Wirtschaft

Pläne des neuen Agrarministers Özdemir warnt "ramschende" Tierindustrie

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"Jede und jeder soll nach seinem Geschmack glücklich werden", sagt Cem Özdemir.

(Foto: picture alliance / Flashpic)

Überraschend zieht Cem Özdemir als designierter Landwirtschaftsminister ins neue Bundeskabinett ein. Pläne hat der frühere Grünen-Chef einige. Unter anderem will er Investitionen an Haltungsbedingungen der Tierindustrie knöpfen.

Cem Özdemir will als Bundeslandwirtschaftsminister striktere Auflagen für die deutsche Fleischindustrie einführen. "Wer Fleisch essen will, kann das gerne tun. Wer Fleisch produziert, darf das auch tun, aber unter Berücksichtigung des Tierwohls, des Klimaschutzes und nicht zulasten unserer Umwelt", sagte der Grünen-Politiker Özdemir der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

Der frühere Grünen-Chef war am Donnerstag für das Ministeramt in der künftigen Ampelkoalition nominiert worden. Ihm gehe es um die Höfe und die Menschen, die täglich hochwertige Lebensmittel produzieren, ergänzte Özdemir. "Nicht um industrielle Massentierhaltung, die Tiere als Billigware verramscht".

Özdemir kündigte außerdem an, dass er dafür sorgen werde, "die Investitionsförderung künftig auf gute Haltungsbedingungen in den Ställen" auszurichten. Unter Verweis auf den Koalitionsvertrag stellte er eine verbindliche Haltungsform-Kennzeichnung für Fleisch in Aussicht.

Erster Vegetarier als Landwirtschaftsminister

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Dem Bericht zufolge ist der 55-jährige Politiker seit seiner Jugend Vegetarier - ein Novum an der Spitze des Agrarministeriums. Er verspüre in dieser Hinsicht aber keinen missionarischen Eifer, sagte er. "Jede und jeder soll nach seinem Geschmack glücklich werden."

Özdemir ist zudem der erste Minister mit türkischen Wurzeln. "Erstmals wird ein Kind aus einer Gastarbeiterfamilie Minister im Bundeskabinett", erklärte der Grünen-Politiker. "Das erfüllt mich mit tiefer Demut und ich weiß um die besondere Verantwortung, die damit verbunden ist."

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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