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Bruce Springsteen, bekannt für klare Worte.
Bruce Springsteen, bekannt für klare Worte.(Foto: dpa)

Zwischenstopp in Deutschland: Springsteen schwingt Abrissbirne

von Manfred Bleskin

Wenn Bruce "The Boss" Springsteen zum Konzert lädt, sollte man Zeit mitbringen. Und textsicher sein. Denn zum einen dauern seine Auftritte immer drei Stunden, zum anderen stimmen bei ihm Zehntausende die Songs an. So auch in Frankfurt.

US-Rocker Bruce Springsteen schwingt die "Abrissbirne": Dreieinhalb Stunden lang hat der US-Rocker in der ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena seinen Fans eingeheizt. Gewohnt engagiert und äußerst gut aufgelegt spielten Springsteen und seine E Street Band vor rund 41.000 Menschen Stücke aus dem neuen Album "Wrecking Ball" (Abrissbirne) ebenso wie die etliche Klassiker aus den vergangenen Karriere-Jahrzehnten, darunter "Thunder Road", "Born in the USA", "The Rising" und "Glory Days".

Das ist ein echter Fan.
Das ist ein echter Fan.(Foto: dapd)

Nach dem Frankfurter Auftaktkonzert der kurzen Deutschland-Tour wird der "Boss" auch in Köln und Berlin seine sozialkritischen Töne anschlagen. Auf seinem jüngsten Werk, dem 17. Studioalbum, wütet Springsteen vor allem gegen die Finanzwelt und den Werteverfall der Gesellschaft. Bekannt als Chronist der US-Gesellschaft vereint der 62-Jährige dabei einen rauen Blues mit Irish Folk, schrammelnder Country-Musik und klassischem Springsteen-Rock.

In Frankfurt zeigte sich der Bühnenstar bestens gelaunt. "Good Evening, Frankfurt", rief er der Masse am lauwarmen Abend entgegen, erzählte in gebrochenem Deutsch von seiner Frau, die sich zu Hause um die Kinder kümmern müsse, und hin und wieder von den Inhalten und Gedanken seiner Songs.

Unzählige Male nahm Springsteen ein Bad in der Menge, er schüttelte die ausgestreckten Hände seiner Fans, lud sogar zwei Kinder zum Mitsingen auf die Bühne und nahm von einem Fan ein Handy entgegen - während des laufenden Gesprächs oder Mitschnitts. Springsteen sang ein wenig in den Hörer - dann schmiss er das Handy lässig zurück in die johlende Menge.

Auf der Kurztournee des Stadionrockers und seiner Band begleitet Jake Clemons, der Neffe des gestorbenen Saxofonisten Clarence Clemons, die Band am Saxofon. Seine Soli wurden immer wieder von Applaus begleitet. Clarence Clemons, der den Sound der E Street Band maßgeblich geprägt hat, war im Juni vergangenen Jahres an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Die Band erinnerte an ihn in einer emotionalen Minute in Bildern aus seiner Karriere. Springsteens "Wrecking Ball"-Tour hatte Mitte März in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia begonnen.

Quelle: n-tv.de

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