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Kraftvoll entschleunigt Mit dem Mini Countryman durch Island

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Wie in einer anderen Welt wirkt der Mini Cooper S Countryman in der isländischen Landschaft.

(Foto: Bernhard Filser)

Fragt man Leute, wo sie schon immer mal hinwollten, dann hört man oft die Antwort: Island. Und das kommt nicht von Ungefähr. Kaum ein Land in Europa ist landschaftlich so wandelbar wie die Insel im Atlantik. Wer hier eine Reise macht, der hat auf jeden Fall etwas zu erzählen.

Island ist ein Land voller Gegensätze und deshalb auch ein viel gebuchtes Reiseziel. Neben seinen heißen Quellen und aktiven Vulkanen sind es die riesigen Eisfelder oder auch nur die Ursprünglichkeit der Natur, die den Inselstaat im Nordatlantik so attraktiv machen. Doch wer die Insel wirklich in all seiner Schönheit erkunden will, der muss gewappnet sein. Grund ist, dass die einzelnen Orte meist nur über holprige Schotterpisten zu erreichen sind. Auch Islands wichtigste Straßenverbindung, die Ringstraße 1, macht da keine Ausnahme.

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Die Ringstraße 1 umspannt Island und ist die erste Wahl bei der Umrundung der Insel.

(Foto: Bernhard Filser)

Im Umkreis der Hauptstadt Reykjavik ist sie als mehrspurige Schnellstraße ausgebaut, einige andere Abschnitte der Hringvegur sind dagegen nicht einmal asphaltiert. Mini hat deshalb, um das Land zu erkunden, einen Cooper S Countryman mit Allradantrieb startklar gemacht. Angetrieben durch einen 178 PS starken Vierzylinder und mit einer Bodenfreiheit von 16,5 Zentimetern läuft der Offroad-Brite auch bei unwirtlichem Geläuf nicht Gefahr, ins Aus zu geraten. Zudem bietet er hinter seiner großen Heckklappe mit 450 bis 1390 Litern ausreichend Stauraum für eine solche Rundtour.

Über 1350 Kilometer

Insgesamt ist die Ringstraße 1 etwa 1350 Kilometer lang, führt in einigen Abschnitten sogar direkt an der Küste entlang und bietet fast immer einen spektakulären Ausblick auf die atemberaubende Natur der Insel. Will man die Insel mit einem eigenen Fahrzeug erkunden, dann ist der Fähranleger in Seyðisfjörður wohl der beste Startpunkt. Wer von hier aus in südlicher Richtung startet, folgt über knapp 200 Kilometer ziemlich exakt dem von Fjorden geprägten Verlauf der Küste.

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Der Vatnajökull ist der größte Nationalpark Islands.

(Foto: Bernhard Filser)

Bald gerät dann auch der Vatnajökull ins Blickfeld. Mit einer Oberfläche von mehr als 8000 Quadratkilometern ist er der größte Gletscher Europas. Er bildet das Zentrum des gleichnamigen Nationalparks, zu dem malerische Flusslandschaften, Wasserfälle und aktive Vulkane gehören. Wer von hier aus einen Abstecher ins Landesinnere machen will, der muss tatsächlich mit einem Allradfahrzeug wie dem Mini Countryman unterwegs sein. Denn die jetzt folgenden Landschaftsabschnitte aus erkaltetem Lavagestein, die nicht unwirklicher erscheinen könnten, sind nur noch durch unbefestigte Straßen und Schotterwüsten verbunden.

Der "Goldene Ring"

In der Nähe der Ortschaft Selfoss lohnt es sich, die Ringstraße 1 zu verlassen und etwa 60 Kilometer in nördlicher Richtung zu fahren, um ein spektakuläres Naturschauspiel zu beobachten. Der zweistufige Wasserfall Gullfoss bildet hier gemeinsam mit den benachbarten Geysiren den sogenannten "Goldenen Ring", der zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Islands gezählt wird. Nicht weit von diesem Naturschauspiel befindet sich Islands Hauptstadt Reykjavik, in der mehr als 60 Prozent der 350.000 Inselbewohner leben. Die Metropole überrascht Besucher immer wieder mit ihrer lebhaften Kunst- und Musikszene.

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Die Hallgrímskirkja wurde zwar schon 1930 projektiert, aber erst 50 Jahre später gebaut.

(Foto: Bernhard Filser)

Zwei besondere Wahrzeichen muss man nach Ansicht der Reiseführer in der Hauptstadt unbedingt besucht haben: das Geothermie-Kraftwerk Perlan und die Hallgrímskirkja. Während das Erstgenannte gemeinsam mit Restaurants und Freizeiteinrichtungen unter einer hochmodernen Glaskuppel liegt und heißes Wasser aus tieferen Erdschichten nutzt, um die Wohnhäuser der Stadt und die Gehwege der wichtigsten Einkaufsstraßen zu beheizen, wurde die Hallgrímskirkja bereits in den 1930er Jahren entworfen. Besonders auffällig sind die an Basaltsäulen erinnernden Betonpfeiler der Frontseite. Eine Aussichtsplattform auf dem 74,5 Meter hohen Turm der Kirche ermöglicht es Besuchern, weit über die Stadtgrenzen hinaus in die Natur zu blicken.

Entspannung beim Naturbad

Wer der Ringstraße 1 in nördlicher Richtung weiter folgt, wird den Wechsel zwischen eisigen Gletscherflächen und heißen Quellen erleben, deren Wasser aus dem vulkanischen Erdinneren aufsteigt. Island liegt auf dem sogenannten Mittelatlantischen Rücken. Direkt unter der Insel stoßen die nordamerikanische und die eurasische Erdplatte aufeinander. Daher dringt neben heißem Thermalwasser ständig auch geschmolzenes Gestein an die Oberfläche, wo es die Landschaft permanent verändert.

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Den Gemischtwarenladen Verzlun H. Júlíusson muss man auf Island erlebt haben.

(Foto: Bernhard Filser)

Bei einem Abstecher auf die sehenswerte Halbinsel Vestfirðir machte es sich mit dem Mini Countryman bezahlt, die Felgen mit besonders robusten Pneus zu bewähren, denn ohne jede asphaltierte Straße führt der Weg hier ausschließlich über loses Vulkangestein. Der Weg in das ganz im Westen gelegene Fischerdorf Reykhólar führt vorbei an massiven Bergformationen vulkanischen Ursprungs. Für Entspannung nach der anstrengenden Tour wird in einem der in dieser Region weit verbreiteten und zu jeder Jahreszeit angenehm warmen Naturbäder gesorgt.

Doch neben seinen Naturphänomenen war Island schon seit jeher ein Stützpunkt für den Handel und die Fischerei. In fast jedem Ort entlang der Ringstraße 1 ist dieser Teil der Inselgeschichte präsent. In Sauðárkrókur lohnt sich ein Tankstopp am Gemischtwarenladen Verzlun H. Júlíusson, der bis heute den Charme des frühen 20. Jahrhunderts ausstrahlt. Die Kleinstadt verfügt über einen Fischereihafen und gilt außerdem als Hochburg des Islandpferdes. Nirgendwo sonst auf der Insel sind mehr Zuchtbetriebe ansässig als in dieser Region. Doch wer glaubt, er habe an dieser Stelle schon alles gesehen, der irrt.

Entschleunigt beschleunigt

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Der Dettifoss ist wohl der beeindruckendste Wasserfall auf Island.

(Foto: Bernhard Filser)

Nahe Reykjahlið lädt bläulich schimmerndes Geothermalwasser in der Jarðböð-Höhle zum Baden ein. Ein ähnlich unvergleichliches Erlebnis ist ein Spaziergang auf den dampfenden Schwefelgasfeldern der Umgebung, die allerdings der Nase nicht besonders schmeicheln. Erfrischender ist es da, Europas mächtigsten Wasserfall, den Dettifoss zu besuchen. Seine Wassermassen stürzen sich auf einer Breite von gut 100 Metern fast genauso tief in eine Schlucht hinab.

Am Ende der Reise bleibt die Gewissheit, dass die Möglichkeiten, Natur von ihrer ursprünglichsten Seite zu entdecken, Island zu einem ganz außergewöhnlichen Reiseziel machen. Hinzu kommt, dass das Land seine Besucher entschleunigt. So sehr, dass es einem schon zugutekommen kann, einen Mini Countryman sein Eigen zu nennen, der eben nicht nur kraftvoll über Stock und Stein geht, sondern sich auch mal richtig beschleunigen kann. Denn wer bei entspannter Bummelei aus den Augen verliert, dass die Fähre, die Island mit dem Rest Europas verbindet, nur einmal pro Woche den Hafen verlässt, der hat hier das Nachsehen.

Quelle: ntv.de, hpr