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Fährt mit Strom und Benzin Weltpremiere des Hyundai Kona - ab Sommer zu haben

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Die Variante des neuen Hyundai Kona mit elektrischem Antrieb erfreut das Auge mit Tagfahr-Leuchtband im Pixel-Style.

(Foto: Hyundai)

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Der neue Hyundai Kona macht nicht nur optisch so richtig an. Es gibt die zweite Generation auch wieder mit verschiedenen Antriebsoptionen, also als Elektro-, Hybrid- und Benzinversion. Darüber hinaus bietet das erwachsen gewordene "SUV" so einige technische Highlights.

Womit soll man bloß anfangen, um neuen Hyundai Kona zu besprechen? Vielleicht einfach erst mal in die anschmiegsamen Sitze fläzen, denn Hyundai hat ihn ja tatsächlich mitgebracht - nicht nur zum Anschauen, sogar richtig zum Anfassen. Geräumig geworden ist das Crossover oder SUV oder als was auch immer man den 1,58 Meter hohen Allrounder empfindet. Jedenfalls nicht als Geländewagen und inzwischen auch nicht mehr als Kleinwagen.

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Innen setzt der neue Hyundai Kona auf viel Display und Platz.

(Foto: Hyundai)

Sorry, aber Hyundai selbst spricht von "B-Segment" - dort tummeln sich halbwüchsige Konsorten à la Ford Puma oder Volkswagen T-Cross. Mit 4,35 Metern Länge wildert der Kona hingegen längst im Kompaktsegment, und das auch nicht knapp - mittendrin ist er vielmehr. Übrigens entspricht seine Länge einem Wachstum von 17,5 Zentimetern gegenüber dem Vorgänger. Und der Radstand wuchs von 2,60 auf 2,66 Meter - entsprechend luftig sitzt es sich in der zweiten Reihe. Der Kona ist also längst zum Reiseauto geworden. Wirklich?

Na ja, schon irgendwie. Aber wer zur elektrisch angetriebenen Version greift, bekommt mit der starken 218-PS-Ausgabe zwar einen ordentlich bemessenen (65 kWh) Akku mitgeliefert. Aber Obacht bei der Ladeperformance - 41 Minuten nennt der Hersteller als Dauer für das Aufladen der Batterie von 10 auf 80 Prozent. Das ist auch völlig okay, nur sollte man einfach wissen, dass längere Strecken lediglich mit entsprechenden Pausen zu bewerkstelligen sind. Hyundai nennt 490 Kilometer WLTP-Reichweite. Das wären beim Ladestand von 80 Prozent also 392 Kilometer.

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Mit dem Ladeanschluss in der Front wird das Anfahren des Ladepunkts zum Kinderspiel. Denn so erreicht man das Kabel immer.

(Foto: Hyundai)

Und da die Reichweiten immer auch fahrstil- und temperaturabhängig sind, sollte man für eine 600 Kilometer lange Distanz anderthalb Stunden Pause einplanen, um es einmal plastisch darzustellen, statt mit abstrakten Einheiten wie Kilowattstunden oder Volt zu hantieren. Wer ohnehin nur kürzere Strecken zurücklegt, kommt dagegen sogar mit der 48-kWh-Variante (156 PS Motorleistung) prima zurecht, was übrigens umweltfreundlicher ist, da große Batterien auch viele Ressourcen binden.

Mehrheitlich als Elektroauto verkauft

Oder aber man weicht auf die Verbrenner- respektive Hybridvariante aus. Denn auch der künftige Kona wird analog zum bisherigen Modell mit dem 198 PS starken und 1,6 Liter großen T-GDI kommen und als Hybrid mit einer Systemleistung von 141 PS verfügbar sein.

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In großen Lettern prangt der Modellname auf dem Heckdeckel des neuen Hyundai Kona. Die Pixel-Rückleuchten stechen ins Auge und bleiben im Kopf.

(Foto: Hyundai)

Im Gesamtjahr 2022 lag der BEV-Anteil an der gesamten Kona-Palette (Vorgängerausführung) allerdings bei über 65 Prozent, insofern besteht eine hohe Erwartungshaltung, auch von der zweiten Generation viele elektrisch angetriebene Exemplare zu verkaufen. Wie dem auch sei, die großzügige Innenarchitektur ist jedenfalls unabhängig vom Antrieb. Ein Mix aus cleverem Packaging und augenschmeichelnder Optik (vor allem die sportiv aussehenden roten Ziernähte an den N-Line-Sitzen sehen cool aus) dürfte die Interessenten neugierig machen, im jüngsten Kona Platz zu nehmen.

Trotz großer, jeweils 12,3 Zoll messender Screens bleibt genügend Fläche für fein klickende Drucktasten, um tägliche Dinge direkt ansteuern zu können, ohne in die Menütiefen abschweifen zu müssen. So bekommt die Klimaautomatik ihr eigenes Tastenpaneel. Und Dinge wie das Aktivieren der Rückfahrkamera oder das Einschalten der Sitzheizung erfolgen in der Mittelkonsole auf einem extra hergerichteten Plätzchen. Zwischen zahlreichen Anschlüssen wie 12V und USB findet sich außerdem noch Raum für ein Ablagefach mit induktiver Ladefläche für Smartphones. Vorn geht es nicht zuletzt deshalb so geräumig zu, weil der Getriebewahlschalter an das Lenkrad rückte.

Clevere Gadgets und viele Sicherheitsassistenten

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So lässt es sich fein reisen: Wo sonst gibt es in einem Kleinwagen schon so viel Raum zwischen hinterer Sitzbank und vorderen Lehnen. Klein ist der Hyundai Kona jedoch nicht mehr.

(Foto: Hyundai)

Diverse 230-Volt-Steckdosen außen und innen ermöglichen im Falle der EV-Ausgabe, den in der Traktionsbatterie gespeicherten Strom nicht nur für das Antriebsaggregat, sondern auch für angeschlossene Geräte zu verwenden. Das kann eine Kaffeemaschine während des Picknicks sein, aber auch ein Elektroroller oder elektrische Werkzeuge während der Gartenarbeit. Mit Hightech geizt der Kona sowieso nicht, bietet beispielsweise ein Head-up-Display, das seine Informationen direkt in die Scheibe projiziert. Das hat nicht nur einen praktischen, sondern auch noch einen ästhetischen Aspekt.

Zahlreiche Assistenzsysteme sollen Komfort und Sicherheit erhöhen. Darunter tummelt sich beispielsweise der vor einiger Zeit im Konzern eingeführte, besonders fortschrittliche Totwinkelwarner: Dank entsprechender Kamera wird der Bereich im toten Winkel während des Spurwechsels als Livebild im linken Teil des Screens eingeblendet. Darüber hinaus ist der Aufmerksamkeitsassistent nun in der Lage, mittels einer Kamera das Gesicht des Fahrers zu analysieren. Verfällt dieser in einen Sekundenschlaf, schlägt der Alarm an.

Per Schlüssel vor und zurück

Dass der künftige Kona in vielen Szenarien autonom bremst und sich diese Funktion auch im Rahmen einer adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage zunutze macht, liegt auf der Hand. Praktisch ist das Gadget, den Wagen per Schlüssel (oder Smartphone) von außen ein Stück vor und rückwärts fahren lassen zu können. Nämlich dann, wenn man so dicht zugeparkt wurde, dass man nicht mehr in das Auto einsteigen kann.

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Durch das Spiel mit den Sicken wird der neue Hyundai Kona optisch spannend.

(Foto: Hyundai)

Zum Schluss wandert das Auge noch einmal um den ganzen Kona herum und registriert nicht nur unkonventionell gezeichnete Sicken sowie prägnante Radläufe, die gar nicht komplett rund, sondern im oberen Bereich flach verlaufen. Es erblickt zusätzlich noch ein weiteres, bekanntes Stilmittel: Das LED-Leuchtband hinten erstrahlt ebenso wie das vordere im Pixel-Look (vorn allerdings nur beim Stromer). Mit diesem gestalterischen Retro-Clou gelang es der Marke bereits, dessen Begründer Ioniq 5 in die Herzen der Betrachter zu katapultieren.

Preise für den Kona verrät Hyundai übrigens noch nicht, ob der Einstieg wie früher deutlich unter 30.000 Euro gelingen wird, bleibt demnach abzuwarten. Ein bisschen Zeit ist ja noch - die im tschechischen Nošovice gebauten Verbrenner (inklusive Hybrid) sollen erst im Sommer zu den Händlern rollen, während die in Korea gefertigten BEV-Einheiten Deutschland erst im Herbst erreichen werden.

Quelle: ntv.de

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