Person der WocheReinhard Grindel - nur die EM 2024 rettet ihnDer Druck auf den DFB-Präsidenten steigt und Rücktrittsforderungen mehren sich. Die Affäre um Mesut Özil ist der Auslöser einer schon länger sichtbaren Präsidentenkrise. Reinhard Grindel ist der gefühlte Christian Wulff des deutschen Fußballs.24.07.2018Von Wolfram Weimer
Bundestrainer nicht eingeweihtLöw wusste nichts von Özils RücktrittMit seinem Rücktritt löst Mesut Özil ein mittleres Beben in Fußball-Deutschland aus und entfacht außerdem eine Debatte zur Integration. Vorab wusste beim DFB offenbar niemand Bescheid, nicht einmal Bundestrainer Löw.24.07.2018
Umfrage am Tag danachMehrheit findet Özils Rücktritt richtigGanz Deutschland diskutiert über Mesut Özil. Eine große Mehrheit der Bundesbürger nahm seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft laut einer Umfrage wahr. Zwei Drittel der Befragten finden ihn richtig. Weniger eindeutig wird die Rolle des DFB eingeschätzt.23.07.2018
Sportpolitikerin Freitag zu Özil"Ich bedaure, dass er das Foto verteidigt hat"Mesut Özils krachender Rücktritt vom DFB-Team beschäftigt auch die Politik. Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag, kritisiert Özils mangelndes Taktgefühl - aber auch den DFB. Dessen Missmanagement bedrohe die nationale Integrationsarbeit.23.07.2018
Konsequenzen aus der Causa ÖzilDFB-Präsident Grindel ist nicht mehr tragbarFußballer Mesut Özil ist aus dem DFB-Team zurückgetreten. Das sollte ihm einer nachmachen, der die Verantwortung für das Chaos um Erdogate trägt: Präsident Reinhard Grindel. Erst dann kann es einen Neuanfang geben.23.07.2018Ein Kommentar von Christoph Rieke und Anja Rau
"Ich bin stolz auf dich"Jetzt spricht Mesut Özils FreundinMesut Özils Erklärung zu seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft stößt auf ein maximal geteiltes Echo. Jetzt meldet sich auch sein persönliches Umfeld zu Wort. Dem Fußballer springt keine Geringere als seine Freundin Amine Gülse zur Seite.23.07.2018
"Erfolgreiche Ära mitgeprägt"DFB weist Özils Rassismusvorwurf zurückDer Deutsche Fußball-Bund bestreitet den von Mesut Özil erhobenen Rassismus-Vorwurf. Zugleich bedauere der Verband den Abschied des Mittelfeldspielers aus der Nationalmannschaft, teilt der DFB nach einer Telefonkonferenz mit.23.07.2018
Der Fall Mesut ÖzilSieg der ParallelgesellschaftenMesut Özils Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft ist eine Niederlage der liberalen Mehrheitsgesellschaft. Sie hat die Enttabuisierung der Fremdenfeindlichkeit nicht verhindert.23.07.2018Ein Kommentar von Hubertus Volmer
Özil schweigt zehn WochenVom Erdogan-Foto bis zum RücktrittMehr als zwei Monate vergehen nach dem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan, ehe sich Özil dazu äußert. Er tritt aus der DFB-Elf zurück und kritisiert den Verband. Zuvor versuchen Löw, Bierhoff und Co. die Debatte zu beenden.23.07.2018
"Tor gegen den Faschismus"Türkische Regierung lobt "Bruder Mesut"Der laute und meinungsstarke Rücktritt von Nationalspieler Mesut Özil kommt bei der türkischen Regierung um Präsident Recep Tayyip Erdogan gut an. Sie feiert den Deutschen für seine Entscheidung und spricht von einer "ehrenhaften Haltung".23.07.2018