Technik

Touch ID im Home-Button des iPhone 5S Anleitung zeigt Fingerabdruck-Scanner

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Hier sieht man vermutlich tatsächlich die Verpackung des iPhone 5S.

(Foto: Cechnology)

Nur wenige Stunden vor der Apple-Präsentation in San Francisco taucht ein Foto auf, das offenbar die Verpackung der Schnellanleitung fürs iPhone 5S zeigt. Sie bestätigt, was bisher schon vermutet wurde: Der Daumen spielt bei Apples neuem Smartphone eine wichtige Rolle.

Dass Apple beim neuen iPhone 5S einen Fingerabdruck-Sensor in den Home-Button einbaut, hat in den vergangenen Tagen kaum noch jemand bezweifelt. Fotos von Bauteilen, verräterische Hinweise in iOS 7 und viele "zuverlässige Quellen" haben es schon seit Wochen prophezeit, das "Wall Street Journal" kürzlich "bestätigt". Jetzt ist auf "Nowhereelse.fr" sogar noch ein Foto aufgetaucht, das wahrscheinlich die gefaltete Schnellanleitung für das Gerät zeigt. Auf der Vorderseite ist nicht nur deutlich der metallene, vielleicht sogar leuchtende Ring um den Home-Button zu erkennen. Die Beschriftung verrät auch, wie Apple die Funktion nennt: Touch-ID-Sensor.

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Das ist angeblich die Schnellanleitung fürs iPhone 5S.

(Foto: Nowhereelse.fr)

Die Reflektionen auf dem Ring um den Home-Button sind identisch mit denen auf jüngsten Bildern der Verpackung des iPhone 5S, die die chinesi sche Webseite "C technology" veröffentlicht hat. Das spricht für die Echtheit der Fotos.

"Touch ID" steht vermutlich zum einen für die erwartete Funktion, dass Nutzer das iPhone über den Fingerabdruck-Scanner entsperren können. Der Name spricht aber auch für Vermutungen, Apple werde den gescannten Fingerabdruck auch als Ersatz für die Eingabe des Apple-ID-Kennworts bei Einkäufen oder im Zusammenhang mit seinem neuen iCloud-Schlüsselbund nutzen.

Sicherheit kann auch gefährlich werden

Man darf davon ausgehen, dass der Fingerabdruck-Scanner nicht grundsätzlich eingeschaltet ist, sondern erst in den Einstellungen aktiviert werden muss. Möglicherweise leuchtet der Ring bei aktiviertem Scanner, um zu verhindern, dass er versehentlich eingeschaltet ist. Apple könnte so auch Befürchtungen entgegentreten, die NSA warte nur darauf, über iPhones bequem an die Fingerabdrücke von Nutzern zu kommen.

Experten finden Fingerabdruck-Scanner als zusätzliches Sicherheits-Feature grundsätzlich gut, sehen aber auch Nachteile. Marc Rogers von Lookout schreibt beispielsweise, dass Fingerabdruck-Sensoren sicherer seien als die PIN-Eingabe; vorausgesetzt, sie verwendeten ausreichend viele Messpunkte. Außerdem könne ein Fingerabdruck-Scanner nicht vergessen werden und sei sehr einfach zu nutzen.

Rogers warnt aber davor, dem Sensor zu sehr zu vertrauen. Technisch sei es möglich, Fingerabdrücke zu duplizieren, vor allem bei zu wenig Messpunkten seien sie zu leicht zu täuschen. Außerdem befürchtet der Sicherheitsexperte, dass künftig Diebe Gewalt anwenden könnten, um die Opfer zu zwingen, das Gerät zu entsperren. Das allerdings dürfte künftig bei iPhones und iPads grundsätzlich eine Gefahr sein. Denn mit iOS 7 führt Apple die Aktivierungssperre ein. Sie sorgt dafür, dass Diebe ohne Apple-ID-Kenwort nichts mit dem Gerät anfangen können.

Quelle: n-tv.de, kwe

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