Technik
Der AVM Fritz WLAN Repeater 310 ist eine einfache, aber günstige Lösung, um die Reichweite des heimischen WLANs zu vergrößern.
Der AVM Fritz WLAN Repeater 310 ist eine einfache, aber günstige Lösung, um die Reichweite des heimischen WLANs zu vergrößern.(Foto: AVM)

Router-Reichweite vergrößern: So kommt das Internet in jedes Zimmer

Von Klaus Wedekind

Wenn das WLAN des Routers nicht in jedes Zimmer der Wohnung reicht, gibt es einfache Lösungen, um die Reichweite zu verlängern. Je nach Situation ist die eine oder andere Technik im Vorteil. n-tv.de stellt sie vor und sagt, was beim Kauf zu beachten ist.

Das Problem kennen wahrscheinlich viele Haushalte: Der Router steht im Wohnzimmer und dort haben alle Geräte vorzüglichen Empfang. In anderen Räumen aber ist die Verbindung viel schwächer oder reißt völlig ab. Die Reichweite von Fritzbox und Co. ist selbst bei maximaler Sendeleistung begrenzt, Mauern, Zimmerdecken und vor allem Rigipswände schränken sie weiter ein. Was tun? Im Prinzip gibt es zwei einfache und empfehlenswerte Möglichkeiten: Repeater und Powerline-Adapter.

Der TP-Link AV1200 ist ein Powerline-Adapter, der Daten über die Stromleitung transportiert.
Der TP-Link AV1200 ist ein Powerline-Adapter, der Daten über die Stromleitung transportiert.(Foto: TP-Link)

Repeater empfangen das WLAN-Signal des Routers und strahlen es mit einem eigenen Funkmodul ab. Viele Geräte haben zusätzlich einen oder mehrere LAN-Anschlüsse, mit denen beispielsweise Computer per Kabel verbunden werden können. Das Angebot an Repeatern ist groß, alleine Fritzbox-Hersteller AVM bietet derzeit fünf verschiedene Modelle an.

Auch die Fritzbox kann ein Repeater sein

Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass der Repeater zum Router und dem gebuchten Internetanschluss passt und man kein Geld zum Fenster hinauswirft. Zu einer etwas älteren Fritzbox ohne 5-Gigahertz-Netz oder dem neuesten WLAN-Standard AC darf man ruhig zum günstigeren Repeater greifen, der eine ähnliche Ausstattung hat. Ist die Internetverbindung lahm, zündet auch eine schnelle Erweiterung keinen Turbo. Beherrscht der Router WPS, ist es praktisch, wenn auch der Repeater dazu fähig ist. Denn dann gelingt die Einbindung des Geräts ins heimische Netzwerk per Knopfdruck. Gibt es nur wenige freie Steckdosen, ist es nützlich, ein Gerät mit integrierter Buchse zu wählen.

Günstige und gute WLAN-Repeater sind zum Beispiel der AVM Fritz WLAN Repeater 310 (30 Euro) oder der CSL 300 Mbit WLAN Repeater (25 Euro). Für modernere und schnellere Systeme sind der Fritz WLAN Repeater 1750E (80 Euro) oder der TP-Link RE450 AC1750 (60 Euro) empfehlenswert.

Statt einen neuen Repeater zu kaufen, können Nutzer aber auch einen alten Router wiederbeleben. Das ist vor allem bei Fritzboxen eine gute Alternative, allerdings ist die Einrichtung nicht ganz so einfach wie bei einem Repeater-Spezialisten. Einen Versuch ist es allemal wert, Hersteller AVM zeigt in einer ausführlichen Anleitung, wie's geht.

Powerline geht durch Wände

WLAN-Repeater sind nur gute Erweiterungs-Lösungen, wenn sie selbst eine gute Verbindung zum Router herstellen können. So ist es mitunter notwendig, mehrere Geräte zu installieren, um einen Raum zu erreichen. In solchen Fällen ist es wesentlich praktischer, den Weg über das heimische Stromnetz zu wählen. Dabei wird ein Powerline-Gerät mit dem Router verbunden, danach kann an jede Steckdose, die mit demselben Stromzähler oder Sicherungskasten verbunden ist, ein LAN- oder WLAN-Adapter gesteckt werden. So können theoretisch Distanzen von mehreren Hundert Metern überbrückt werden, da sich Powerline-Verbindungen nicht durch Wände ausbremsen lassen. Außerdem nimmt die Datenrate im Gegensatz zu WLAN-Repeatern bei Powerline-Verbindungen bei zunehmender Entfernung praktisch nicht ab. Etagen können allerdings ein Problem sein, da in mehrgeschossigen Häusern Stromnetze oft getrennt arbeiten.

Für den Powerline-Einstieg muss zunächst ein Start-Paket mit zwei Adaptern gekauft werden, für jede weitere Internet-Erweiterung genügt dann ein Gerät. Auch hier gilt wie bei den Repeatern, dass die Ausstattung der Adapter zum vorhandenen System passen sollte, so lange in absehbarer Zeit keine Modernisierung geplant ist. Empfehlenswerte Einsteiger-Sets ohne WLAN sind TP-Link TL-PA4010PKIT (40 Euro) und Devolo dLAN 550 duo+ (60 Euro). Anspruchsvolle Nutzer, die ein neues WLAN-Netz spannen möchten, können zum TP-Link AV1200 greifen, das als Set für 85 Euro zu haben ist, AVMs Fritz Powerline 1000E kostet als Duo ebenso viel.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen