Olympia

Skeletoni darf vor Ort bleibenWettkampf verboten, aber kleine Kehrtwende um Heraskewytsch

12.02.2026, 14:46 Uhr
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Wladyslaw Heraskewytsch und der Helm des Anstoßes. (Foto: picture alliance / empics)

Der Wettkampf läuft, Wladyslaw Heraskewytsch ist nicht dabei. Der Skeleton-Fahrer darf nicht starten, der Streit um seinen Helm ist eskaliert. Ein kleines Zugeständnis macht das IOC mit Verzögerung.

Die Disqualifikation wegen der Helm-Kontroverse bleibt bestehen, aber der Olympia-Ausschluss wird zurückgenommen: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch die Akkreditierung zurückgegeben.

Wie das IOC am Donnerstagmittag und damit gut drei Stunden nach der Doppel-Sanktion gegen den 27-Jährigen mitteilte, habe Präsidentin Kirsty Coventry "nach einem äußerst respektvollen Gespräch mit dem Athleten" den Vorsitzenden der Disziplinarkommission "ausnahmsweise" gebeten, den Entzug der Akkreditierung von Heraskewytsch für die Olympischen Winterspiele 2026 "zu überdenken". Diesem Antrag sei zugestimmt worden, Heraskewytsch darf damit weiter im olympischen Dorf wohnen und Wettkämpfe der laufenden Spiele in Norditalien verfolgen.

Gang vor CAS steht an

Teilnehmen darf er aber nicht. Ohnehin ist die Hälfte des Skeleton-Wettbewerbs bereits vorüber. Nach zwei Läufen liegen die Deutschen aussichtsreich im Medaillenrennen. Axel Jungk, Olympiazweiter in Peking vor vier Jahren, hat als Zweiter 0,30 Sekunden Rückstand auf den britischen Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Matt Weston. Peking-Olympiasieger Christopher Grotheer ist Dritter (+0,46). Auch Olympiadebütant Felix Keisinger hat als Sechster (+0,88) noch Chancen auf Edelmetall. Großer Topfavorit im Cortina Sliding Centre ist Weston, der fünf von sieben Weltcuprennen in dieser Saison gewann und sein Ausnahmekönnen unterstrich.

Heraskewytsch war am Morgen vom olympischen Skeleton-Wettkampf disqualifiziert worden, weil er weiter auf dem Tragen seines "Helms des Gedenkens" beharrt hatte, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind. Das IOC sieht darin einen Verstoß gegen die Olympische Charta, die Meinungsäußerungen unter anderem auf dem Spielfeld ("field of play") untersagt. Heraskewytsch kündigte enttäuscht an, vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid

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