Wirtschaft

Putin ändert Regeln für Airlines Russland verliert 78 Flugzeuge wegen Sanktionen

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot verliert Geschäftspartner.

Wladimir Putin hat wegen der Sanktionen verfügt, dass russische Fluggesellschaften wie Aeroflot ihre geleasten ausländischen Maschinen künftig im eigenen Land registrieren dürfen.

(Foto: picture alliance / Sebastian Gol)

Die westlichen Sanktionen gegen Russland als Folge des Kriegs in der Ukraine wirken sich auch auf die Fluggesellschaften im Land aus. 78 Maschinen wurden laut Verkehrsminister Saweljew im Ausland beschlagnahmt. Probleme bekommt Russland auch bei der Wartung.

Russland hat wegen der Sanktionen des Westens im Zuge des Krieges gegen die Ukraine nach eigenen Angaben 78 Flugzeuge eingebüßt. Die Maschinen seien im Ausland beschlagnahmt worden und könnten nun nicht mehr zurückfliegen, sagte Verkehrsminister Witali Saweljew der Staatsagentur Tass zufolge. Wegen des Risikos der Beschlagnahme von geleasten Flugzeugen russischer Gesellschaften im Ausland waren viele Flugzeuge nach Russland gebracht worden.

Nach dem Überfall auf die Ukraine am 24. Februar haben nahezu alle europäischen Länder, die USA und Kanada ihren Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt. Russland reagierte ebenfalls mit Sperren. Von dem Verbot sind auch geleaste Maschinen betroffen. Präsident Wladimir Putin hat wegen der Sanktionen verfügt, dass heimische Fluggesellschaften ihre geleasten ausländischen Maschinen künftig in Russland registrieren dürfen. Damit können das Staatsunternehmen Aeroflot und andere Firmen weiter auf Inlandsstrecken ihre Flotten einsetzen.

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Saweljew zufolge wurden bereits 800 Flugzeuge in Russlands Luftverkehrsregister eingetragen. "Wir versichern sie bei einer russischen Versicherungsgesellschaft", sagte er. Russland habe zum Zeitpunkt der Sanktionen über 1367 Flugzeuge verfügt. Mit der Androhung neuer und weltweit greifender Sanktionen hatte die US-Regierung vergangene Woche angekündigt, Dutzende weitere russische Flugzeuge "effektiv stilllegen" zu wollen. Demnach sollten 100 Flugzeuge noch am Freitag vom internationalen Flugverkehr ausgeschlossen werden.

Bei der Wartung der Maschinen will sich Russland nun an den Erfahrungen des Iran in einer ähnlichen Situation orientieren. Airbus, Boeing und andere Unternehmen der Branche haben als Reaktion auf den Krieg und die Sanktionen ihre Lieferungen und Wartungsarbeiten für die russischen Gesellschaften eingestellt. Die Airlines erhalten damit keine Ersatzteile mehr und werden auch technisch nicht mehr unterstützt. Die Sanktionen hier orientieren sich an den Strafmaßnahmen gegen den Iran wegen dessen Atom- und Raketenprogramm.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/rts

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