Wirtschaft

US-Regierung zahlte an Imperium Trump machte Milliarden-Umsatz in Amtszeit

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Donald Trump behauptete stets beides gleichzeitig zu können: Die Leitung eines Immobilien-Imperiums und die Präsidentschaft der USA.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Bei seinem Amtsantritt weigert sich Trump, sein Immobilien-Imperium aufzugeben. Seine Hotels und Klubanlagen nutzte der Ex-Präsident der USA auch gerne selbst - unter anderem für hochrangige Staatsbesuche. Die millionenschweren Rechnungen gingen dann direkt an die US-Regierung.

Das Imperium des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat während seiner Amtszeit 2,4 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. So verdiente die Trump-Organisation in den ersten drei Jahren seiner Präsidentschaft rund 650 Millionen Dollar, wie das Wirtschaftsmagazin "Forbes" berichtete. Das letzte Amtsjahr des Ex-Präsidenten wurde dann jedoch von der Corona-Pandemie überschattet. Da diese die Hotelbranche besonders stark traf, sanken Trumps Einnahmen auf geschätzte 450 Millionen Dollar.

Trump weigerte sich bekanntlich, sich von seinen Unternehmen zu trennen - ein beispielloser Schritt für einen US-Präsidenten. So blieb der Geschäftsmann Eigentümer seiner Firmen, beteuerte jedoch, er habe die Leitung an seine beiden Söhne abgegeben. Dieses Vorgehen war zwar durchaus legal, viele Experten mahnten jedoch, dass es nicht weit genug ginge. "Eigentlich könnte ich meine Geschäfte führen und gleichzeitig die Regierung leiten", sagte Trump damals. "Ich wäre in der Lage das zu tun, wenn ich es wollte. Aber ich mag nicht, wie das aussieht."

Zum Trump-Imperium gehören unter anderem mehrere Hochhäuser und Hotels. Den Großteil der Umsätze - rund 940 Millionen Dollar - machten jedoch Trumps Klubs und Golfanlagen. Dass der ehemalige Präsident viele dieser Immobilien während seiner Amtszeit selber nutze, war immer höchst umstritten. So soll die US-Regierung der Trump-Organisation alleine im Jahr 2020 mindestens 2,5 Millionen Dollar für Zimmer und Mahlzeiten gezahlt haben, wie die "Washington Post" berichtete.

Trump nutze seine eigenen Hotels als US-Präsident nicht nur für private Zwecke, sondern auch für Gipfeltreffen mit ausländischen Amtsträgern wie dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dem japanischen Premierminister Shinzo Abe. Meist begrüßte er sie im Mar-a-Lago, einem Klub in Palm Beach in Florida.

"Forbes" schreibt weiter, dass das Nettovermögen des Ex-Präsidenten jedoch erheblich gesunken sei. Im Jahr 2016, dem Jahr seiner Wahl, schätzte das Branchenmagazin sein Vermögen noch auf 3,7 Milliarden Dollar - aktuell soll es bei 2,4 Milliarden Dollar liegen.

Quelle: ntv.de, spl

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