"Heuchler und Monarchisten"Iran zeigt "keine Gnade mit Uneinsichtigen"Mindestens 500 Menschen sollen im Zusammenhang mit den regimekritischen Protesten im Iran bislang ums Leben gekommen sein. Einmal mehr bekräftigt Präsident Raisa nun den strikten Kurs der Regierung: Für Systemgegner gebe es keine Nachsicht. Mehr als 20 Demonstranten stehen bereits auf der Todesliste.27.12.2022
"Rechte für alle oder keinen"Kabuler Frauen gehen in den WiderstandKontinuierlich berauben die Taliban afghanische Frauen ihrer grundlegenden Rechte. Zuletzt verwehren sie ihnen jeglichen Zutritt zu Hochschulen. Rund zwei Dutzend Frauen reagieren auf das Verbot mit Protest. Trotz drohender Verhaftung und Gewalt ziehen sie unter Parolen durch die Straßen Kabuls.22.12.2022
"Jetzt haben wir alles verloren"Kabuler Hochschulen verwehren Frauen ZutrittNur einen Tag, nachdem die Taliban verkünden, Frauen von Hochschulen ausschließen zu wollen, entfaltet das Verbot seine Wirkung: Sicherheitskräfte positionieren sich vor Kabuler Universitäten und verwehren Studentinnen den Einlass. Das werde verheerende Folgen für das Land haben, mahnen die UN.21.12.2022
Der nächste SchlagTaliban verbannen Studentinnen aus HochschulenVon weiterführenden Schulen hatten die Taliban Mädchen bereits ausgeschlossen. Nun verbieten sie ihnen bis auf weiteres den Besuch von Universitäten. Schritt für Schritt werden Frauen aus dem Leben gedrängt. Dabei hatten die Taliban im vergangenen Jahr gelobt, moderater als in den 90er Jahren zu herrschen.20.12.2022
Geisterstadien und ArbeiterelendJetzt entzieht sich Katar wieder den ScheinwerfernZwölf Jahre bereitet sich Katar auf vier Wochen im Spätherbst 2022 vor. Nach dem fulminanten Finale wandern die Scheinwerfer der Welt erschöpft weiter. Das Turnier hinterlässt mehr Fragen als Antworten, die es vor Ort kaum gibt. Das Licht verschwindet. Die Zukunft ist unklar. Aber interessiert das noch?19.12.2022Von David Bedürftig & Stephan Uersfeld, Doha
"Haben uns eiskalt verarscht"Katar verprellt die Armee der GesichtslosenVolunteers, Müllmänner, Kellner, Taxifahrer: Das ist Katars Armee der Gesichtslosen. Sie bilden das Rückgrat des Landes, aber im Alltag sollen sie unsichtbar bleiben und arbeiten ohne Beschwerden. Angeheuerte Kräfte berichten von falschen Versprechungen - und abgenommenen Pässen.18.12.2022Von David Bedürftig, Doha
"Genauso schlimm wie befürchtet"Menschenrechtler fordert: "System Infantino beenden"Die FIFA verspricht, dass die Fußball-Weltmeisterschaft die Menschenrechtslage in Katar verbessern werde. Human Rights Watch jedoch zieht zum Ende des Turniers ein verheerendes Fazit: "Die WM ist genauso schlimm abgelaufen wie befürchtet", sagen die Menschenrechtler. Und fordern die großen Verbände zum Handeln auf.17.12.2022
Dreck, Armut, AlkoholDas Elend, das Katar mit aller Macht verstecktEingepfercht zu siebt in einem Zimmer leben Arbeiter in Katars Industrial Area. Staub, Müll, Armut: Hier gibt es kein Glitzer und keine WM, sondern Leid und Angst. Und Alkohol unterm Ladentisch. Ein Bericht aus dem Elendsviertel, das niemand zu Gesicht bekommen soll.17.12.2022Von David Bedürftig, Doha
Mit Blick in die USA zur WM 2026Ex-DFB-Boss erwartet Infantinos Wandel nach WMFIFA-Boss Gianni Infantino ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft ganz auf der Linie Katars. Die Menschenrechtsprobleme, auch die Diskussion um nicht vorhandene Diversität, sieht er nicht. Das wird sich ändern, sobald die WM vorbei ist, sagt der frühere DFB-Präsident Reinhard Grindel.15.12.2022
Reaktion auf ProtesteUN-Rat wirft Iran aus FrauenrechtskommissionSeit Monaten schlägt das iranische Regime das Aufbegehren von Demonstrantinnen im Land brutal nieder. Auf Bestreben der USA beschließt die UNO nun den Ausschluss des Landes aus einem Gremium für Frauenrechte. Irans UN-Botschafter Iravani zeigt sich empört.15.12.2022