Der nächste SchlagTaliban verbannen Studentinnen aus HochschulenVon weiterführenden Schulen hatten die Taliban Mädchen bereits ausgeschlossen. Nun verbieten sie ihnen bis auf weiteres den Besuch von Universitäten. Schritt für Schritt werden Frauen aus dem Leben gedrängt. Dabei hatten die Taliban im vergangenen Jahr gelobt, moderater als in den 90er Jahren zu herrschen.20.12.2022
Geisterstadien und ArbeiterelendJetzt entzieht sich Katar wieder den ScheinwerfernZwölf Jahre bereitet sich Katar auf vier Wochen im Spätherbst 2022 vor. Nach dem fulminanten Finale wandern die Scheinwerfer der Welt erschöpft weiter. Das Turnier hinterlässt mehr Fragen als Antworten, die es vor Ort kaum gibt. Das Licht verschwindet. Die Zukunft ist unklar. Aber interessiert das noch?19.12.2022Von David Bedürftig & Stephan Uersfeld, Doha
"Haben uns eiskalt verarscht"Katar verprellt die Armee der GesichtslosenVolunteers, Müllmänner, Kellner, Taxifahrer: Das ist Katars Armee der Gesichtslosen. Sie bilden das Rückgrat des Landes, aber im Alltag sollen sie unsichtbar bleiben und arbeiten ohne Beschwerden. Angeheuerte Kräfte berichten von falschen Versprechungen - und abgenommenen Pässen.18.12.2022Von David Bedürftig, Doha
"Genauso schlimm wie befürchtet"Menschenrechtler fordert: "System Infantino beenden"Die FIFA verspricht, dass die Fußball-Weltmeisterschaft die Menschenrechtslage in Katar verbessern werde. Human Rights Watch jedoch zieht zum Ende des Turniers ein verheerendes Fazit: "Die WM ist genauso schlimm abgelaufen wie befürchtet", sagen die Menschenrechtler. Und fordern die großen Verbände zum Handeln auf.17.12.2022
Dreck, Armut, AlkoholDas Elend, das Katar mit aller Macht verstecktEingepfercht zu siebt in einem Zimmer leben Arbeiter in Katars Industrial Area. Staub, Müll, Armut: Hier gibt es kein Glitzer und keine WM, sondern Leid und Angst. Und Alkohol unterm Ladentisch. Ein Bericht aus dem Elendsviertel, das niemand zu Gesicht bekommen soll.17.12.2022Von David Bedürftig, Doha
Mit Blick in die USA zur WM 2026Ex-DFB-Boss erwartet Infantinos Wandel nach WMFIFA-Boss Gianni Infantino ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft ganz auf der Linie Katars. Die Menschenrechtsprobleme, auch die Diskussion um nicht vorhandene Diversität, sieht er nicht. Das wird sich ändern, sobald die WM vorbei ist, sagt der frühere DFB-Präsident Reinhard Grindel.15.12.2022
Reaktion auf ProtesteUN-Rat wirft Iran aus FrauenrechtskommissionSeit Monaten schlägt das iranische Regime das Aufbegehren von Demonstrantinnen im Land brutal nieder. Auf Bestreben der USA beschließt die UNO nun den Ausschluss des Landes aus einem Gremium für Frauenrechte. Irans UN-Botschafter Iravani zeigt sich empört.15.12.2022
Zwei bis zehn Jahre HaftIran verurteilt Hunderte DemonstrantenSeit fast drei Monaten demonstrieren unzählige Menschen im Iran gegen die Regierung des Landes. Mindestens 18.000 Menschen werden festgenommen, zwei Todesurteile wurden bereits vollstreckt. Nun verurteilt die iranische Justiz über 400 Demonstranten - einige müssen bis zu zehn Jahre in Haft. 13.12.2022
Person der Woche: Mohammed VI.Das obszöne Luxusleben des WM-Königs von MarokkoMarokkos Fußballer sorgen bei der Fußball-Weltmeisterschaft sportlich für Furore. Ihr König gerät darüber in Ekstase und lässt sich als WM-König feiern. Dabei führt er sein Land mit brutaler Unterdrückung und trägt obszönen Luxus zur Schau.13.12.2022Von Wolfram Weimer
Wegen Video verhaftetDrei Künstler im Iran wieder freiEnde November werden zwei Schauspielerinnen und ein Regisseur in Teheran verhaftet. Ihr Vergehen: In einem Video zeigen sie schweigende Männer und Frauen, letztere ohne Kopfbedeckung. Jetzt sind die drei wieder auf freiem Fuß, zumindest vorerst.12.12.2022