Wirtschaft

Sämtliche Einnahmen weggefallen Maredo ist pleite

imago98404511h.jpg

Schon vor der Corona-Krise lief es bei Maredo nicht rund.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Deutschlands Gastronomie ist nahezu komplett geschlossen. Vor allem Betriebe ohne finanzielle Reserven, deren Geschäft zuvor schon nicht rund lief, stehen nun vor dem Aus - auch die Steakhouse-Kette Maredo. Eine Hoffnung hat das Unternehmen allerdings noch.

Die Corona-Krise fordert bereits ihr zweites prominentes Opfer in der deutschen Gastronomie. Nach der Restaurant-Kette Vapiano hat auch der Steakhouse-Betreiber Maredo einen Insolvenzantrag gestellt. Das sei "aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise und der stark zurückgegangenen Umsätze unausweichlich"“ gewesen, teilte die Kanzlei Noerr mit, die Maredo in dem Insolvenzverfahren berät. Seit vergangener Woche sind alle 35 Restaurants der Kette geschlossen und damit sämtliche Einnahmen des Unternehmens weggefallen. Knapp 950 Mitarbeiter seien betroffen, heißt es in der Mitteilung.

Die inzwischen in allen Bundesländern geltenden Einschränkungen für die Gastronomie zur Bekämpfung der Corona-Epidemie trifft die gesamte Branche extrem hart. Restaurants dürfen nur noch für den Außer-Haus-Verzehr verkaufen. Cafés, Kneipen und Gaststätten ohne Liefer- oder Mitnehmeangebot müssen ganz schließen. Viele Gastronomen mit hohen laufenden Kosten etwa für Miet- und Pachtverträge sowie Kreditraten stehen vor dem Aus, wenn sie nicht innerhalb kürzester Zeit massive Hilfe vom Staat bekommen.

Dazu kommt, dass das Geschäft bei Maredo wie auch bei Vapiano bereits vor der Krise nicht rund lief. Die einst führende Steakhouse-Marke in Deutschland hatte unter wechselnden Eignern zunehmend Marktanteile verloren.

Trotz Insolvenz hofft die Geschäftsführung von Maredo, das Unternehmen nach der Krise sanieren und weiterführen zu können. Derzeit prüft sie, ob sie Staatshilfe erhalten kann. Dazu erwartet das Unternehmen noch diese Woche genauere Auskünfte von den zuständigen staatlichen Stellen beziehungsweise den zuständigen Banken. Sollte Maredo die Voraussetzungen für Staatshilfe erfüllen, könnte das eingeleitete Verfahren wieder zurückgenommen werden, so die Hoffnung.

Quelle: ntv.de, mbo