Wirtschaft

Lindert Musk den Kurseinbruch? Amazon dementiert Bitcoin-Gerüchte

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Die Amazon-Bestellung mit Bitcoin bezahlen? Krypto-Fans hoffen darauf.

(Foto: picture alliance / STRF/STAR MAX/IPx)

In einer Stellenausschreibung sucht Amazon nach einem Blockchain-Experten. Das bringt Krypto-Fans zum Träumen. Sie hoffen auf einen Einstieg des Handelsriesen in das Bitcoin-Geschäft. Ein Dementi beendet den Höhenflug der Cyber-Währung nun wieder. Damit rückt Tesla wieder in den Fokus.

Die Rally bei Bitcoin ist vorerst gestoppt: Der Onlinehändler Amazon dementierte einen Medienbericht, wonach das Unternehmen die Cyber-Devise spätestens ab dem Jahresende als Zahlungsmittel akzeptieren werde. Die Gerüchte, die angesichts der Überlegungen des Konzerns rund um das Thema Kryptowährungen kursierten, seien nicht wahr, sagte ein Unternehmenssprecher. Eine Stellenausschreibung für einen Blockchain-Experten hatte Krypto-Fans zum Träumen gebracht.

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Spekulationen über einen Einstieg Amazons in die Branche hatten die Cyber-Devise am Montag um mehr als 17 Prozent auf 40.563 Dollar in die Höhe getrieben. Nach dem Dementi fiel der Kurs um 3,6 Prozent auf 36.367 Dollar.

"Die jüngste Euphorie um den möglichen Einstieg Amazons in die Branche ist nun wieder einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen," sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Erholungsbewegung steht damit auf tönernen Füßen."

Bitcoin-Anhänger setzen auf Musk und Tesla

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Weitere Kursverluste könnten nach Einschätzung des Experten jedoch durch Tesla-Chef Elon Musk gedeckelt sein. Der exzentrische Milliardär hatte vergangene Woche erklärt, Bitcoin sehr wahrscheinlich wieder als Zahlungsmittel für seine E-Autos zu akzeptieren.

Musk hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt zu der Cyber-Devise geäußert und den Bitcoin-Kurs damit immer wieder nach oben oder unten bewegt: Im März erklärte er, Tesla werde seine Autos künftig auch für Bitcoin verkaufen. Im Mai vollzog er eine Kehrtwende und begründete dies mit Klimabedenken. Im Juni schließlich machte er für eine Erlaubnis von Bitcoin-Zahlung unter anderem zur Bedingung, dass bei der Erzeugung der Kryptowährung zu etwa 50 Prozent erneuerbare Energien genutzt würden. Transaktionen mit Cyber-Devisen über die Blockchain-Technologie sind sehr energieintensiv.

Quelle: ntv.de, chr/rts

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