Wirtschaft

Nach Milliardenverlust 2020 Commerzbank verdient überraschend Geld

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Der Commerzbank-Tower prägt die Frankfurter Skyline.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Commerzbank steckt nicht erst seit Corona in der Krise. Nach einem Milliardenverlust im vergangenen Jahr hat der neue Chef der Traditionsbank einen radikalen Sparkurs verordnet. Ein überraschend erfolgreicher Jahresauftakt verschafft dem Konzern nun eine Atempause.

Die Commerzbank hat trotz erheblicher Kosten für den Konzernumbau zu Jahresbeginn schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand ein Quartalsgewinn von 133 Millionen Euro, wie der Frankfurter MDax-Konzern mitteilte. Dabei profitierte das Institut unter anderem von einer gesunkenen Vorsorge für Kreditausfälle und einer deutlich niedrigeren Steuerlast. Zu dem positiven Ergebnis im ersten Quartal habe "besonders das starke Wertpapiergeschäft beigetragen, mit dem wir die Effekte aus dem negativen Zinsumfeld weitgehend ausgleichen konnten", erklärte Finanzvorständin Bettina Orlopp. Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gerechnet.

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2020 hatte die Corona-Krise dem Institut den Start ins Jahr verhagelt. Der gleichzeitige Rücktritt von Vorstands- und Aufsichtsratschefs stürzte die teilstaatliche Bank in eine Führungskrise. Mit einem harten Sparkurs will der seit Anfang 2021 amtierende Konzernchef Manfred Knof die Commerzbank nach einem Milliardenverlust im vergangenen Jahr zurück in die Erfolgsspur bringen. Am Freitag hatten sich Management und Arbeitnehmervertreter auf den Rahmen für den Abbau Tausender Jobs geeinigt. Bis Ende 2024 soll konzernweit die Zahl der Vollzeitstellen von knapp 40.000 auf 32.000 zusammengestrichen werden. Das Filialnetz in Deutschland wird von 790 auf 450 Standorte fast halbiert.

Der Konzernumbau wird noch teurer als geplant. Der Vorstand rechnet inzwischen mit Kosten in Höhe von "etwas mehr als 2 Milliarden Euro", zunächst war von 1,8 Milliarden Euro die Rede. Anfang April hatte die Bank mitgeteilt, dass das Ergebnis der ersten drei Monate 2021 durch Abfindungen und weitere Kosten im Zusammenhang mit dem Umbau in Höhe von rund 470 Millionen Euro belastet sein werde.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

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