einzigartige Jahre und Jahrzehnte wir erleben durften. Es hinterlässt eine tiefe Traurigkeit, wenn man nun erkennt, dass man mit seinen Kindern all diese wunderschönen Erlebnisse, die man mit seinem Vater (und Mutter), seinen Geschwistern bei den Spielen der deutschen Nationalmannschaft hatte, nie erleben wird. Das sind Erinnerungen, die unwiederbringlich verloren sind. Für Fußballfans sind das emotionale Momente. Augenblicke, die ewig bleiben. Doch jetzt ist da nur eine tiefe Leere und ganz viel Enttäuschung!

Momente nach WM-GAU: Geschocktes DFB-Team blickt ins Leere

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Vom alten Deutschland ist nichts übrig

Heute, am Tag nach der Niederlage gegen Paraguay, steht nur eins fest: Ein "Weiter-so" darf es nicht geben. Die Leidenschaft, die Begeisterung, der Glaube müssen zurückkehren. Es ist fast schon tragisch, dass sich nun alles auf einen Mann fokussiert: Jürgen Klopp. Aber so ehrlich muss man sein: Wenn es Klopp nicht richtet, nicht richten kann, dann haben wir noch ganz andere Probleme. Im Moment ist vom alten Deutschland nichts mehr übrig. Das macht traurig und wütend zugleich. Aber es ist auch die Chance für einen echten Neuanfang.

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Und wer weiß? Vielleicht kann am Ende der Fußball sogar einer ganzen Nation wieder den Glauben an sich selbst zurückgeben. Es ist viel kaputtgegangen in den vergangenen zwölf Jahren. Langsam wird es Zeit, dass sich daran wieder etwas ändert.

Verwendete Quelle: ntv.de